Samstag, 1. August 2020

GRIECHENLAND: Gemeinsam in einem dort redselig gestimmten Miteinander ...

Einstmals auf Hydra, dieser so kunstsinnigen Insel - unweit von Athen. - (Autofrei!) An einem Tisch im Schatten der Mauer einer Taverne, saßen wir Wein trinkend beisammen, der Mikis Theodorakis und ich - der filoß Didier. "Da wir ja beide nun schon einige Jahrzehnte im hin und wieder eines zwielichtigen Gefunkel dieser manchmal gewöhnungsbedürftigen Welt zugegen sind", merkte ich´s hochtrabend an ... "Nitzsche, so wortgewaltig präsent?" horchte Mikis nun auf. Um dann schmunzelnd hinzuzufügen; "Wenn ja, dann redet der nun aber nur noch sehr weltflüchtig und dazu auch mutterseelenallein im Finstern - so oder so jetzt unter der Erde". - "Wohl wahr. Der Hipokrates hat es dereinst ja so manifestiert: Ars longa, vita brevis - die Kunst ist lang, das Leben kurz", das gab ich zu bedenken. - "Also demnach: Carpe diem - nütze den Tag, wie das ja schon Horaz ermahnend zu spüren gegeben hat", pflichtete Mikis bei. - "Ach ja", stimmte ich lebensbejahend zu. "Und das wohl auch in Anbetracht dessen: Der Herr von Goethe hat´s einmal sehr poetisch zum Ausdruck gebracht: Wie von unsichtbaren Geistern gepeitscht, gehen die Sonnenpferde der Zeit mit unseres Schicksals leichtem Wagen durch, und uns bleibt nichts, als mutig und gefaßt die Zügel festzuhalten. Wohin es nun geht, wer kann das wissen?" - "Ich schon, Didier, denn ich mache jetzt auf dieser traumhaften Insel noch weinselig einen peripato (Spaziergang). "Ach Mikis, da kommt mir jetzt ein altes griechisches Sprichwort in den Sinn: Griechen schweben, bleiben aber mit den Füssen auf der Erde". - Ach ja, diese gewichtige Wortprägung Sophrosyne: Auf einer Ebene des "disziplinierten" Geistes, nebst der Eigenschaft, nun wieder einmal der inneren Gesetzmäßigkeit seines ICH´s zu begegnen, hockten wir damals wortreich beieinander, auf Hydra, dieser griechischen Insel. (Unser Sprachgebrauch: fr./ gr./ dt./ lat./). - *

Dienstag, 28. Juli 2020

Der Johann Wolfgang von Goethe, dereinst so leidenschaftlich lustbetont zugegen - ?

Nun ja, so ist es wohl doch einmal recht bedeutsam zutage getreten:
Einige der Goethe-Verehrer werden nun vermutlich empört in eine Aufruhr geraten, da hier der zuweilen recht lustvolle "Impetus" des Dichterfürsten jetzt einmal "klatschlüstern" in einen näheren Augenschein geraten sein könnte.  -
Denn es begab sich dereinst, daß der 21-jährige Jurastudent Johann W. Goethe (das adelnde von gereichte erst später zur Ehre!) in seiner "Straßburger Zeit" in Sesenheim, der Stadt im französischen Bas Rhins, eines gefühlsreichen Tages der damals 18-jährigen Pastorentochter Friederike Brion lustvoll und hartnäckig nachstellend Avancen machte ...
Dem Vernehmen nach jedoch ohne den erwünschten Erfolg zu erzielen. - 
Zurückblickend noch immer sinnlich bezaubert, verweilte er an einem noch sommerlichen Herbstabend, im Garten eines Darmstädter Weinhauses mit seinem Freund, dem Schriftsteller Johann Heinrich Merck angeregt plaudernd beisammen.
(Einzelne Züge des von Goethe getexteten Mephisto erinnerten derzeit auffallend an seinen am 27.6.1791 durch Selbstmord zu Tode gekommenen Geistes- und Wahlverwandten, den J. H. Merck). -
Trinkfreudig saß man da einst vereint, in einer wohl sprachgewaltig geprägten Redseligkeit; in welcher dann angeblich der folgende Dialog tiefgreifend vom Stapel gelassen worden ist:
"Nein-nein, ich kann das nicht verwinden! Ein jeder Trost ist niederträchtig. - Und nur Verzweiflung wird wohl hier zu Pflicht!" winkte der Johann Wolfgang aufgewühlt ab, als Freund Merck aufmerksam lauschte - und wohl auch mitfühlend Anteilnahme zum Ausdruck zu geben gewillt war. -
Goethe von neuem:
"Ach ja, da träumte ich vor kurzem noch von buhlerischen Stunden ungemischter Lust. - 
Hatte faunisch trunken hernach wohl allzuoft ihr zauberhaftes Bild empfunden, figürlich nahezu an meine Brust gegeben!" fügte er trübsinnig aufblickend hinzu.
"O weh, mein Guter! - Mir scheint, daß nur die Lüsternheit sich hier sehr sinnenfreudig offenbart!" gab daraufhin der vertraute Weggenosse Merck stillvergnügt zu spüren.
"Das unbestreitbar - ja", pflichtete Goethe ihm sofort bei.
"In lustbetonten Zauberhüllen, gilt's wonnig Leidenschaft zu stillen. 
Und solchermaßen ungemein bemüht, gedeihet sie erwartungsvoll, 
diese göttliche Freilassung eines rauschhaft belebten Fleisches, 
sich unverzüglich entfaltend zu einer wahren Himmelfahrt innigst empfundener Sinnenlust!"
"Hm? - Das alles tönt nun doch ein wenig animalisch - so triebhaft angeschwollen", gab daraufhin krittelig der Johann Heinrich Merck anmahnend zu bedenken.
Nachsichtig schmunzelnd, soll daraufhin der Johann Wolfgang zunächst etwas zurückhaltend reagiert haben ...
Um bald darauf gefühlswarm und wohl auch bedeutungsvoll den folgenden Schlußakkord in diesem Diskurs zum Ausdruck zu geben:
"Wohl wahr, 
wie schmeichelt's mir unendlich, wenn jemand meine Triebkraft preist! - 
Sie ist für mich so selbstverständlich, wie gleichfalls souveräner Geist." 
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"Naturalia non sunt turpia - alles Natürliche ist keine Schande", so hätte der griechische Dichter Euripides schon zu seiner Zeit all diese Genierlichkeiten wohl lächelnd "entkrampft".
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Postskriptum: Die einstmals so leidenschaftlich umworbene Friederike Brion, sie blieb Zeit ihres Lebens unverheiratet. - Späterhin heimisch geworden im Badischen, ist die am 3. April 1813 Verstorbene dort auch zu Grabe getragen worden. - "Ein Strahl der Dichtersonne fiel auf sie, so reich, daß er Unsterblichkeit ihr lieh." so kann man's - eingemeißelt in ihren Grabstein auf dem Friedhof der Ortschaft Meißenheim bei Lahr - jederzeit so verdeutlichend in einen Augenschein nehmen. -
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Sonntag, 26. Juli 2020

Wenn SIE zukünftig erwartungsvoll auf Reisen zu gehen beabsichtigen ...

Ja, derzeit ist´s noch problematisch: Diese weltweit garstige Corona-Krise!
Falls Sie (hernach) dann vorhaben zu verreisen, dann möchte ich jetzt verheißungsvoll versuchen, Sie für GRIECHENLAND zu begeistern:
Beglückend und informativ hinein in den Bannkreis der einstigen Wiege des Abendlandes. -
Einmal abgesehen von der Begegnung mit dem griechischen Festland, gibt es dort etwa 1400 Inseln, von denen 166 dieser Eilande nun schon seit Urzeiten "bevölkert" sind. -
Der griechische Schriftsteller Nikos Kazantzakis ("Alexis Sorbas" u.a.) hat's hinsichtlich dessen einmal so formuliert:
"Welch andere Freude auf Erden kann besser im Einklang mit dem Körper und der Seele stehen, als Griechenland zu bereisen". -
Der Zauber der griechischen Landschaften ...
Und Friedrich Hölderlin, der deutsche Dichter, er gab seine diesbezügliche Gemütsstimmung seinerzeit einmal doch sehr inbrünstig zum Ausdruck: "Ich liebe dieses Griechenland überall. Es trägt die Farbe meines Herzens!"
Ach ja ...
Herzlich willkommen - kalóß órißeß/orißate!
Und mit einem oftmals beseelenden - heimatlichen Empfindungsvermögen, da sei's mir hier nun erlaubt, so mancherlei über dieses beglückende Elysium zu erzählen:
Allerdings nicht ohne - auch darüber hinaus - hier eine kritisierende Stellungnahme zur derzeit oftmals überschatteten "Jetztzeit" ein wenig verdeutlichen zu müssen. -
"Das sei nun wohl diesbezüglich (leider) vonnöten - zudem auch eingedenk unserer humanitären Bürgerbewegung "Spitha" (der Funke)!" So hat mir der Mikis Theodorakis, in Anbetracht dessen, derzeit wohlmeinend ein wenig "Vorhaltungen gemacht".
Trotz allem: Kaló taxidhi! (Gute Reise!) - hernach ...
Falls Sie des weiteren neugierig werdend dabei bleiben wollen:
Wenn ja, dann "klicken" Sie bitte rechtsseitig im Bereich der "Stichworte" GRIECHENLAND an.
Noch etwas sei hier fast konkretisiert:
Denn der Herr von Goethe hat's einstmals schwärmerisch mit diesen Worten bekundet: "Unter allen Völkern haben die Griechen den Traum des Lebens am schönsten geträumt!"
"Ja, das einzige Paradies in Europa" so benannte es einst ein weltbekannter Schriftsteller. "Dort füllt sich mein Herz wieder zunehmend mit Licht - und öffnet sich hernach dann oftmals wie eine Blume".
Wie kann man´s noch inbrünstiger zum Ausdruck geben ...
Und appetitanregend sei da noch hinzugefügt:
In Griechenland gibt es viele vorzügliche Weine - "Jassas". -
Und die griechische "Kochkunst" offenbart sich in all der Zubereitung köstlicher Speisen doch oftmals als eine der besten auf diesem Erdenrund. - Nun ja, dort, wo man sie noch "derart" erleben darf. - Wohl nicht in der "dem Tourismus zur Liebe" als ausreichend "vereinfachten" Darbietung all dessen. -
Nein (óchi), nichts spricht dagegen ... Jedoch: Wenn Sie als Griechenland-Reisende "wirklichkeitsnah" zu speisen gedenken, dann ist's durchaus empfehlenswert, wie griechisch auch gang und gäbe, in der Küche mit dem Koch darüber erwartungsgemäß diesbezüglich zu "verhandeln"...
Denn auch dort ist man zumeist "sprachgewandt" zugegen. -
kali órexi! meint: Guten Appetit! -
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Da sei nun - als durchaus erwägenswert - für Sie noch unaufdringlich hinzugefügt:
Ulrike und ich, wir haben bisher, so innerhalb von 30 Jahren viele dieser griechischen Inseln bereist. - Allerdings stets eigensinnig in einem Abseits all der touristisch organisierten Infrastrukturen. -
Wie das? Problemlos: Ein sogenannter "Nur-Flug" nach Griechenland (auch Insel direkt), dort ein Auto mieten und ein annehmbares Quartier suchen ...
Sehr empfehlenswert! . -
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Donnerstag, 23. Juli 2020

Ach ja - Robert und Jacques ...

Es ist mir noch immer gegenwärtig: Euer Hinweis einstmals "von OBEN" ...
Da hatten mir damals zwei verstorbene Freunde* "zugerufen", ich solle mich nicht allzuviel mit den politischen Begebenheiten befassen, denn DA würde sich wohl auch in Zukunft nichts "zum Guten" entfalten ... -
Ja, und eingedenk dessen, werde ich jetzt - nachfolgend - von einem theatralischen Ereignis berichten - miterlebt in BERLIN ...
* R. Gernhardt und J. Brel -

Shakespeares Theaterstück "HAMLET", so kunstgerecht "eigenwillig" in Szene gesetzt ...

Es war ein beeindruckender Nachmittag in Berlin: Denn dort wurde ich - ahnungslos dessen - zum Augen- und Ohren-Zeuge einer amüsanten, so originell in Szene gestalteten Begebenheit, bevor noch die ursprüngliche abendliche Aufführung hernach dann all das wohlgeformte "Drum und Dran" zu einem konkret theatralischen Ausdruck gestalten sollte. -
Yes - doch das sei vorab auch erwähnt:
"Shakespeare läßt ja alles mit sich machen. Er kann sich nicht wehren", so hat's Tobias Döring, der Präsident der Deutschen Shakespeare-Gesellschaft kritisierend zum Ausdruck gebracht.
Tja, und auf diesen stets so leichtfüßig begehbaren Trampelpfaden des "hinnehmen müssen" und "heimgesucht werden", da sei auch die folgende Begebenheit als geistvoll erheiternd nachzuempfinden:
Als im Theater Am Halleschen Ufer der Hamlet einstudiert wurde, durfte ich damals ergötzlich miterleben, wie man sprachlich dort all das einmal recht übermütig und schalkhaft gelungen so eigenwillig in Szene zu setzten vermag. - Das bleibt für mich "unvergessen" - denn:
Zwei Schauspieler agierten dort seelenvergnügt blödelnd auf der Bühne herum; der eine als Dänenprinz Hamlet und der andere als dessen Freund Horatio. - Was dabei so übermütig zum Ausdruck geraten ist, das möchte ich hier noch einmal rückblickend anschaulich machen:
"Oh, seid gegrüßt, mein Prinz! - Ihr schaut recht trübe drein. - Was ist Euch heuer denn so unerfreulich widerfahren?"
"Arglistiges, Horatio! - Die Luft zieht schneidend scharf durch unsere Berliner Gassen. Und gleichfalls ist's, wie es mir scheint, outdors now empfindlich kalt geworden."
"By God, ist's schikanierend das allein, was Euch nun hier so sauertöpfisch aufmarschieren läßt, mein werter Prinz?"
"Nicht nur, Horatio! Wie ekel schal und unersprießlich, scheint mir das ganze Treiben dieser depravierten Welt! Gleich einem arg verwahrlost' Garten; in welchem binnen kurzem üppig wuchernd Unkraut wird wohl zügellos gen Himmel treiben ... Fuck of, drum laß er mich nicht länger diesbezüglich spintisieren!"
"Fürwahr, mein Prinz! - Denkbar ist's, daß Ihr da halbwegs richtigliegen könntet. - Was mich jedoch in hohem Maß befremdet, das prunkt so unvereinbar deplaciert an Eurem Arm!"
"Aha! - Was gilt es da nun uneinsichtig stur an mir zu tadeln? - So leg er ohne Zwang jetzt unverzüglich  los, gleich frank und frei heraus damit!"
"Ach, letztendlich eigentlich wohl nur das eine: So solltet Ihr jetzt schlechterdings nicht angestiefelt kommen, da solch ein Kaschmirkinder-Machwerk ja zu Williams Zeiten nie gesehen ward. Drum legt nun erst einmal die prahlerische Rolex ab. - Denn das, was prunkgesüchtig Ihr so eitel da zur Schau stellt, ist zeitbezogen hier gewiß als übermütig zu gewahren, gnädger Herr!"
"Halt ein, Horatio! Und laß Dir unumstößlich sagen: Zweifel an der Sonne Klarheit, zweifel an der Sterne Licht. Zweifel häufig an der Wahrheit, jedoch an meiner Rolex nicht! - Drum sei's nun stracks als unabänderlich, auch hier in diesem Rampenlicht besiegelt."
"Sorry, but I dont like this bracelet-watch ... Erfüllt der Geltungsdrang Euch gänzlich? - Mein Prinz, das ängstigt mich!"
"Oha, da blickt er folglich unverzüglich finster ins Spektakel! - Wohlan, dann nehme er nun possenhaft zur Kenntnis: Dies Kleinod ist mir lieb und teuer - und sein Genörgel stößt bei mir auf taube Ohren - my dear Horatio!"
"Okay, mein Fürst, let me conclude: Mit oder ohne? Das ist de facto zu erfragen. - Ob edler die Gestalt, wenn nackt der Arm sich zeiget, ohne diesen wohl als neureich zu gewahrenden Zeitbestimmer? - Nur scheint's, daß dies für Euch so ganz und gar undenkbar? - Yes, I don't like this, so wird's wohl baldigst unvereinbar prompt zu einer Last, mein edler Prinz."
"Fürwahr? - Dann schenk er mir nun flugs Gehör: Die güldene Uhr, sie war dereinst des Yoricks treuer Stundenweiser; jahraus, jahrein, als vormals er ein Günstling war bei Hofe! - And now sei außerdem hier noch per Ratio beschworen: Es gibt gar wohl mehr Ding' im Himmel und auf Erden, als all die wunderliche Schulweisheit sich's so uneinsichtig selbstbesessen oftmals gern erträumt - my stupid friend Horatio! -
- - -
(Ach ja, für all die "Nichtkundigen": Eine ROLEX ist eine kostspielige Armbanduhr.
Man besitzt sie vermutlich nicht nur, um die derzeitige Uhrzeit in Augenschein zu nehmen.) -
Post skriptum: Ich "träumte" einmal, mit Harald Martenstein, von einer wirklich beeindruckenden Armbanduhr, aus der zur vollen Stunde nun ein kunstvoll geschnitzter Kuckuck heraushüpft - und stets eine aufmunternde Melodie tremoliert. -
Vergeblich ...
-
Jedoch:
Einstmals, in Berlin, im Theater Am Halleschen Ufer. -
Als Autor sei's mit erlaubt noch hinzuzufügen: Es ist immer wieder erfreulich, wie wohl auch vielversprechend: " in sich das zarte Wirken der Sprache zu vernehmen". So hat es der Philosoph und Schriftsteller NOVALIS zutreffend einmal zum Ausdruck gegeben. - Wohl wahr!
-
***

