Freitag, 2. November 2018

Damals, als man noch Bücher gelesen hat:

Oftmals begeistert ...
Und somit vorab einleitend die Darlegung "Buch an sich":
Ja, denn erst im 4. Jahrhundert nach Christi ist es so aufsehenerregend gelungen, beschriebene oder bedruckte (sauteure) Pergament-Blätter - sie ließen sich falten, um sie dann (mühsam) in Lagen zusammenzulegen und hernach kunstvoll zu binden -, zu einem (gegebenenfalls bisher noch immer) unterhaltsamen und oftmals auch lehrreichen Ganzen formen - man nannte es schlicht und als neu zu entdeckend das Buch ... ***
Diese sensationell unterhaltsame Neubildung hatte jedoch auch zur Folge, daß man seitdem ununterbrochen bemüht sein mußte, für diese noch ungewohnten Druckwerke umtriebig Kunden zu ködern - äh - des Lesens kundige Abnehmer zu finden ...
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So einstmals auch im Monat September des Jahres 1779, als in einem Göttinger Buchladen der dort zufällig anwesende Schriftsteller und geistvolle Satiriker Georg Christoph Lichtenberg unvorhersehbar von dem plötzlich um ihn herumtänzelnden Buchhändler beinahe kniefällig mit dem folgenden Ansinnen bestürmt worden war: "Er, der anbetungswürdige Meister des Aphorismus, er möge ihm doch bitte - koste es denn, was es da ergo wolle - liebenswürdigerweise ein wahrlich werbewirksames Sprüchlein für seine Schaufensterauslage zu gestalten. -
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Tatsächlich hat sich der Autor Lichtenberg dereinst "breitschlagen lassen" - und schon einige Tage später dem Göttinger Buchhändler einen durchaus erfolgversprechenden Werbetext überreicht, mit dem folgenden Wortlaut:
Ach ja, wer zwei paar Hosen sein eigen nennt, der mache nun selbstkritisch und neugierig werdend eine davon zu Geld! - Um sich dann unverweilt Bücher beschaffen zu können. -
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*** Ein BUCH: Von Heranwachsenden, also der jungen Generation hin und wieder im "Bücherschrank" des Großvaters entdeckt - manchmal auch neugierig zur Hand genommen, um es dann gleich darauf kopfschüttelnd als vermutlichen "Dekorationsgegenstand" - oder altertümlichen "Krimskrams" wieder in den altmodischen Schrank zu verfrachten.
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Wohlan:
Hier nun doch noch ein Anreiz zum Thema "Bücher lesen" ...
In all seinen Veröffentlichungen schreibt sich Andreas Altmann -
EINER der besten der Jetztzeit - so mitreißend, spannungsreich und gefühlsbestimmt durchweg "die Seele aus dem Leib". -
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Sonntag, 28. Oktober 2018

So hoffnungslos überempfindlich - ?

