Freitag, 15. Dezember 2017

Berühmt und oftmals bewundert ...

Ja - gleichwohl,
sich dennoch ein sogenanntes Pseudonym sachdienlich zunutze machen zu wollen, das genießt nach § 12 des BGB immerhin ganz und gar Rechtsschutz - und ist seit dem sechzehnten Jahrhundert weltweit zu einem literarischen Trend gediehen.
Wir erinnern uns sogleich an: Moliere, Novalis, Lenau, Stendhal, Mark Twain, Maxim Gorkij, Arsinoe, Tarzan, Micky-Mouse und einige andere inzwischen namhaft gewordene Persönlichkeiten.
Ja - und beachtenswert ist immerhin, daß da in Annäherung an diese als brauchbar erwähnte Maskierung es wohl nicht so ganz auszuschließen ist, daß sich bereits vor etwa 235 Jahren, vermutlich 1785, ein gewisser Wolfgang Amadeus Mozart in der österreichischen Stadt Wien dereinst auch einer solchen Tarnung bedient hat, um diese verlockend köstlichen, beinahe weltweit erhältlichen Schokoladenkugeln unbedingt schon zu seiner Zeit als unendlich gewinnbringend kommerzialisieren zu können ...
Die Mozart-Kugeln!
Denkbar ist's allemal - wir wissen es aber leider nicht so verbürgt. -
"Nomen est omen“, das verdeutlichte schon einstmals bedeutungsvoll der Titus Maccius Plautus, ein römischer Lustspieldichter aus Umbrien in seinen bereits 170 Jahre v. Chr. als „Persa“ publik gewordenen Schriften. Was ja mithin besagt, daß in der Namensgebung unglücklicherweise auch eine nicht immer Erfolg versprechende Vorbedeutung mitenthalten sein könnte.
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Informativ und wohl auch beachtenswert, ist folglich ein erst vor kurzem in einer stadtbekannten Berliner Weinstube belauschtes Zwiegespräch zu beherzigen:
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„Oh! Sie heißen wirklich Goethe?
Bringt das nicht gewisse Nöte, wenn man, trotz der späten Stunden,
noch immer keinen Reim gefunden?“
„Nein, ich kann mich nicht beklagen!
Denn an milden Sommertagen, ist mir - völlig ungezwungen -
oftmals Reim auf Reim gelungen!
Um meinen Onkel, Karlchen Kant, der einst das Wortgefecht erfand,
wurde es, wie bei Bernd Schiller, schon seit Wochen merklich stiller.
Ja, und der Harald Hölderlin, der hatte neulich, wie mir schien,
hier, wie auch an anderen Orten, sehr viel Kummer mit den Worten!
Letztlich wird es wenig sagen, daß wir große Namen tragen ...
Erwähnt sei da auch meine Tante,
die sich einst dummdreist Puschkin nannte!
Diese Frau hat, ungehobelt, oft literarisch ‘rumgeknobelt,
ob man nicht, wie auch Fontane, Tiergeschichten und Romane ...
Summarisch ging das voll daneben, 
denn ihr textverwirrtes Streben formte keinerlei Akzente!
Und wortlos ging sie dann in Rente."
"Ach ja, da ist man wohl überaus geltungsbedürftig!
Hm, als bisher namenloser Mann, bin ich da bisher besser dran," das ließ er letztlich verlauten, der einem bekannten Literaturkritiker fast zum verwechseln ähnliche Weinstuben-Gast. 
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Erstaunt, amüsiert und ergriffen, verließen wir bald darauf schmunzelnd diese fabulierfreudig anmutende Destille. - Und urplötzlich begann nun mein Freund, der Geschichtsforscher Gavrilos schwärmerisch trunken einen reizvollen Absatz aus Puschkins Roman in Versen „Eugen Onegin“ zu deklamieren: „Der Chor der Dichter zischt und kräht, - Gott nein, wie doch die Zeit vergeht!“ so tönte es damals - auf dem Weg zur Einkehr in den Bannkreis der "Kulturkneipe Zwiebelfisch" am Savignyplatz - laut und gewichtig in das nächtliche Berliner Treiben hinein ...
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