Mittwoch, 22. Juli 2020

Sie werden´s wohl bleiben - als Maulhelden und tagtäglich nur Wichtigtuer ...

Unsere Damen und Herren "Politiker" ...
Die wohl derzeit so diesbezüglich ja oftmals als recht fragwürdige Staatsrepräsentanten und Regierungsstrategen machtvoll zugegen sind!
Und das zumeist vermutlich als Interessenvertreter von Banken und auch der Grossindustrie in ihrer derzeitigen "Anwesenheit gefällig sein müssen", ist dort inoffiziell eine Art Vorbedingung. -
Infolgedessen sei hier - mit einem zunutze gemachten Sprachgefühl des Wolfgang von Goethe - nun doch einmal eine kritisierende Stellungnahme deutlich zum Ausdruck gegeben:
-
Das Schwadronieren der politischen Gestalten, 
derart es sich tagtäglich via Fernsehsender zeigt.
Schon regt's mich an euch von mir fern zuhalten,
da ich längst ahne was ihr wieder 'mal vergeigt.
Ihr drängt euch auf! Wohlan, so mögt ihr walten!
Doch dergestalt, daß nicht nur heiße Luft aufsteigt.
Zumeist bin ich von diesem Treiben tief erschüttert,
von Stümperei, die euer Sein gehäuft umwittert.
-
Ihr suggeriert da gern die Bilder froher Tage,
mir steigen sofort böse Schatten dabei auf.
Auch eingedenk der allzuviel erlebten Plage,
zieht Grabesdunkel leider unverweilt herauf.
Die Qual wird neu, gebiert die alte Klage,
daß Politik oft geist- und phantasielos im Verlauf.
Da dient enthemmt und karrieristisch selbstvergessen,
die "Staatskunst" erst einmal den eigenen Interessen.
-
Und mich ergreift ein längst entwöhntes Sehnen
nach ohne Falsch politisch waltenden Gestalten ...
Schwärmerei, solch einen Anspruch zu erwähnen,
denn letztlich bleibt es wie gehabt: beim alten.
Zwecklos auch, sich protestierend aufzulehnen,
aussichtslos, sich dementsprechend zu verhalten.
Man wird, wie in den kaum verschmerzten Zeiten,
uns weiterhin wohl unzumutbar schlecht geleiten.
-
Fast immer belanglos salbadernd in den zügig verwehenden Sphären rhetorischer Kumuluswolken ...
Und um eine deutlicher werdende "Erweiterung all dessen" gewahren zu können, da sei nun auf Georg Schramm und Volker Pispers hingewiesen!
-
"Die Arbeit all dieser politisch-pathologischen Volksverführer ist fast uneingeschränkt, Rauch zu machen und eilfertig darin Gespenster und Schreckgestalten zu zeigen, damit man sich an ihre Heilande halten soll, von denen immer einer schlechter ist als der andere", so anmahnend hat schon der Johann Gottfried Seume anno dazumal darauf aufmerksam gemacht.
-
Und etwas volksmundiger verbalisiert, sei diesbezüglich hier noch so klarsichtig hinzugefügt:
"Ja-ja, viel Geld einsacken, alle nur möglichen Vergünstigungen so selbstverliebt in Anspruch nehmen - und dann so volks-verdummend
all diesen Blödsinn zu quasseln!" derart zutreffend hörte ich schon einstmals meine 93-jährige Oma abwertend murmeln, als sie zuvor im Fernsehen ein politisches Drumherum-Reden betrachtet hatte ...
Meine stets vorausschauende Oma Ida, die leider nicht mehr "zugegen" ist. -
-
*

Dienstag, 21. Juli 2020

Beweggründe für eine nun stets zunehmende Politikverdrossenheit:

Ja, nachweislich wohl auch hinsichtlich dessen:
"Herrschen ist Unsinn.
Regieren ist Weisheit.
Man herrscht also, weil man nicht regieren kann!" 
so hat's der Johann Gottfried Seume zutreffend in Worte gefaßt.
-
Und folglich war man damals zumeist noch recht erfreut,
als im Internet der Kabarettist Dieter Hildebrandt in seiner als
"Störsender-TV" benannten "an den Pranger stellenden" Aktivität
so auf- und wachrüttelnd derzeit zugegen gewesen ist ...
Wohl wahr, denn bedauerlicherweise
verstarb ER leider schon am 20. November 2013.
-
Diese zur Zeit so rundum nur als inaktiv agierenden Regierungsvertreter:
Da zeigt sich in der Bundesrepublik doch zunehmend eine Art von Ernüchterung!
Und zudem auch das,
warum die Wahlbeteiligung jetzt daraufhin nun immer geringer wird:
Tja:
Wohl angesichts dessen:
Da hat man vollauf nun genug,
von Reden, die als Selbstbetrug
nur Schall und Rauch verbreiten.
Da wird die Phrasendrescherei,
im staatsgelenkten Einerlei
doch nur Verdruß bereiten.
Begreiflich, daß des Bürgers Frust -
bei Wahlen zeitigt oft den Verlust.
Hm?
"Die Schwerenöter, sie ändern sich nie!
Interessenvertreter der Großindustrie",
so hört man's im Hintergrund murmeln.
-
Diesbezüglich soll noch ein Nachsatz klarstellend hinzugefügt werden:
Politikverdrossenheit ist es nicht, die hier hin und wieder schon zum Ausdruck gerät.
Nein, bekunden wir's zutreffender als "Politikerverdrossenheit",
wie es der Volker Pispers so angemessen zur Sprache gebracht hat.
Verdeutlicht wird dieser zunehmender Grimm durch eine oftmals zutage tretende unsympathische Melange aus der politischen Heuchelei, der Feigheit, dem Geltungsbedürfnis und dieser professionellen Unzulänglichkeit der Damen und Herren, durchtränkt von der anhaltenden Sorge abdanken zu müssen - und somit den Abmarsch in eine unerträgliche Bedeutungslosigkeit zu gewahren.
-
Bald kennt man die Weise und kennt auch den Text.
Man kennt ohnehin die Verfasser ...
Man weiß, sie trinken stets heimlich den Wein,
jedoch predigen öffentlich Wasser.
Wiederbelebt sind hier die einstmals von Heinrich Heine fabulierten Zeilen
"Deutschland. Ein Wintermärchen".
-
Ein gewisser Wolfgang Neskovic hat´s einmal (zutreffend) sehr deutlich zum Ausdruck gegeben:
"Ein wesentliches Element der Politik ist die Täuschung. Das (haltlose) Streben nach Macht wird stets mit dem verführerischen Begriff der Verantwortung ummantelt."
-
Und nachfolgend sei das noch dementsprechend zur Kenntnis gegeben:
-
*


Donnerstag, 16. Juli 2020

Wie man hemmungslos hunderte Millionen Euro in einem "Saus und Braus" verschwenden kann:

Als "so wichtig tun" im dereinst als "GIPFEL" benannten Politik-Spektakel.
Das letztendlich als ein "Höhepunkt" in einer hochgradigen Maßlosigkeit seinen Abgesang hatte!
Auf diesem Schloss Elmau - kostspielig ausufernd im Juni 2015 derartig in Bewegung gesetzt:
Absolut unproblematisch ...
"Denn das sei doch ein unvermeidlicher Aufwand", so hat's die Frau Merkel derzeit befürwortend bekundet.
Ach ja? - Als "so unvermeidlich"?
Immerhin wurden da 360 Millionen EURO verjuxt und verjubelt, um für einige überbezahlte Regierungs-Pappnasen und Staats-Wichtigtuer ein Forum in einer luxuriösen Verstiegenheit zu schaffen, für ein dort mehr als belanglos inszeniertes Blabla - und ein zumeist inhaltloses, rundum überflüssiges Palaver.
"Ja, dafür ist stets Geld im Überfluss da - während all den Kommunen derzeit der diesbezügliche "Arsch auf dem Abgrund"!" zugegen ist!" So wurde oftmals die Entrüstung darüber (zutreffend) zum Ausdruck gebracht.
Und "zudem" - damals - Italien betreffend:
"Se non vado in politica, mi mandano in galera e mi fanno fallire" - Wenn ich nicht in die Politik gehe, bringen sie mich ins Gefängnis und treiben mich in den Bankrott, so das taktierende Statement des inzwischen fröhliche Urständ feiernden (einstigen Staubsaugervertreters) Silvio Berlusconi. -
"Er wolle Italien erneut zur Blüte bringen, somit sei's an der Zeit, ihn zukünftig durchaus angebracht mit "Eure Heiligkeit" anzusprechen", ließ er's in Rom gefallsüchtig verlauten ...
Am 24. Juli 2015 - porco miseria!
Nein, denn bald darauf wurde der "Mon signore" vom russischen Präsidenten Putin als ein durchaus geeigneter Wirtschaftsminister benannt!
Des weiteren:
Da sind nun urplötzlich deutlich "Arznei-Spuren" vielfach im Trinkwasser gefunden worden!
Auch das noch ...
Tja, da befürchten vermutlich weltweit Apotheker infolgedessen schon gewaltige Umsatzverluste!
Und - so als unerfreulich sei das noch erwähnt:
Denn vielleicht haben Sie das ja noch gar nicht mitbekommen:
Der Berg kreißte und gebar eine neue Möglichkeit für eine Goldgrube der geldgierigen Abzocke:
Die Trinkwasserversorgung soll demnächst privatisiert werden!
"Auri sacra fames!"
("Abscheulicher Hunger nach Gold!" benannte so etwas einstmals zutreffend Vergil.)
-
Wohl wahr:
"Man darf die meisten Dinge nur sagen, wie sie sind, um eine treffliche Satire zu machen!" so hat's der Johann Gottfried Seume dereinst offenbart.
-
*

Dienstag, 14. Juli 2020

So weinselig und wonnetrunken ergriffen:

Nun ja, wohl hinsichtlich dessen ...
"Bonum vinum laetificat cor hominis" - meint:
"Guter Wein erfreut des Menschen Herz", das hat schon vorzeiten, so durchaus verheißungsvoll, der Herr von Goethe recht zutreffend zu spüren gegeben. -
Vorab sei's geschichtlich begründet:
Immerhin, schon 3500 Jahre vor Christie war sie bereits den alten Ägyptern bekannt, die Weinrebe ...
Und wurde, nachdem sie der mit nackten Füßen zermanschenden Aktivität einiger Kelterknechte zur Trennung des Saftes von Hülsen und Kernen ausgeliefert worden war, inklusive all der sonstigen Produktionsprozesse, als ein jetzt mundgerecht geschaffenes Erzeugnis nicht selten mit der Würdigung  "Göttertrank" oftmals unglaublich schwatzhaft umschmeichelt.
Das nun auch heutzutage. Als da, 'mal beispielsweise, zu lesen sein kann:
Pure Frucht, die sich im Abgang (ist in diesem Fall als "abwärts gleitend" zu verstehen.) zunehmend blumiger verdichtet und ausbalanciert all die Sinne verzaubert. - (alle?)
Da erzeugt eine sich nun mit monumentaler Kraft entfaltende, samtweiche Opulenz (meint: "Volumen", auch "Üppigkeit", wohl nicht lümmelhaft "Korpulenz" oder "Leibesfülle".) dann im Gaumen einen spannungsgeladenen, köstlichen Akkord von Harmonie und Raffinesse (Nun, das könnte ja auch als "Strategie" oder als "Taktik" verstanden werden.) - Und eine dermaßen deliziös und erlesen erschaffene Pikanterie ("Anzüglichkeit"?), sie offenbart dann in einer vollmundig ausgereiften Vollendung verlockend den Hochgenuß herausragender Weine.
Ein einleitend noch herb-würzig wahrzunehmender Anflug von Verschlossenheit (= vermutlich die Prüderie des Weines!), vollendet sich prickelnd baldigst zu einem nur noch als göttlich zu preisenden Gaumen-Verführungszauber!
Ambrosia (ist ja ursprünglich als Terminus für "Götterspeise" oder gegebenenfalls auch für das "Salböl der Unsterblichen" geprägt worden.) kriecht (!) süffig berauschend, exquisit aromatisch in jede Falte des Mundes. (Diesbezüglich ist da offenbar leider nur der innere Bereich des Mäulchens vom Glück begünstigt? Oder läßt sich darüber hinaus auch die im Alter äußerlich etwas schrumpliger werdende Hautbeschaffenheit gleichfalls ein wenig manipulieren?) -
Wie auch immer: Nach einer langdauernden Reife späterhin genial ausbalanciert, entfaltet sich im Gaumen himmlisch erhebend (!) eine superbe Fülle von Tiefe und Frische. -
Da sei ein ergriffenes "AMEN" hinzugefügt ...
Ach ja, uns allen, die wir nun dermaßen mundwässernd in Kenntnis gesetzt worden sind, ist zweifellos fest umrissen zu Bewußtsein gekommen, was da unglaublich schwelgerisch zu einem unvergeßlichen Gaumenerlebnis ins bisher eventuell ja leicht abgeschmackt vonstatten gegangene Erdendasein gerufen werden kann.
Voilà! - 
Einem dermaßen als Beglückung beweihräucherten Produkt, dem kann man wohl irgendwann nicht mehr mit Abneigung begegnen. - Dessen wurde ich mir, aufschlußreich auf den Geschmack kommend wohl auch bewußt, als ich dereinst, noch jung an Jahren, für Wochen und Monate in Frankreich heimisch sein durfte. -
Hernach: 
Oui - und von all den dort tagtäglich sich stets so anheischig machenden Trunkenheitsstimmung-Ermunterungen durchaus beeinflusst, bekam ich alsbald auch die (In Deutschland, nicht in Frankreich und auch nicht in Griechenland!) des öfteren wohlmeinend ausgesprochenen Ermahnungen zu hören: "Willst du den Rest deiner Erdentage nur noch trunken torkelnd umherstolpern? Anstatt aufrecht schreitend ..."
"Wohl oftmals offenbart sich Zwang, im aufrecht dargebotenen Gang", summte ich anfangs gern halblaut, etwas gereizt dagegen halten wollend. - 
Das war `mal dereinst, jedoch nicht von Dauer ...
Denn:
"Wo aber der Wein fehlt, da fehlt auch der Reiz des Lebens", bekundete einst schon der griechische Dichter Euripides solch ein Dasein von oftmals hervorbrechender Freudlosigkeit. -
Und in einer Erweiterung "dessen", da könnte man traumhaft abgehoben in Griechenland stets noch hinzufügen: "Psyches iatron" - Heiltrank der Seele. -
Euripides war ein griechischer Dramatiker und Tragödiendichter.
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Freitag, 10. Juli 2020