In dieser Zwangsfixierung: "Hypochondrie":
Eine griechische Wortprägung für eine krankhaft übersteigerte und zumeist andauernde Kontrolle der tagtäglichen Befindlichkeit des eigenen Körpers. -
So viel vorab - zur nachfolgend miterlebten Begebenheit ...
Ein Freund von mir ist Musiker - und als solcher ein oftmals beeindruckend musizierender Pianist!
Jedoch - unglücklicherweise - auch ein wiederholt hypochondrisch zu leiden habender Schwarzseher.
Nun denn:
Wir wohnen seit langem in ländlicher "Mutter Natur", in einer minimal besiedelten Ortschaft, das soll nun nicht nur als anheimelnd angemerkt werden. Nein, hier wird oft getuschelt, getratscht und gern auch "in aller Munde gebracht". - Ja, und um eine möglicherweise zum Gespött machende Entschleierung seiner Person unbedingt zu verhindern, nennen wir ihn, den Protagonisten in diesem angstbesessen ablaufenden Geschehen, schlicht und verschleiernd "Harald". -
Seine nun schicksalhaft zwingenden, nicht selten allwöchentlich erfolgenden Besuche in der ortsansässigen Praxis des nun schon seit langem geduldig Aufnahmebereitschaft erkennen lassenden Mediziners (Blutproben, Haut- und Gewebe-Checks, Darmspiegelung - das ganze Programm!) all das hatte vor kurzem leidvoll zur Folge, daß der Doktor anscheinend entnervt reagiert hatte ...
Das wurde "bemitleidenswert" erkennbar als neulich, um drei Uhr nachts, mein Telefon wiederholt eine Art Notruf signalisierte. Es war "Harald", der mich unbedingt über seinen derzeitigen Zustand des Leidens in Kenntnis zu setzen gedachte - und das dann folgendermaßen:
"Jetzt hör' mir 'mal zu - ja! Du wirst es nicht glauben, was ich da gestern erlebt habe!"
"Hm? - Das kommt darauf an ..." murmelte ich schlaftrunken.
"Du kennst mich - und weißt darum auch, daß ich beachtlich selten als wehleidig oder zartbesaitet in Erscheinung zu treten gedenke! Sich meine Anfälligkeits-Beschaffenheit wohl durchaus in Grenzen hält - ja!"
"Beinahe grenzenlos", hörte ich mich leise brummeln.
"Unglaublich!" schwadronierte er weiter. "Da hatte ich neulich Notenblätter in Händen - und wußte gleich darauf nicht mehr warum und wozu? - Mein Gott, auch das noch: Morbus Alzheimer! - Dermaßen angstgesteuert, stand mir mein Dasein sofort niederschmetternd vor Augen! - Vorsorglich bin ich dann doch unverzüglich zum Arzt gefahren, um diesem unheilvollen Schicksalsschlag zukünftig noch so  einigermaßen begegnen zu können."
"Verständlicherweise", merkte ich gähnend an. "Und, was hast Du erfreulich dort nun erreicht?"
"An der verschlossenen Tür zur Praxis hing ein Schild mit dem Hinweis: HEUTE RUHETAG."
"Tja, auch das noch!"
"Nein, nicht für mich! Da ich wohl sichtbar verzweifelt als Notfall zugegen war, habe ich so lange geklopft und geklingelt, bis sich im Haus etwas regte - und der Doktor dann mißgestimmt ..."
"Nachfühlbar, so steht's mir jetzt überdeutlich vor Augen", unterbrach ich ihn anteilnehmend. "Und was geschah dann?"
"Anscheinend widerwillig, hat er mich dennoch von Kopf bis Fuß untersucht, um mir letztendlich dann Schlammbäder als ein vielversprechendes Heilmittel zu verschreiben! - Als ich leicht irritiert hinterfragt habe, was das denn tatsächlich bewirken solle, da hat er mir wahrhaftig zu verstehen gegeben, das sei dringend notwendig, denn er wolle mir schlußendlich dahingehend behilflich sein, daß ich demnächst nicht so völlig unvorbereitet mit dem modrig-feuchten Erdreich in Berührung geraten würde. Und das alles in einem Tonfall, der mich erschrocken dastehen ließ."
Ich mußte mir nun mein Lachen verkneifen ...
"Nun ja, wie Du wohl weißt, bin ich weder nachtragend oder so krankhaft verzweifelt überempfindlich! Aber ich werde wohl zukünftig doch den Arzt wechseln müssen!" -
Ja, das hat er dann auch (hoffnungsvoll) in Szene gesetzt - der Harald.
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Mittwoch, 24. Oktober 2018

Maulhelden und tagtäglich nur Wichtigtuer ...

Ja-ja, unsere Politiker:
So oftmals wohl doch recht fragwürdig als Staatsrepräsentanten und Regierungsstrategen amtierend!
Hm? Zumeist Interessenvertreter der Banken und Grossindustrie ...
Infolgedessen sei jetzt - mit einem zunutze gemachten Sprachgefühl des Herrn von Goethe -, nun doch einmal ein fast schon vernichtendes Urteil recht kratzbürstig zum Ausdruck gegeben:
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Das Schwadronieren der politischen Gestalten, 
derart es sich tagtäglich via Fernsehsender zeigt.
Schon regt's mich an euch von mir fern zuhalten,
da ich längst ahne was ihr wieder 'mal vergeigt.
Ihr drängt euch auf! Wohlan, so mögt ihr walten!
Doch dergestalt, daß nicht nur heiße Luft aufsteigt.
Zumeist bin ich von diesem Treiben tief erschüttert,
von Stümperei, die euer Sein gehäuft umwittert.
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Ihr suggeriert da gern die Bilder froher Tage,
mir steigen sofort böse Schatten dabei auf.
Auch eingedenk der allzuviel erlebten Plage,
zieht Grabesdunkel leider unverweilt herauf.
Die Qual wird neu, gebiert die alte Klage,
daß Politik oft geist- und phantasielos im Verlauf.
Da dient enthemmt und karrieristisch selbstvergessen,
die "Staatskunst" erst einmal den eigenen Interessen.
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Und mich ergreift ein längst entwöhntes Sehnen
nach ohne Falsch politisch waltenden Gestalten ...
Schwärmerei, solch einen Anspruch zu erwähnen,
denn letztlich bleibt es wie gehabt: beim alten.
Zwecklos auch, sich protestierend aufzulehnen,
aussichtslos, sich dementsprechend zu verhalten.
Man wird, wie in den kaum verschmerzten Zeiten,
uns weiterhin wohl unzumutbar schlecht geleiten.
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Fast immer belanglos salbadernd in den zügig verwehenden Sphären rhetorischer Kumuluswolken ...
Und um eine deutlicher werdende "Erweiterung all dessen" gewahren zu können, da sei nun auf Georg Schramm und Volker Pispers hingewiesen!
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"Die Arbeit all dieser politisch-pathologischen Volksverführer ist fast uneingeschränkt, Rauch zu machen und eilfertig darin Gespenster und Schreckgestalten zu zeigen, damit man sich an ihre Heilande halten soll, von denen immer einer schlechter ist als der andere", so anmahnend hat schon der Johann Gottfried Seume anno dazumal darauf aufmerksam gemacht.
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Und etwas volksmundiger verbalisiert sei da noch hinzugefügt:
"Ja-ja, viel Geld einsacken, alle nur möglichen Vergünstigungen so selbstverliebt in Anspruch nehmen - und dann so volks-verdummend
all diesen Blödsinn zu quasseln!" derart hörte ich neulich meine 93-jährige Oma abwertend murmeln, als sie zuvor im Fernsehen ein politisches Drumherum-Reden betrachtet hatte.
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Samstag, 13. Oktober 2018

