Montag, 11. September 2017

FERNSEHEN = "dummdreist und oftmals auch unerträglich!"

Ja, das wurde dort damals so vehement manifestiert!
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Und - hernach:
"Wenn Du's nun wieder einmal nicht unterlassen kannst, dann sollten die kratzbürstig konzipierten Zeilen jedoch unbedingt schöngeistig formuliert zum Ausdruck geraten, ja!" hatte er vorab eindringlich zu hören bekommen.
Der Arsinoe, vom Patenonkel Marcel, damals 2008 in Köln ...
Hm?
Molière, Mallarmé, Victor Hugo, Baudelaire, Rimbaud und auch Voltaire, sie alle formulierten gern Stücke der "Klassiker" im 17. und 18. Jahrhundert in paarweise gereimten "Alexandrinern", daran dachte er sofort willfährig, wertschätzend - und um wie gewünscht auch bestehen zu können.
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Bald darauf durfte er dann baß erstaunt miterleben, daß ein aufgebracht gestikulierender Patenonkel den sogenannten "Ehrenpreis der Stifter des Deutschen Fernsehdingsda" mit den lauthals zum Ausdruck gebrachten Worten: "Ich nehme diesen Preis nicht an!" protestierend von sich gewiesen hat. -
Und des weiteren den dort lauschenden, vermittels Television verdummen dürfenden Machthabern noch arg mißgestimmt zu spüren gegeben hat:
"Der Blödsinn, den ich da zumeist im Fernsehen zu sehen bekomme - grrauenhaft!"
Tja, der stets wortgewandt auflodernde - und zudem auch noch jahrelang mediengewaltig präsente Oheim Marcel ...
"Noch etwas! Da wird aber der etwas flegelhaft und wohl auch respektlos in die Quere gekommene Gottschalk nicht erwähnt, wenn Du diesbezüglich unbedingt deutlich zu werden beabsichtigst!" hatte er Arsinoe noch im Befehlston zugeraunt, als man in Köln dann die Stätte einer dermaßen offenherzig in Szene gesetzten Begebenheit verlassen hatte ...
Hm? - Er nun wieder ... "Demnach alles recht chevaleresk, rücksichtsvoll und wohlmeinend - ?"
"In etwa, wir wollen doch niemanden verletzen", gab er zu spüren.
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"Wer mag das alles denn noch abgrundtief ergründen wollen? Da solch Geschehen wogt seit langem inhalts- und substanzlos doch zumeist in einem Nichts!" murmelte er bald darauf, sich an Dante erinnernd, vor sich hin.
Und ...
"In seinem Sessel behaglich dumm, sitzt stoisch das Fernseh-Publikum." so ähnlich hatte ja einstmals schon der Philosoph Karl Marx dazu Stellung genommen, dachte er hilfreich, der Arsinoe, als er dann angemessen geschwätzig geworden war. - Im Versmaß eines "Alexandriners":
Du siehst, wenn du denn siehst, nur Schwachsinn in der Glotze.
Da hocken sie zuhauf - und schwafeln eitel drein.
Man geistert in dem Wahn, beachtenswert zu sein.
Nur zeigt sich dort dann leider, wohl dummstolz nur Gemotze.
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Ach ja, auch das noch:
Lieber Oheim, Du wirst dich wahrscheinlich an ihn erinnern, an den Herrn mit dem "Schweinderl", Robert Lembke"Es gibt Fernsehprogramme, bei denen man seine eingeschlafenen Füße beneidet!"  so hat er's damals schon zutreffend zur Sprache gebracht.
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Derzeit bezeugt - in 2015: Mit gefühlswarm empfundenen Gedanken an den Patenonkel Marcel ...
Und ihn als Geistesgröße hier nun ein wenig verdeutlichen wollend, mit der im folgenden laut werdenden Darlegung: Im alten Griechenland fragte einst Sokrates den jungen Phaidros, ob man denn die Kunst des Schreibens in Literaturwerken jeder Art beurteilen müsse? - Woraufhin dann Phaidros begeistert dagegen gefragt hat: "Ja, warum sonst würde man denn dann noch leben wollen, wenn nicht wegen derartiger intellektueller Freuden?" gab er aristophanisch-regsam zum Ausdruck - und zog sich dann schmunzelnd in sein Phrontisterion zurück.
("aristophanisch" = geistvoll, witzig bis beißend spöttisch. "Phrontisterion" meint Denker-Klause.)
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