Apropos FERNSEHEN: Da wird diese Sendung das "Dschungelcamp" demnächst, (vermutlich Quoten-bedingt), personenbezogen angeblich wohl so ganz und gar neu in Erscheinung treten:

Das hatten wir aufhorchen lassend dann in Erfahrung gebracht, als uns auf dem Gelände vieler TV-Produktionen in Köln damals der bekannte TV-Entertainer Harald S. begegnet war ...
Ja, und im Verlauf dieses aufschlußreichen Gesprächs, da wurde uns schmunzelnd mitgeteilt, daß der Fernsehsender RTL zukünfig bei dieser Doku-Soap: "Ich bin ein Star - holt mich hier raus!"** nun doch so einiges neu gestalten werde. 
"Hm? Warum - und wie das denn?" versuchten wir´s zu ergründen.
"Achdiese sich dort bisher so schwachköpfig offenbarende Mischung aus dem zum Gespött gemacht werden, einer Art Selbstdemontage, immerhin einhergehend mit nicht alltäglichen Gaumenfreuden! - Nun sei man inzwischen aber zu der Erkenntnis gekommen, daß namhaftere, wie wohl gern auch berüchtigte Persönlichkeiten dem Schauplatz ein ganz neuartiges Gepräge gewahr werden lassen." gab er abfällig grinsend zu verstehen. -
"Man wolle keinen dieser dummstolzen Großtuer mehr in der Glotze zu Gesicht bekommen! Dieser geistesarme Möchtegern ist da anscheinend nicht mehr gefragt - und als zu "unvollkommen" ins Abseits geraten." wurde betont. "Wahrhaftige Kultfiguren in Fleisch und Blut seien jetzt zwingend gesucht", ließ er uns wissen.
"Das wirft ja immerhin düstere Schatten voraus!" horchten wir auf.
"Wohlweislich!" nickte der Harald uns zu.
"Hm? - Da wäre doch auch dieser Italiener Berlusconi nicht unpassend", gaben wir zu bedenken.
"Ja, der ist schon gefragt worden", wurde bestätigt. "Kann aber nicht dabei sein, weil er baldigst wieder als Ministerpräsident die geliebte Heimat zu neuer Blüte gestalten will.
"Vielleicht dieser weltweit oftmals doch so verwirrend selbstgefällig in Erscheinung tretende Donald Trump?" forschten wir schmunzelnd nach.
"Wohl wahr, ein durchaus vielversprechender Kandidat!" wurde bestätigt. "Nur muß man da noch so lange abwarten, bis der in Amerika endgültig zu Fall gekommen sein wird.
"Ach ja, da agiert doch zur Zeit dieser Despot Kim Jong Un in Nordkorea? Und der ist dort bestimmt als ein non plus ultra zu gewärtigen!" versuchten wir uns sogleich hilfreich einzubringen. -
"Einen dieser deutschen Politiker hatten die neulich dort schon", betonte der Harald. "Aber die Welt sei doch nach wie vor voller abartiger, pittoresk und ausdrucksvoll leicht bewußtseinsgestört oftmals so abartig zur Schau sich stellen wollender Persönlichkeiten!" ließ er's schlußendlich dann noch spottlüstern verlauten, der bekannte Talkmaster Harald S., als wir uns kopfschüttelnd, jedoch auch so kenntnisreich aufhorchen lassend von ihm verabschiedet hatten. -
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Ein diesbezüglicher Hinweis sei noch erwähnt:
Der Journalist Wolfgang Herles, er hat auch das in seinem Buch "Die Gefallsüchtigen" einmal umfassend sehr deutlich zum Ausdruck gegeben. -
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** Ach nein! Diese Sendung "Dschungel-Camp": Sich stets offenbarend mit einem abscheulichen Impuls zutiefst hinab in eine via TV. so drastisch erschreckend gezeigtes Kloaken-Mileu ...
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Donnerstag, 9. Juli 2020

Der Hund und sein "Herrchen" - ein wohl zutiefst gefühlsbetontes "Miteinander" ...

Seit anno 7000 vor Christi ist er nun schon das älteste Haustier des Menschen: Der Haushund - oder: Canis familiaris, wie ihn die Lateiner dereinst schon liebevoll kumpelhaft benannt haben.
Und möglicherweise ist die in der nachfolgenden, beinahe unglaublichen Geschichte zutage tretende Mißstimmung demnächst "ein gefundenes Fressen" für all die komplexen Betrachtungen in den unendlichen Reichweiten der Kynologie, dieser aufschlußreich deutlich machenden Wissenschaft von den zumeist so warmherzig umsorgten Haushunden. -
Trotz allem gab es dereinst eine problematische Situation ...
Denn:
Da hatte er, seit knapp zwei Wochen,
mit seinem Hund kein Wort gesprochen.
Trotz vieler Tränen und auch betteln,
verständigt wurde sich mit Zetteln.
Er schrieb dem Hund auf einem Blatt: 
Ich hab' das alles hier so satt!
Auf einem anderen stand geschrieben:
Wie konnte ich dich jemals lieben?
Am Mittwochmorgen dann der Bogen: 
Du hast mich pausenlos belogen!
So ging das weiter, viele Tage -
bis daß der Hund dann diese Frage:
Kannst Du mir aus zwei Rinderknochen,
eine starke Brühe kochen?
beherzt auf einen Zettel fetzte.
Was Herrchen wiederum verletzte. -
Er sei als Mensch ein Erbsenzähler,
so selbstverliebt und ohne Fehler.
Das war noch deutlich unterstrichen -
dann ist er still davongeschlichen ...
Der derzeit verstimmte "Canis familiaris".
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Tja, und vorstellbar ist's ja doch, daß da nun irgend jemand fast schon bemitleidenswert schwermütig dasitzt, weil er urplötzlich in eine ähnlich schwerwiegende Situation hineingeraten ist. -
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Mittwoch, 8. Juli 2020

Es war - und ist nun hernach noch - doch eine zunehmende "Windhosen"- Beunruhigung - !!

Vorab als ein Geschehen in Amerika, in Washington-D.C.:
Eine sehr eindringlich gesendete Hurrikan-Warnung war da via TV zuvor als Warnruf übermittelt worden ..,.
Und der oftmals als doch recht fragwürdig in Erscheinung tretende amerikanische Präsident Trump, er zeigte sich hernach sicht- und hörbar wenig erfreut, als im Fernsehen daraufhin der einstmals nicht nur in Frankreich so namhaft gewordene Modezar "Charles Storefield", sich dann schon kurz darauf diesbezüglich - ein wenig unpassend - mit dem Hinweis: "Mon dieu! Nun bedenken Sie aber bitte hinsichtlich dessen unbedingt, dass diese Art "Windhose" jedoch keinesfalls als ein sturmerprobtes Beinkleid zu gewahren sein sollte", tele-visioner dann schmunzelnd zu Wort gemeldet hatte.  -
Nun denn:
Diese Wortprägung "Windhose" - jetzt einmal nachfolgend als eine etwas ironisierende Anspielung so ganz gezielt weckentfremdet:
Jedoch auch noch immer als recht unheilverkündend - so alles in allem dort gefallsüchtig in Aktion ...
Darum sei's hier doch einmal bedeutungsvoll zu spüren gegeben:
Es präsidiert da zur Zeit, sich oftmals selbstsüchtig aufplusternd, ein amerikanischer Politiker ***, der die unanzweifelbare globale Erwärmung lauthals hoffnungsvoll leugnet - und den Schutz der Natur, stets auf den eigenen Vorteil bedacht, nun rücksichtslos als ein "Affentheater" bezeichnet.
Denn das alles bewirkt ja zunehmend beunruhigend lästig - und fast schon zugrunde richtend all seinen Bereicherungs-Interessen so verunsichernd entgegen. -
Und da wird man als Präsident wohl durchaus beeinflussen dürfen!
Hochtrabend, sei da nun doch noch hinzugefügt:
Ave trump, lucrifacturi te salutant! 
Was gleichgestimmt meint:
Sei gegrüßt Trump, (alle) die sich bereichern wollen, grüßen dich!
-
*** In einem nun schlechterdings vergleichbaren Zusammenhang, da sprach der französische Journalist Octave Mirbeau dereinst einmal von einer "selbstgefälligen Unfähigkeit".
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*

Dienstag, 7. Juli 2020

Ja, ist es nur märchenhaft? - So denkbar unglaublich?