FERNSEHEN = "dummdreist und oftmals auch unerträglich!"

Sie erinnern sich?
Denn das wurde dort damals so niederschmetternd zum Ausdruck gebracht ...
Und hatte zur Folge hernach:
"Wenn Du's nun wieder einmal nicht unterlassen kannst, dann sollten die kratzbürstig konzipierten Zeilen jedoch unbedingt schöngeistig formuliert zum Ausdruck geraten, ja!" so hatte er´s vorab recht eindringlich zu hören bekommen.
Der Arsinoe, vom Patenonkel Marcel, damals 2008 in Köln ...
Hm?
Um, wie gewünscht auch bestehen zu können, wollte er alsbald in gereimten "Alexandrinern" diesen Erwartungen nun auch gewissenhaft nachkommen. -
Denn vorab durfte er ja baß erstaunt miterleben, daß ein aufgebracht gestikulierender Patenonkel den sogenannten "Ehrenpreis der Stifter des Deutschen Fernsehdingsda" mit den lauthals zum Ausdruck gebrachten Worten: "Ich nehme diesen Preis nicht an!" protestierend von sich gewiesen hatte. -
Und des weiteren den dort lauschenden, vermittels Television zumeist verdummen dürfenden Machthabern noch arg mißgestimmt zu spüren gegeben hatte:
"Der Blödsinn, den ich da zumeist im Fernsehen zu sehen bekomme - grrauenhaft!"
Tja, der stets wortgewandt auflodernde - und zudem auch noch jahrelang mediengewaltig präsente Oheim Marcel ...
"Noch etwas! Da wird aber der etwas flegelhaft und wohl auch respektlos in die Quere gekommene Gottschalk nicht erwähnt, wenn Du diesbezüglich unbedingt deutlich zu werden beabsichtigst!" hatte er Arsinoe noch im Befehlston zugeraunt, als man in Köln dann die Stätte einer dermaßen offenherzig in Szene gesetzten Begebenheit verlassen hatte ...
Hm? - Er nun wieder ... "Demnach alles recht chevaleresk, rücksichtsvoll und wohlmeinend - ?"
"In etwa, wir wollen doch niemanden verletzen", gab er zu spüren.
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"Wer mag das alles denn noch abgrundtief ergründen wollen? Da solch Geschehen wogt seit langem inhalts- und substanzlos doch zumeist in einem Nichts!" murmelte er bald darauf, sich an Dante erinnernd, vor sich hin.
Und ...
"In seinem Sessel behaglich dumm, sitzt stoisch das Fernseh-Publikum." so ähnlich hatte ja einstmals schon der Philosoph Karl Marx dazu Stellung genommen, dachte er hilfreich, der Arsinoe, als er dann angemessen geschwätzig geworden war. - Im Versmaß eines "Alexandriners:
Du siehst, wenn du denn siehst, nur Schwachsinn in der Glotze.
Da hocken sie zuhauf - und schwafeln eitel drein.
Man geistert in dem Wahn, beachtenswert zu sein.
Nur zeigt sich dort dann leider, wohl dummstolz nur Gemotze.-
Ach ja, auch das noch:
Lieber Oheim, Du wirst dich wahrscheinlich an ihn erinnern, an den Herrn mit dem "Schweinderl", Robert Lembke"Es gibt Fernsehprogramme, bei denen man seine eingeschlafenen Füße beneidet!"  so hat er's damals schon zutreffend zur Sprache gebracht.
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Derzeit bezeugt - in 2015: Mit gefühlswarm empfundenen Gedanken an den (nun leider verstorbenen) Patenonkel Marcel ...
Ja, als eine wahrhaftige Geistesgröße möchte ich ihn hier ein wenig verdeutlichen, mit der im folgenden laut werdenden Darlegung: Im alten Griechenland fragte einst Sokrates den jungen Phaidros, ob man denn die Kunst des Schreibens in Literaturwerken jeder Art beurteilen müsse? - Woraufhin dann Phaidros begeistert dagegen gefragt hat: "Allerdings! Warum sonst würde man denn dann noch leben wollen, wenn nicht wegen derartiger intellektueller Freuden?" so gab er´s  aristophanisch-regsam zum Ausdruck - und zog sich dann schmunzelnd in sein Phrontisterion zurück.
("aristophanisch" = geistvoll, witzig bis beißend spöttisch. "Phrontisterion" meint Denker-Klause.)
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Ein Nachtrag zum Thema "Fernsehen" von Andreas Altmann:
"Eine weltweit agierende Hirnzertrümmerungsmaschine, zumeist mit der Aufgabe beschäftigt, den menschlichen Geist plattzumachen."
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Dienstag, 9. Oktober 2018

Hier nun ein Rückblick auf eine vorausgegangene Frankfurter BUCHMESSE ...

Damals, 2012, sollte es buchstäblich einmal so schmackhaft in Szene gesetzt werden.
Und das folgendermaßen:
„Ich weiß, das ist alles recht simpel - beinahe schon einfallslos,“ mußte der Frankfurter Restaurantbesitzer eingestehen, als er dem Koch eine kulinarische Erleuchtung zu begründen beabsichtigte. „Nein-nein, keine Widerrede, ich bestehe darauf!“ ließ er noch abwinkend wissen, als sein Speisengestalter, bereits Verdacht schöpfend, nun die schweißtriefende Stirn runzelte. -
„Morgen beginnt ja wieder einmal in Frankfurt die Buchmesse!“ gab er bedeutsam zum Ausdruck. „Und wie bereits in den vorangegangenen Jahren ja erfreulicherweise zur Kenntnis zu nehmen war, tauchen bei uns hin und wieder auch einige dieser durchaus als Leckermäulchen zu würdigenden Gäste auf! - Das ist Dir doch auch in Erinnerung geblieben?“ forschte er angeregt nach. - „Tja, und anläßlich dessen, da habe ich mir nun gestern Abend etwas Besonderes einfallen lassen!“
Argwöhnend horchte der Speisengestalter auf. -
„Triff all die dafür notwendigen Vorbereitungen - und stell Dich gewissenhaft darauf ein! - Denn als Vorspeise werden wir zur Zeit der Buchmesse eine immerhin durchaus beziehungsreiche Buchstabensuppe servieren!“ gab er dem Koch selbstbewußt grinsend zu verstehen ...
Der daraufhin sprachlos die Achseln zuckte.
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Derart eigenbrötlerisch gestaltet, ging dann auch die Ausrichtung der Mahlzeiten tagtäglich ins schematisierte Geschehen: Anhaltend wurde als Entree die gewollte Buchstabensuppe aufgetischt ...
Und niemand nahm auffällig Anstoß daran. -
Bis hin zu dem denkwürdigen Abend, als plötzlich zwei ältere Herren - ein namhafter Verleger und ein seit langem berüchtigter Literaturkritiker -, diese bereits vor ihnen stehende Vorspeise staunend in Augenschein nahmen: „Ach bitte“, sprach der Verleger den soeben vorbeieilenden Kellner an, „sagen sie doch ihrem Chef, daß wir ihn gern einmal sprechen würden!“ -
Mißmutig aufblickend, verschwand der Oberkellner ...
Und wenige Minuten später stand dann der Chef des Hauses am Tisch der beiden Literatur-Autoritäten: „Ja, bitte? Ist da etwas nicht zu ihrer Zufriedenheit geraten?“ forschte er beunruhigt nach.
„Im großen und ganzen ist bisher alles vorzüglich präsent“, bekundete ein todernst aufblickender Verleger. „Nun, etwas möchte ich jedoch als Verfeinerung ihrer ja so einfallsreichen Vorspeise fast flehentlich anempfehlen: Zukünftig sollte ihr maitre de cuisine diese ja unübersehbar im Süppchen auftauchenden Buchstaben nicht phantasie- und zudem auch noch leidenschaftslos im Gepräge der leider schon als etwas altbacken erscheinenden Acht-Punkt-Helvetica verwenden! - Um einiges kapriziöser und möglicherweise sogar geschmackvoller, offenbart sich dem speisenden Gast solch ein erlesenes Hors d’oeuvre wesentlich stilvoller durch eine nun extraordinäre Bereicherung mit zeitgemäßeren Buchstabennudeln!
Und als up to date sind Sie mit ziemlicher Gewißheit bald auch zu würdigen, wenn Sie für diese Vorspeise aufsehenerregend die Schrifttype Forschetta in Gebrauch nehmen werden ...
Das bezeugt dann immerhin eine gewisse Originalität und zudem auch noch ihre ganz persönliche Note! Offenbar werdend, in einem kulinarischen Highlight! Zumindest für die während der Buchmesse bei Ihnen speisenden Literaturliebhaber.“ so stellte er‘s damals derart gewichtig anheim. - Um gleich darauf dann auch noch anempfehlend hinzuzufügen: „Nun ja, und als abwechslungsreich ist‘s sicherlich zu gewahren, wenn einige der Buchstaben in all diesen appetitanregenden Süppchen 'mal schöpferisch ab und zu kursiv gestaltet in Erscheinung treten, also experimentierfreudig recht zügellos aus der Reihe tanzen!“ -
Sichtbar verblüfft, starrte der Wirt nun den noch immer ernsthaft zu ihm aufblickenden Verleger an. -
Sogleich meldete sich nun auch der Literaturkritiker zu Wort:
„Werter Herr Gastronom! Es zeigt sich nun doch als belastend! Denn ich bin immerhin schon minutenlang sehr gewissenhaft auf der Suche. Bisher jedoch bedauerlicherweise ganz und gar erfolglos!“ so mahnte er’s nüchtern an. - „Leider muß ich mich unglücklicherweise wohl damit abfinden!“ fügte er anklagend aufschauend hinzu.
„Mein Herr, womit denn?“ wurde erstaunt hinterfragt.
„Womit? - Das sei nun brühwarm erläutert: Wenn ich diese bedeutungsvolle Vorspeise einmal aufmerksam betrachte, dann fällt es mir doch zunehmend schwer, hier noch hinlänglich rücksichtsvoll die Contenance zu bewahren!“ gab er‘s mißbilligend zum Ausdruck. - „Zudem auch noch darüber hinwegzukommen, daß in diesem so beeindruckend Majuskeln zur Schau stellenden Süppchen ja unachtsam und wohl auch verantwortungslos zubereitet, der unentbehrliche und oftmals entscheidende Buchstabe R offenbar gar nicht vorhanden ist!“ Und weiterhin suchend herumrührend, fügte er dann noch unzufrieden hinzu: „Auch ist leider noch zu bemängeln, daß - vermutlich durch ein zu hitzig inszeniertes Kochgebaren -, selbst eine noch halbwegs nachvollziehbare Wortfindung für mich leider als ein hoffnungsloses Unterfangen zutage tritt!“ -
Mit einer zuvor knapp angedeuteten Verbeugung, zog dann der Chef des Lokals kopfschüttelnd von dannen. -
Abweichend davon bald auch die beiden Literatur-Kapazitäten: Spottlüstern aufblitzende Gesichtszüge ließen erkennen, daß man sich offenbar köstlich amüsiert zu haben schien ...
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Mittwoch, 3. Oktober 2018

Fragwürdig, diese jetzige Bundesregierung ...

Denn:
In der Tat, die vor kurzem von einigen, vermutlich beeindrucken wollenden, namentlich leider bisher aber noch unbekannten Regierungsvertretern eingebrachte Forderung, Politiker fortan nur noch nach sinnvoll erbrachter Leistung zu bezahlen, wurde in einer sofort eingeleiteten Sitzung im Bundestag vehement abgelehnt! 
Mit der folgenden, lauthals (im "Abseits") geäußerten Begründung: Man könne den Damen und Herren wohl kaum zumuten, zukünftig ein Dasein unterhalb einer "Armutsgrenze" zu fristen!
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Nun ja, einige von uns, die wir in dieser Bundesrepublik als sogenannte "Normalbürger" derart unchristlich gebrandmarkt mehr oder weniger nur noch "von der Hand in den Mund leben", wir haben diese so nassforsch und wirklichkeitsblind (angeblich) zutage getretene Forderung jedoch sofort umfassend gutgeheißen. Das auch in Anbetracht dessen, daß 20.000 bis 30.000 Euro als Monats-"Gage" - und hernach - ohne zuvor dafür eingezahlt zu haben - ein Rentendasein für diese oftmals (recht zwielichtigen) Damen und Herren so problemlos zeitlebens gesichert sein wird.
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An alle Politiker: Nun doch einmal hinuntergehen in die von Platon erwähnten Höhlen des Psiloritis, (ein Berg auf der Insel Kreta) damit SIE dort eine Art Nachschulung in Bezug auf die richtige Staatsführung derzeit ein wenig vergeistigen können.
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Ein wohl unzumutbares Ansinnen!
Tja, einige dieser Regierungsvertreter wandern wohl oftmals in einer Traumwolke ihrer Handlungen, deren Sinn ihnen irgendwie entgeht, so hat es der Lawrence Durrell seinerzeit annähernd zum Ausdruck gebracht.
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Dienstag, 2. Oktober 2018

Weshalb Politikverdrossenheit - ?

