Dienstag, 2. Oktober 2018

Weshalb Politikverdrossenheit - ?

Hinsichtlich dessen:
"Herrschen ist Unsinn.
Regieren ist Weisheit.
Man herrscht also, weil man nicht regieren kann!" **
so hat's der Johann Gottfried Seume zutreffend in Worte gefaßt.
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** Femina regnat, sed non gubernat,
Frau herrscht, aber regiert nicht. ***
Quousque tandem?
Wie lange noch?
(*** die "Worthülsen-Mutti")
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Und eingedenk dessen war ich damals erfreut,
als da im Internet die auflodernde "Kontraproduktivität"
des anderen Dieters*** in einer "Störsender-TV"
benannten Entlarvungs-Aktivität
auf- und wachrüttelnd zugegen war ... 
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*** Dieter Hildebrandt, er starb am 20. November 2013.
"Das hätte er nicht tun sollen!"
Derart verdeutlichte Roger Willemsen ad hoc
diese Schreckensnachricht.
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Regierungsvertreter:
Nun zeigt sich zunehmend Ernüchterung ...
Und zudem auch,
warum die Wahlbeteiligung immer geringer wird:
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Da hat man vollauf nun genug,
von Reden, die als Selbstbetrug
nur Schall und Rauch verbreiten.
Da wird die Phrasendrescherei,
im staatsgelenkten Einerlei
doch nur Verdruß bereiten.
Begreiflich, daß des Bürgers Frust -
bei Wahlen zeitigt oft Verlust.
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"Die Schwerenöter, sie ändern sich nie!
Interessenvertreter der Großindustrie",
so hört man's im Hintergrund murmeln.
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Diesbezüglich muß noch ein Nachsatz hinzugefügt werden:
Politikverdrossenheit ist es nun nicht, die hier hin und wieder schon zum Ausdruck gerät.
Nein, bekunden wir's zutreffender als "Politikerverdrossenheit",
wie es der Volker Pispers so angemessen zur Sprache gebracht hat.
Verdeutlicht wird dieser zunehmender Grimm durch eine oftmals zutage tretende unsympathische Melange aus der politischen Heuchelei, der Feigheit, dem Geltungsbedürfnis und dieser professionellen Unzulänglichkeit der Damen und Herren, durchtränkt von der anhaltenden Sorge abdanken zu müssen - und somit den Abmarsch in eine unerträgliche Bedeutungslosigkeit zu gewahren.
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Bald kennt man die Weise und kennt auch den Text.
Man kennt ohnehin die Verfasser ...
Man weiß, sie trinken stets heimlich den Wein,
jedoch predigen öffentlich Wasser.
Wiederbelebt sind hier die einstmals von Heinrich Heine fabulierten Zeilen
"Deutschland. Ein Wintermärchen".
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