Nein, hier wohl doch sichtbar als zutreffend "fabelhaft":

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Und das nun so ausdrucksvoll leibhaftig.
Und zur Verdeutlichung dessen, da sei noch veranschaulicht:
Ich wohne seit sehr vielen Jahren
in einer ländlichen, treuherzig gestimmten Abgeschiedenheit.
Immerhin ist man dort hin und wieder -
doch nahezu fast überwältigend -
ein Zeitzeuge dessen, dass in der lateinischen Wortprägung
"fabula delectat":
Die Fabel will unterhalten -
und unterhaltsam zum Ausdruck bringen,
dass Tiere durchaus menschliche Eigenschaften besitzen -
und somit auch dementsprechend zu handeln verstehen."
Das haben ja schon namhaft gewordene Poeten
informativ und beachtenswert oftmals zu spüren gegeben.
Es wird da wohl doch "Wahres daran sein" ...
-
Aber wer von uns wird das letztendlich bezweifeln?
-
***


Samstag, 4. Juli 2020

Der "Onkel Alfred" - und dieser weltweit doch so bedeutsame "NOBELPREIS" ...

Ist immerhin:
Eine seit 1901 alljährlich so weltweit lobpreisende Auszeichnung.
Und hier sei nun doch einmal "entschleiernd" zur Sprache gebracht, was sich in Schweden dort hinsichtlich dessen dereinst (vermeintlich) so bedeutungsvoll zugetragen haben soll:
Ja, es ergab sich im Juni 2007; als ich auf einem Fährschiff, das uns von Frederikshavn nach Göteborg bringen sollte, rein zufällig mit einem bärtigen Mann älteren Jahrgangs in eine sich bald darauf aufschlußreich darbietende Plauderei hineingeraten war. - Per-Olof Eriksson, so nannte er sich, mein damals schon bald darauf so mitteilsam in Erscheinung tretender Gesprächspartner. -
Beeindruckt nahm ich im Laufe der Unterhaltung zur Kenntnis, daß er, "Per-Olof", als ein entfernt einzuordnender Verwandter der Familie Nobel zu gewärtigen sei. "Seine liebevoll gepflegte Zuneigung zur Spirituose Aquavit habe jedoch bewirkt, daß er den seriösen Überzeugungen dieser ehrenwerten Familie nicht mehr genügen konnte - und somit als "gesellschaftlich unmöglich" zu ächten sei. Der sich zeitlebens distinguiert in Szene setzende Familien-Clan hätte selbstherrlich als not amuset reagiert, wollte sogleich wohl auch die Spreu vom Weizen trennen - und man sei nun als "entfremdet" nicht mehr zur Kenntnis zu nehmen, so gab mir Per-Olof schmunzelnd seinen Rausschmiß aus der feinen Sippschaft zu verstehen. -
"In Lidingö sei er 1928 zur Welt gekommen. - Den Onkel Alfred habe er jedoch nicht mehr leibhaftig erlebt, da dieser bereits 1896 im italienischen Küstenort San Remo das Irdische mit dem "Abseits" habe eintauschen müssen! - Ob ich´s denn überhaupt wüßte, wer dieser "Onkel Alfred" einstmals so namhaft geworden gewesen sei?" forschte er stillvergnügt nach.
Hm? War damit etwa der Alfred Nobel, jener schwedische Ingenieur gemeint? bedachte ich's zweifelnd. Und hochtrabend hier von ihm so ungeniert in eine verwandtschaftliche Zugehörigkeit hineinprogammiert worden? Als sein Onkel Alfred! - Der am 21. Oktober 1833 in Stockholm geborene - und am 10. Dezember 1896 im damals zumeist vom Geldadel besuchten San Remo verstorbene Erfinder von einem per Zufall spleenig in Erscheinung tretenden Per-Olof selbstbesessen und schwelgerisch als Blutsverwandtschaft in Szene gesetzt? - Eine wohl doch als fragwürdig zu betrachtende Offenbarung ... -
Wenn's aber dennoch als zutreffend zu gewahren sein sollte, dann war es ja sein Onkel, der 1863, damals noch in Stockholm, das hernach oftmals welterschütternde Dynamit erfunden hatte, so zog ich's nun erst einmal aufgeschlossen in Betracht.  -
"Jou, Du wirst es vermutlich kaum glauben", meldete sich Per-Olof dann wieder zu Wort.
"Na-ja, ich hege da noch ein wenig Bedenken", gab ich verhalten zu spüren.
Was dann sogleich ein sichtbar übelnehmerisches Naserümpfen zur Folge hatte ...
"Sieh an: Er zweifelt! Ich lasse hier - nur weil Du mir anfangs als sympathisch erschienen bist -, so offenherzig meinen Gefühlen einen freien Lauf, öffne vertrauensselig die Familien-Schleusen mit all den modrigen Untiefen meiner Herkunft - und er hegt Bedenken! Zögert, ob er mir da nun Glauben schenken kann! Soll ich erst einmal eidesstattlich versichern ..."
"Nein-nein!" fiel ich ihm sogleich abwinkend ins Wort. "Verzeih mir, aber ich war wohl soeben recht unheilverkündend diesbezüglich wohl beinahe am Rande eines Abgrunds!"
"Aha! - Und was soll das so abgründig besagen?" fragte er aufhorchend nach.
"Nun, da gibt es doch weltweit einen sehr bedrohlichen Anknüpfungspunkt: Denn da hätten wir nun deinen Onkel, den Alfred Nobel - und mithin, stets unheilschwanger aufblitzend, diesen verheerenden Sprengstoff Dynamit ..."
"Hast Du's nun endlich herausgefunden? Hat sich für Dich jetzt alles zusammengereimt?" fuhr er mich spitzzüngig an. - "Vortrefflich! - Das schafft immerhin die Voraussetzung dafür, daß wir nun doch des weiteren auf den spannungsgeladenen Spuren meiner Sippschaft verbleiben können. - Also: Hättest Du es tatsächlich für möglich gehalten, daß die Erfindung des Dynamits einem sich eigenwillig zugetragenen Zufall zu verdanken ist?" betonte Per-Olof todernst den Auftakt seiner Enthüllungsgeschichte.
"Einem Zufall?" horchte ich doch erwartungsvoll auf.
"Allerdings! - Bezweifelst Du das?" knurrte er mich argwöhnend an.
"Nein-nein! Denn mancherlei ist ja wahrscheinlich doch nur rein zufällig entstanden", wandte ich denkbar ein. "Auch Du und ich, wir sind wohl der Gunst oder auch Ungunst der jeweiligen ..."
"He, Mann, Du nervst mich!" wurde ich unwirsch unterbrochen.
"Doch dieses dereinst zufällig erschaffene, hochexplosive Produkt, dessen geheimnisumwitterte Entstehung ich jetzt ausnahmsweise Dir hier entschleiern werde, hatte ja eines unguten Tages einen peinlichen Schlußakkord aufzuweisen!"
Erstaunt blickte ich auf. "Hm? Ausnahmsweise mir willst Du jetzt davon berichten, daß die Erfindung des Dynamits dereinst einer aleatorisch stattgefundenen Begebenheit zu verdanken ist?"
"Nun red' mal nicht so geschwollen daher, ja!" wurde ich angeblafft. "Mach Dich mal fix auf den Weg zum Duty-free-shop! Dort holst Du mir eine Flasche Aquavit, okay? - Als stimulierenden Beistand, damit ich dann anschaulicher zurückblicken kann." -
O heilige Birgitta von Vadstena! - Urplötzlich sollte hier nun der Alfred Nobel als abgründig düster Gestalt annehmen? -  Solch eine sensationelle Story hatte ich ganz gewiß nicht erwartet, als ich mir vor kurzem diese Reise nach Schweden zum Ziel gesetzt hatte, um vor Ort eventuell so einiges über den einstmals angeblich so selbstquälerisch empfundenen Bekenntnisdrang des schwedischen Romanciers August Strindberg zu erkunden ... -
Aufgewühlt sauste ich los, um dann zehn Minuten später mit der zuvor eingeforderten Flasche Aquavit wieder im Aufenthaltsraum des Fährdampfers zu erscheinen. "Gläser dafür waren dort leider nicht zu erwerben", gab ich Per-Olof zu verstehen.
"Gib schon her, ich brauche kein Glas!" ließ er mich wissen - riß mir die Flasche aus der Hand, öffnete den Verschluß - und gluckernd flutete der Inhalt, nun hoffentlich hilfreich für eine Geheimnisse lüftende Darlegung, trinkfreudig seine Kehle hinab. -
Nun, eingedenk dessen betrachtete ich's jedoch als gegeben, daß mir ein hochgestimmter Trunkenbold gleich eine unglaubliche Geschichte zum besten geben würde.
"Jetzt hör' mir 'mal gut zu, ja?" wurde ich vorab ermahnt: "Weltweit ruft es noch immer Bewunderung hervor, wenn wieder einmal jemand mit einem Nobelpreis ausgezeichnet worden ist! - Das leitet Prestige in die Wege und allerhand Bares auf's Konto! - Aber wie es dereinst dazu gekommen ist, daß solch eine Lobpreisung Wirklichkeit werden konnte, das weißt Du sicherlich ganz bestimmt nicht! - Denn in dieses durchaus geheimnisumwitterte Ereignis sind ja bisher nur ganz wenige, ausschließlich die vom Familienclan als absolut charakterfest und auch vertrauenswürdig einzuschätzenden Personen eingeweiht worden!"
"Oh! - Darin bist demnach auch Du willkommen geheißen worden?" horchte ich tief beeindruckt auf. - Erwartungsvoll auf meinem plastikbespannten Sitzmöbel herumrutschend, wollte ich jetzt unbedingt herausbekommen, was sich da einstmals so spektakulär ereignet hatte: "Per-Olof, ein Vorschlag zur Güte: Im Duty-free-shop sah ich vorhin noch acht Flaschen Aquavit im Regal stehen! Und ich bin unverzüglich gern bereit, für ..."
"He! Für wen oder was hältst Du mich?" raunzte er mich aufgebracht an. "Sehe ich in Deinen Augen aus wie ein erbarmungswürdiger Saufbruder?"
"Nein! - Aber ich würde doch gern herausfinden - äh - stichhaltig auf dem laufenden sein ..."
"Nun beruhige Dich erst einmal - ja? - Denn alles wird - das versteht sich von selbst -, korrekt und gesittet der Reihe nach entschleiert." Und wie nach innen gerichtet, nahm er sogleich bedeutungsvoll Haltung an: "Nun ja, da denke ich jetzt geschlossenen Auges zurück ... Und finde mich ein auf dem Hintergrund einer wahrlich turbulenten Epoche!" brach es pathetisch aus ihm heraus. "Und wer ist dort wirklichkeitsnah zugegen? Fürwahr: Der unruhige Forschergeist Alfred Nobel! - Als Jüngling war mir zu Ohren gekommen, daß Onkel Alfred im März 1863 in Stockholm die fünfundzwanzig Jahre jüngere, einst bildschöne Inga Engstroem kennengelernt hatte. - Und angeblich leidenschaftlich ergriffen, soll er dieser Dame sofort einen Heiratsantrag gemacht haben!"
"Eine etwas leichtsinnig vom Stapel gelassene Gefühlsduselei!" mußte ich unbedingt anmerken.
"So kann man's wohl wahrlich bewerten", erhärtete Per-Olof meine Bedenken. "Und holterdipolter ist dieses Mädel dann wohlüberlegt bei ihm eingezogen, in sein pompöses Domizil, am exklusiven Stadtrand von Stockholm."
"Auch das noch!" konnte ich nicht umhin zu bekunden.
"Wohl wahr!" nickte Per-Olof mir zu. "Wie Du es vermutlich schon ahnst, war diese Liaison nicht von Bestand: Denn Inga entpuppte sich baldigst als einfältig, kindisch und aufsässig. - Der Onkel Alfred hatte in Kürze die Nase gestrichen voll, wie man so sagt. Und hat dann mißgestimmt versucht, dieses unleidliche Zuhause in einem berüchtigten Stockholmer Nachtlokal zumindest für einige Stunden aus dem gedemütigten Bewußtsein zu verbannen."
"Bejammernswert ... Und dann?" forschte ich sensationslüstern lauernd.
"Ist alles gescheitert - in die Brüche gegangen!" betonte er's grinsend.
Unruhig ausharrend, tippte ich ihn nun erwartungsvoll an: "Per-Olof, in etwa vierzig Minuten haben wir Göteborg erreicht! Spann mich nicht länger auf die Folter. - Was geschah dann?"
"Nun, der Onkel Alfred stand eines Abends, zu vorgerückter Stunde, angeblich leicht alkoholisiert vor der Haustür seines Palais. Die Inga war zwar im Haus; hatte aber, gereizt und zunehmend verdrossen, die Tür zum vordem doch so familiären Daheim anscheinend beinahe bollwerkartig verbarrikadiert!"
"Mein Gott! Ich ahne das Schlimmste, der Untergang des Hauses Nobel!" brach es beeinflußt aus mir heraus, da sich ein beinahe vergleichbares, dereinst von Edgar Ellen Poe beschriebenes Geschehen spontan vor meinem geistigen Auge beunruhigend verlebendigte.
"Da bist Du jetzt ziemlich nah dran!" erhärtete Per-Olof mein visionäres Empfinden. "Denn der Onkel Alfred hat daraufhin zornig kehrtgemacht, ist wutschnaubend in sein Chemielabor gestolpert - und hat dort sogleich 75% Nitroglyzerin und 24,5% Kieselgur mit 0,5% Soda zusammengemixt ..."
"Nein!!" unterbrach ich ihn aufstöhnend.
"... und ist dann gleich darauf mit diesem hochexplosiven Gemisch", erzählte er jedoch unabgelenkt weiter, "das später als sogenanntes Dynamit ja welterschütternd Furore gemacht hat, nun stockwütend zur kaltschnäuzig verrammelten Haustür marschiert!"
Mir stockte der Atem ... "Ein unbeherrscht aufloderndes Gebaren!" wandte ich baß erstaunt ein.
Kopfnickend wurde mir zugestimmt.
Bestürzt forschte ich weiter: "Mein Gott! Unglaublich ... Das hatte doch todsicher schreckliche, katastrophale Folgen?"
"Beileibe, das auch - und später ja weltenweit durchaus bedeutsame!" ließ er's gewichtig anschwellen.
"Weltweit bedeutsame?" murmelte ich, bisher noch uneingeweiht ...
"In der Tat!" nickte Per-Olof mir zu. "Denn unser an und für sich stets mildtätig zu gewärtigender Onkel Alfred, er hat ja bald darauf sein so heißblütig zum Ausdruck geratenes Handeln bitter bereut! - Und die zwangsläufig aufkeimenden Gewissensbisse haben wahrscheinlich so viel bewirkt, daß er vor seinem Ableben in San Remo noch testamentarisch angeordnet hat, daß ab 1901 ein finanziell hochdotierter Preis den wirklich herausragenden Persönlichkeiten des jeweiligen Zeitgeschehens aufhorchen lassend zur Ehre gereichen sollte!" -
Unglaublich! - Noch immer hochgradig ergriffen, schaute ich nachdenklich zu ihm auf: Der Onkel Alfred! - Und die dank seiner Existenz dereinst so beeindruckende Entstehung des ja noch immer weltweit tosenden Beifall hervorrufenden praemium Nobelianum - !          -
In der Zwischenzeit hatten wir den dichtbevölkerten, rundum mit Lärm erfüllten Aufenthaltsraum des Fährdampfers verlassen - und standen nun fröstelnd im Außenbereich an der Reling ...
Per-Olof nahm einen aufmunternden Schluck aus der inzwischen inhaltlich fast zur Neige gegangenen Aquavit-Flasche. - Kreischend und freßlüstern lauernd, begleiteten uns nun auch zahlreiche Möwen, als mein Reisegefährte sich aufs neue zu Wort meldete: "Ach ja, es gab auch schon namhafte Personen, die diesen Preis abgelehnt haben!"
"Wahrhaftig! - Und das bleibt ja auch unvergessen", pflichtete ich ihm kopfnickend bei. "Denn bereits 1964 verweigerte der französische Philosoph und Schriftsteller Jean-Paul Sartre - warum auch immer? - diese Belobigung seiner Person durch eine derartige Glorifizierung."
"Naja, vielleicht war der Franzose nicht ausreichend genug selbstverliebt?" mutmaßte Per-Olof nüchtern. - Um gleich darauf noch schelmisch hinzuzufügen, daß immerhin vor einigen Jahren dieser prominente deutsche Schriftsteller solch eine Auszeichnung als eine unzumutbare Gewissensqual demonstrativ von sich gewiesen habe!"
Diesbezüglich erstaunt, blickte ich ihn daraufhin neugierig geworden an: "Das ist eigentlich schwer vorstellbar ... Wer sollte das denn gewesen sein?"
"Den Namen des Mannes habe ich leider vergessen." rief er mir zu -  ein kraftvoller Wind beeinträchtigte unseren Plausch. "Hm? - Gleichlautend ist es in Deutschland die Bezeichnung für diese Feld- und Wiesenpflanzen!" versuchte er's zu verdeutlichen.
"Du sprichst in Rätseln, Per-Olof."
"Ernsthaft? - Vielleicht erinnerst Du dich aber daran, daß damals viele Zeitungen und Zeitschriften diese schriftlich formulierte Verweigerung des Autors ja veröffentlicht haben - nein, nicht?"
"Nee, eigentlich nicht ..."
"Das nehme ich Dir nicht ab!" wurde ich angeblafft. "Aber wenn es tatsächlich so sein sollte, dann spitz jetzt einmal sensationslüstern die Ohren! Also: Verwundert nahm unser Stockholmer-Nobelpreis-Komitee dereinst diese schriftlich übermittelte Verweigerung des besagten Romanciers zur Kenntnis; in welcher geharnischt zum Ausdruck gegeben worden war, daß solch ein Preis, derart grässlich und auch beunruhigend beseelt mit dem höllischen Brandmal einer zerstörerischen Inhumanität, für ihn bedauerlicherweise als absolut unzumutbar zu gewärtigen sei. - C'est un Désagrèment, Monseigneur! Ja, mit genau diesen Worten endete die ablehnende Aussage des Herrn G.", betonte Per-Olof den Ausklang seiner aufschlußreichen Rückschau.
"Ach, die Unannehmlichkeit war damit gemeint, kosmopolitisch verfeinert", erklärte ich's grinsend. "Der Autor ist wahrscheinlich ein Kosmopolit - die dereinst vom griechischen Philosophen Diogenes so wirkungsvoll schmückend geprägte Bezeichnung für Weltbürger."
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Wir waren gerade in Göteborg angekommen, hatten die Gangway des Schiffes soeben verlassen, als sich - auf der Anlegestelle des Fährschiffes -, Per-Olof nun überraschend fast schon bedrohlich vor mir in Stellung brachte: "Du bist - wie Du's erwähnt hast - ein freiberuflich tätiger Journalist! Und trotzdem warst Du mir durchaus sympathisch, das habe ich ja bereits zu spüren gegeben. Aber solltest Du jemals dreist und unverfroren all die von mir so offenherzig zur Sprache gebrachten familialen Begebenheiten in einer Deiner stets klatschsüchtigen Zeitschriften veröffentlichen, jou, dann mach Dich auf etwas gefaßt! - Was immer Du tust, Du wirst es bitter bereuen!" wurde ich, à la Sokrates, gleich einem Schierlingsbecher, schlußendlich noch sehr eindringlich unter Druck gesetzt. "Demonstrativ trennen sich dann unsere bisher so informativ doch gemeinsamen Wege!" gab er mir deutlich zu verstehen. -
Hernach trennten sich dann tatsächlich "diese Art" gemeinsamen Wege ...
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Postskriptum:
Nachdenklich gestimmt, lag ich jedoch noch stundenlang wach, im Bett eines zweitklassigen Hotels in der Innenstadt von Göteborg.   -
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Freitag, 3. Juli 2020

Diese wohl unliebsame Begebenheit im Lebensbereich des französischen Philosophen Jean Jacques Rousseau:

Es begab sich in "Seinerzeit" so elementar als ein Geschehen ...
"Mon dieu, er ist ja fast schon ein Heiliger, beinahe ein Erdrutsch!" riefen derzeit oftmals einige der Fürsprecher so rundum begeistert aus. -
Während die sogenannten "Anti-Rousseauisten" den Philosophen des öfteren ja leidenschaftlich gern als einen "haltlosen Psychopathen" kritisiert haben, "der allzugern zu Gefühlsduselei neigt". -
Der amerikanische Schriftsteller Mark Twain hat einmal gesagt: "Es gäbe ja über manche Leute so viel Gutes zu berichten - aber das andere sei stets viel interessanter!" -
Genau! Und demnach ist auch das nachfolgend erzählte Geschehen derartig in Szene gesetzt:
Die einstmals von Rousseau schwärmerisch manifestierte Idealvorstellung, daß der Mensch von Natur aus gut - und wohl erst durch das Leben im Kulturmilieu der Gesellschaft zu einem gegebenenfalls nun doch als böse zu charakterisierenden Homo sapiens geworden sei, sie wurde dereinst, an einem sonnendurchflutet aufscheinenden Tag im Monat April des Jahres 1745, so hinterhältig in eine tiefgreifend eines "Besseren" belehrende Beunruhigung genötigt, als Monsieur Rousseau das folgende Malheur, nun verunsichert dastehend, so urplötzlich erdulden mußte:
Der Philosoph Jean-Jacques Rousseau,
der morgens in der Rue Chateau dort seine Schuhe abgeholt,
die ein Schuster neu besohlt ...
Auch die abgelatschten Hacken, zeigten nunmehr keine Macken,
rief dann zu Haus, zutiefst bewegt, (die Überzeugung ist belegt!)
spontan, mit neu erwachtem Mut:
"Der Mensch ist von Natur aus gut!"
Hm? -
Denn als er am Abend, gegen achte, sich wieder auf die Socken machte,
um die Frau Thérèse * zu besuchen,
die heut mit einem Marmorkuchen ihn lustbetont bezirzen wollte,
geschah es, daß er wütend grollte.
Denn von beiden Schuhen die Sohlen,
die waren plötzlich - ganz verstohlen - von beiden Tretern abgefetzt!
Rousseau, der arg vergrätzt, den Schuster wünscht verstimmt "zum Teufel",
zog bald darauf dann doch in Zweifel, daß ALLE von Natur aus gut - ?
Zukünftig war er auf der Hut ...
Oui,
und eine anschaulich machende Anmerkung zu Rousseau und Thérèse, die sei hier noch kurzum da noch hinzugefügt:
Der im zuvor so hämisch erwähnten Mißgeschick ins Stolpern geratene frz.-schweizer. Literat und Philosoph, er wurde am 28.6.1712 in Genf geboren; am 2.7.1787 hat er in Ermenonville das Zeitliche segnen müssen. -
Im Frühjahr des Jahres 1745, lernte Monsieur einst in Südfrankreich Madame * Thérèse Levasseur kennen. 23 Jahre später, am 30. August 1768, hat er die Dame in der kleinen Ortschaft Bourgoin, "pflichtschuldig geworden", wie Monsieur es damals benannt hat, als seine Ehegemahlin dann doch noch gebilligt. - "Eine Lebensgefährtin, von der wohl kaum ein Verständnis für den geistigen Ehrgeiz und die intellektuellen Bemühungen des Jean-Jacques vorauszusetzen sei", lästerten dereinst Freunde und Bekannte in seinem geistigen Umfeld ...
Als eine Art von "Beschwichtigung" sei da noch hinzugefügt:
"Il faut de tout pour faire un monde", die Welt besteht aus Allem und Jedem). -
Wohl wahr ...
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