Hinsichtlich dessen:
"Herrschen ist Unsinn.
Regieren ist Weisheit.
Man herrscht also, weil man nicht regieren kann!" **
so hat's der Johann Gottfried Seume zutreffend in Worte gefaßt.
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** Femina regnat, sed non gubernat,
Frau herrscht, aber regiert nicht. ***
Quousque tandem?
Wie lange noch?
(*** die "Worthülsen-Mutti")
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Und eingedenk dessen war ich damals erfreut,
als da im Internet die auflodernde "Kontraproduktivität"
des anderen Dieters*** in einer "Störsender-TV"
benannten Entlarvungs-Aktivität
auf- und wachrüttelnd zugegen war ... 
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*** Dieter Hildebrandt, er starb am 20. November 2013.
"Das hätte er nicht tun sollen!"
Derart verdeutlichte Roger Willemsen ad hoc
diese Schreckensnachricht.
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Regierungsvertreter:
Nun zeigt sich zunehmend Ernüchterung ...
Und zudem auch,
warum die Wahlbeteiligung immer geringer wird:
-
Da hat man vollauf nun genug,
von Reden, die als Selbstbetrug
nur Schall und Rauch verbreiten.
Da wird die Phrasendrescherei,
im staatsgelenkten Einerlei
doch nur Verdruß bereiten.
Begreiflich, daß des Bürgers Frust -
bei Wahlen zeitigt oft Verlust.
-
"Die Schwerenöter, sie ändern sich nie!
Interessenvertreter der Großindustrie",
so hört man's im Hintergrund murmeln.
-
Diesbezüglich muß noch ein Nachsatz hinzugefügt werden:
Politikverdrossenheit ist es nun nicht, die hier hin und wieder schon zum Ausdruck gerät.
Nein, bekunden wir's zutreffender als "Politikerverdrossenheit",
wie es der Volker Pispers so angemessen zur Sprache gebracht hat.
Verdeutlicht wird dieser zunehmender Grimm durch eine oftmals zutage tretende unsympathische Melange aus der politischen Heuchelei, der Feigheit, dem Geltungsbedürfnis und dieser professionellen Unzulänglichkeit der Damen und Herren, durchtränkt von der anhaltenden Sorge abdanken zu müssen - und somit den Abmarsch in eine unerträgliche Bedeutungslosigkeit zu gewahren.
-
Bald kennt man die Weise und kennt auch den Text.
Man kennt ohnehin die Verfasser ...
Man weiß, sie trinken stets heimlich den Wein,
jedoch predigen öffentlich Wasser.
Wiederbelebt sind hier die einstmals von Heinrich Heine fabulierten Zeilen
"Deutschland. Ein Wintermärchen".
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*

Mittwoch, 26. September 2018

Eine todbringende Schreckensnachricht - !

Ach ja, diese vorausahnenden Unheilspropheten:
"Wahrlich, wir sind am Rande des Abgrunds! Denn der Weltuntergang ist unentrinnbar!" 
"Am 21. Dezember wird es zerstörerisch weltumspannend Wirklichkeit werden!" 
So war es ja schon - nun wieder einmal - unheilverkündend prophetisch vorausgesagt:
Tja - und somit das unabänderliche Ende einer menschlichen Zivilisation!
Oftmals so wichtigtuerisch orakelt ...
-
Der Abgesang - nun denn:
Ausgehend davon, daß der Mensch sich im tiefsten Inneren in seiner Identität bedroht fühlen kann, wurde seit Urzeiten schon in phantastischen Bildern das "Weltende" dramatisch ausgemalt. -
Und in erschreckenden Dimensionen eines ganz und gar zerstörerischen Endstadiums von einigen dieser derart vorausahnenden Verkünder ja auch dermaßen zugrunde gehend beschrieben. 
Trotz allem, ein die Öffentlichkeit einweihen in diese orakelhaften Abgründe der "Apokalyptik", griechisch "Enthüllung", nein, solch eine optimistischer stimmende Literatur über die Geheimnisse am Ende der Tage - kam bisher nicht vor, ist aber wohl doch vonnöten ...
Rätselhaft ist auch, daß in all diesen literarischen Untergangsstimmungs-Publikationen bisher ja einer der Männer der Feder gar nicht genannt wird, nirgendwo auftaucht! Dieser in den letzten Jahren nur noch zurückhaltend in Erscheinung tretende, deutsch/französische Ersatz-Philosoph Didier Vaselis. - 
Um das nun doch noch ein wenig ergänzend abzurunden, haben wir neulich den schreibenden Einsiedler aufgesucht und darum gebeten, nun all diesen bedrückenden "Weltuntergangsvorstellungen" jetzt einmal humorig und daseinsfreudig aufmunternd ausdrucksstark dawiderzureden. Und somit vermutlich dieser nun weltweit inzwischen wohl allzuoft laut werdenden "Endzeitprophetie" etwas zukunftsgläubiger entgegenzuwirken ...
Es ist uns tatsächlich gelungen, denn die nachfolgenden Zeilen waren vor kurzem die Antwort auf unsere Anfrage:
-
In Endzeitstimmung:
Der Maler malt, der Klempner klempt.
Die Oma bleicht das letzte Hemd.
Doch steht's bei vielen nicht zum besten,
manch einer zehrt längst von den Resten.
Auch auf den Dodekanes-Inseln,
hört man die Chresmologen winseln.
Da andererseits, auch unter Tage,
schon weltenweit die gleiche Frage:
"Wer hilft denn nun aus der Misere?"
seit Ewigkeiten zielt ins Leere,
sagt sich die Mehrheit recht gelassen:
man soll den Mut nicht sinken lassen.
Und irgendwo malt währenddessen,
ein Maler, wild und selbstvergessen. 
Doch letztlich ist's verfrüht zu klagen.
Da hat sich noch nichts zugetragen.
-
Noch lebensfroh haben wir ja - Gott sei dank - diesen oftmals prophezeiten "Weltuntergang" bisher immerhin überlebt!
Ja - nee: Bis auf eine Person ...
Der Klempner, der bis jetzt geklempt,
ihn hat's erwischt: das letzte Hemd ...
-
Hm? Einer für Alle ...
-
***

Sonntag, 23. September 2018

Die "diamantene Hochzeit" - !

