Dienstag, 20. Dezember 2016

Nee, "kein Heiligabend"...

Nein - eigentlich so nicht!
Das sei im Voraus konkretisiert ...
-
Mondschein bleicht der Engel Schwingen,
als heisere Stimmen Chorus singen.
Fast wächsern blinkt der Abendstern,
ein Glockenton nervt laut von fern.
Stoisch, schon fast gottergeben,
zwingt festlich orientiertes Leben
sich grell in jeden Ort hinein -
willkommen trüber Dämmerschein!
Mit lausig kalter Abendluft,
mischt sich der Spekulatiusduft.
Beschwingt, gleich einem Wonnegraus,
zieht Festlichkeit in jedes Haus.
Wo stets ein Baum mit vielen Kerzen,
geschmückt von hoffnungsschweren Herzen,
still nadelnd, später pflichtbesungen,
von Eltern, Mädchen und auch Jungen,
so ausdrucksvoll den Raum betont.
Noch zeigt sich alles altgewohnt -
bis daß der Vater dann die "Blagen",  *
ermuntert zum Gedichtaufsagen ...
-
Was sich ab dann zusammenbraut,
hat stimmungsvoll das Fest versaut.
-
* Die etwas abfällig geartete Benennung der Sprößlinge sei mir im nachhinein verziehen, aber der leibliche Vater der oben erwähnten Nachkommenschaft hatte sich mir gegenüber ja dergestalt offenbart.
-
 Tja, und diesbezüglich sei noch erwähnt:
"Du solltest dich schämen, derart kratzbürstige Reime zu gestalten!" wurde mir schon bald darauf zu spüren gegeben. - Reumütig, habe ich hernach die erhitzte Stirn langdauernd an die eiskalte Tür zum Heizungsraum gepresst.
-
***

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen