Dienstag, 28. November 2017

Ach ja, so weinselig ergriffen.

Derartig könnte man´s wohl zutreffend deuten -
auch hinsichtlich dessen ...
"Bonum vinum laetificat cor hominis" - meint:
"Guter Wein erfreut des Menschen Herz", das hat auch vorzeiten, durchaus verheißungsvoll, der Herr von Goethe genußsüchtig zu spüren gegeben. -
Immerhin, schon 3500 Jahre vor Christie war sie bereits den alten Ägyptern bekannt, die Weinrebe ...
Und wurde, nachdem sie der mit nackten Füßen zermanschenden Aktivität einiger Kelterknechte zur Trennung des Saftes von Hülsen und Kernen ausgeliefert worden war, inklusive all der sonstigen Produktionsprozesse, als ein jetzt mundgerecht geschaffenes Erzeugnis nicht selten mit der Würdigung  "Göttertrank" oftmals unglaublich schwatzhaft umschmeichelt.
Das nun auch heutzutage. Als da, 'mal beispielsweise, zu lesen sein kann:
Pure Frucht, die sich im Abgang (ist in diesem Fall als "abwärts gleitend" zu verstehen.) zunehmend blumiger verdichtet und ausbalanciert all die Sinne verzaubert. - (alle?)
Da erzeugt eine sich nun mit monumentaler Kraft entfaltende, samtweiche Opulenz (meint: "Volumen", auch "Üppigkeit", wohl nicht lümmelhaft "Korpulenz" oder "Leibesfülle".) dann im Gaumen einen spannungsgeladenen, köstlichen Akkord von Harmonie und Raffinesse (Nun, das könnte ja auch als "Strategie" oder als "Taktik" verstanden werden.) - Und eine dermaßen deliziös und erlesen erschaffene Pikanterie ("Anzüglichkeit"?), sie offenbart dann in einer vollmundig ausgereiften Vollendung verlockend den Hochgenuß herausragender Weine.
Ein einleitend noch herb-würzig wahrzunehmender Anflug von Verschlossenheit (= vermutlich die Prüderie des Weines!), vollendet sich prickelnd baldigst zu einem nur noch als göttlich zu preisenden Gaumen-Verführungszauber!
Ambrosia (ist ja ursprünglich als Terminus für "Götterspeise" oder gegebenenfalls auch für das "Salböl der Unsterblichen" geprägt worden.) kriecht (!) süffig berauschend, exquisit aromatisch in jede Falte des Mundes. (Diesbezüglich ist da offenbar leider nur der innere Bereich des Mäulchens vom Glück begünstigt? Oder läßt sich darüber hinaus auch die im Alter äußerlich etwas schrumpliger werdende Hautbeschaffenheit gleichfalls ein wenig manipulieren?) -
Wie auch immer: Nach einer langdauernden Reife späterhin genial ausbalanciert, entfaltet sich im Gaumen himmlisch erhebend (!) eine superbe Fülle von Tiefe und Frische. (Amen!) -
Ach ja, uns allen, die wir nun dermaßen mundwässernd in Kenntnis gesetzt worden sind, ist zweifellos fest umrissen zu Bewußtsein gekommen, was da unglaublich schwelgerisch zu einem unvergeßlichen Gaumenerlebnis ins bisher eventuell ja leicht abgeschmackt vonstatten gegangene Erdendasein gerufen werden kann.
Voilà! - 
Einem dermaßen als Beglückung beweihräucherten Produkt, dem kann man wohl irgendwann nicht mehr mit Abneigung begegnen. - Dessen wurde ich mir, aufschlußreich auf den Geschmack kommend wohl auch bewußt, als ich dereinst, noch jung an Jahren, für Wochen und Monate in Frankreich heimisch sein durfte. -
Hernach: 
Oui - und von all den dort tagtäglich sich stets so anheischig machenden Trunkenheitsstimmung-Ermunterungen durchaus beeinflusst, bekam ich alsbald auch die (In Deutschland, nicht in Frankreich und auch nicht in Griechenland!) des öfteren wohlmeinend ausgesprochenen Ermahnungen zu hören: "Willst du den Rest deiner Erdentage nur noch trunken torkelnd umherstolpern? Anstatt aufrecht schreitend ..."
"Wohl oftmals offenbart sich Zwang, im aufrecht dargebotenen Gang", summte ich anfangs gern halblaut, etwas gereizt dagegen halten wollend. - 
Das ist lange her und war nicht von Dauer ...
Denn:
"Wo aber der Wein fehlt, da fehlt auch der Reiz des Lebens", bekundete einst schon der griechische Dichter Euripides solch ein Dasein von hervorbrechender Freudlosigkeit.
Und da "sprach ER mir aus der Seele":
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Euripides war ein griechischer Dramatiker und Tragödiendichter.
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