Immerhin ... Seit sechzig Jahre waren sie nun schon ein Ehepaar, die Frau Marthe und der Herr Bernhard S. - wohnhaft in einem malerischen Dorf in der als "Nordheide" benannten Landschaft. -
Ja, und hinsichtlich eines festlichen Beisammenseins anläßlich dieser "diamantenen Hochzeit", da sollte am kommenden Wochenende eine bedeutsame gesellige Festivität veranstaltet werden; so hatten es die Kinder und Enkelkinder bereits seit Tagen recht aufwendig vorbereitet. -
-
"Mein Gott! - Wie soll ich altersschwach auftretendes Frauchen jetzt das noch bewältigen? Ich bin sterbensmüde, andauernd schachmatt! Und eigentlich ja schon halbtot", klagte sie’s willensschwach ein, als man am Vortag der Festivität frühmorgens erwacht war - und apathisch am Rande der Bettstatt nachdenklich gestimmt ausharrte.
Still leidend schaute sie auf - und war nun wieder einmal der Meinung, daß ein mitleidlos wegschauender Herrgott ihr tagtäglich zu Leibe gehendes Martyrium anscheinend verantwortungslos nicht mehr bewußt zur Kenntnis nehmen wollte.
-
"Ach, Marthe-Schätzchen, dann geh doch bitte noch heute zum Arzt!" meldete sich gleich darauf Ehemann Bernhard fürsorgend zu Wort.
"Das kann ich ja leider nicht! Denn der gute, alte Doktor hat doch Feierabend gemacht - sein ärztliches Wirken beendet. - Und da ist jetzt so’n neuer Doktor, ein Milchbart der darauf beharrt, daß allein diese Naturheilkunde ein gesundheitsförderliches Resultat ohne unerfreuliche Spätfolgen bewirken kann", bemängelte Marthe die Anregung ihres so einfühlsam zu bewegen suchenden Gatten.
"Aha! Demnach ein vis mediatrix", horchte der einstmals als Lateinlehrer werktätige Bernhard sogleich offenbar gutheißend auf.
"Ein was, bitte?" bat sie mißtrauisch um Aufschluß.
"Gemeint ist damit die unseren Körpern ja innewohnende Naturheilkraft, der innere Arzt, wie es der Erneuerer der Medizin, der Medikus und Philosoph Paracelsus seinerzeit einmal recht aufschlußreich bezeichnet hat!" erläuterte nun Bernhard seiner jedoch ablehnend dreinblickenden Gattin ratsam die Möglichkeiten eines naturverbundenen Heilverfahrens.
"Nein-nein, nie und nimmer, das ist für mich unannehmbar!" winkte Marthe sofort beinahe fluchtartig zurückschreckend ab.
-
Ein entscheidender Anlaß für diese geäußerte Abneigung war wohl darauf zurückzuführen, daß Marthe nun schon seit etlichen Jahren den fast freundschaftlich gewordenen Kontakt zum vormals aktiven Doktor sehr oft nutzbar zu machen wußte. -
Dazu ist aber folgendes umfassender anschaulich zu machen:
Jahraus und jahrein, hatten die stets so umtriebig ihre Aufwartung in die Wege leitenden Handelsvertreter all der so weltweit Medikamente fabrizierenden Pharmahersteller dem ehemals aktiven Doktor in seiner Praxis immer die neuesten - und ihrer Meinung nach wirkungsvollsten Arzneimittel als Warenprobe, so eine Art Tauglichkeitsprüfung zukommen lassen. -
Der einstmals hilfsbereit praktizierende Arzt hatte diese Präparate allerdings unentgeltlich seinen Patienten überlassen ...
So auch Marthe, die’s sich inzwischen zur Gewohnheit gemacht hatte, all ihren Leiden auf diese Art und Weise fortschrittsgläubig Kontra zu geben ... - Bis jetzt! - Neuerdings war aber nun, unerfreulicherweise, nur dieser naturheilkundlich eingeschworene Doktor dynamisch zugegen.
-
Der kurzfristig zu verschmerzenden Not gehorchend, gab dann Marthe aufseufzend klein bei - und saß schon zwei Stunden später dem noch jugendlich erscheinenden Arzt gegenüber:
"Hallo, guten Tag, was führt Sie denn leidend zu mir?“ erkundigte der Doktor sich altgewohnt.
"Meine Müdigkeit!" gab ihm Frau Marthe weinerlich zu verstehen. "Ich bin leider von morgens früh bis spät in die Nacht hinein vollkommen schachmatt", fügte sie aufstöhnend hinzu.
"Ach ja, das ist dann tagtäglich eine unangenehme Begleiterscheinung! - Wie alt sind Sie denn - bitte?"
"Nächste Woche werde ich neunundachtzig Jahre alt!" ließ sie ihn wissen.
"Hm? - Ich werde Sie erst einmal gründlich untersuchen. Machen Sie sich darum jetzt bitte frei", gab er ihr sachlich zu verstehen. -
Auch das noch! horchte sie beinahe entgeistert auf. - Mein Gott! Wo bin ich denn hier jetzt gelandet? dachte sie kopfschüttelnd - und zog dann unwillig nur ihre Bluse aus.
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Etwa fünfzehn Minuten später hatte der Doktor dann all die notwendigen Untersuchungen beendet. - Wohlmeinend sprach er nun Marthe an: "Alle Achtung! Somatisch betrachtet, ist bei Ihnen an und für sich alles noch recht zuversichtlich im Lot. - Ihre andauernde Müdigkeit wird organisch durch einen Eisenmangelzustand hervorgerufen!"
"Wie bitte? Eisenmangel?" horchte Marthe zutiefst erschrocken auf.
"Allerdings, eine sich körperlich verifizierende Verminderung des absolut lebensnotwendigen Eisengehalts im leistungsfähigen Organismus! -
Eine ungenügende Eisenzufuhr im gesamten Bereich der Beschaffenheit Ihrer Ernährung. - Diese allzuoft doch als mangelhaft zu bewertende Eisenaufsaugung in den feinnervigen Reichweiten des Magendarmkanals", fügte der Doktor noch veranschaulich machend freundlich hinzu ...
- -
Verstrickt in eine Mischung aus Ungläubigkeit, Empörung und wohl auch Erstaunen, sah man bald darauf Marthe abfällig murmelnd den Heimweg beschreiten. - Und sichtbar entrüstet, brachte sie dort auch all ihren Unmut mißgestimmt grollend zum Ausdruck:
"Ja-ja, ich hab’s doch zuvor schon befürchtet: Ein Quacksalber doktort da neuerdings offenbar unwissend herum! - Herr im Himmel, das ist ja alles unglaublich! Ich mag gar nicht darüber nachdenken!" kam es verdrießlich dreinblickend zum Ausdruck. - "Jetzt auch noch obendrein Eisen verzehren müssen! Das ist doch absolut unzumutbar - und wirklich des Guten zu viel ... Ich kann ja kaum noch frühmorgens das Brot ausreichend beißen!" beklagte sie weinerlich schluchzend ihre derzeitige Gestimmtheit.
-
***

Sonntag, 9. September 2018

Shakespeares "Hamlet": professionell so extravagant in Szene gesetzt.

Damals - in Berlin.
Yes ...
Vor 450 Jahren wurde er dereinst geboren, der englische Dramatiker ...
"Shakespeare läßt ja alles mit sich machen. Er kann sich nicht wehren", so hat's Tobias Döring, der Präsident der Deutschen Shakespeare-Gesellschaft kritisierend zum Ausdruck gebracht.
Tja, und auf diesen stets so leichtfüßig begehbaren Trampelpfaden des "hinnehmen müssen" und "heimgesucht werden", da sei auch die folgende Begebenheit als erheiternd nachzuempfinden:
Well: In all seinen Bühnenwerken verknüpfen sich ja dichterische Einbildungskraft, Bildhaftigkeit und zudem eine großartige Vielfalt der theatralischen Rhetorik - bis hin zur grotesken Komik ...
An einem Nachmittag im Oktober 1982, als im Theater Am Halleschen Ufer der Hamlet einstudiert wurde, durfte ich nun ergötzlich miterleben, wie man sprachlich all das `mal recht übermütig und schalkhaft gelungen so eigenwillig in Szene zu setzten vermag.
Zwei Schauspieler agierten dort seelenvergnügt blödelnd auf der Bühne herum; der eine als Dänenprinz Hamlet und der andere als dessen Freund Horatio. - Was dabei so übermütig zum Ausdruck geraten ist, das möchte ich hier noch einmal rückblickend anschaulich machen:
"Oh, seid gegrüßt, mein Prinz! - Ihr schaut recht trübe drein. - Was ist Euch heuer denn so unerfreulich widerfahren?"
"Arglistiges, Horatio! - Die Luft zieht schneidend scharf durch unsere Berliner Gassen. Und gleichfalls ist's, wie es mir scheint, outdors now empfindlich kalt geworden."
"By God, ist's schikanierend das allein, was Euch nun hier so sauertöpfisch aufmarschieren läßt, mein werter Prinz?"
"Nicht nur, Horatio! Wie ekel schal und unersprießlich, scheint mir das ganze Treiben dieser depravierten Welt! Gleich einem arg verwahrlost' Garten; in welchem binnen kurzem üppig wuchernd Unkraut wird wohl zügellos gen Himmel treiben ... Fuck of, drum laß er mich nicht länger diesbezüglich spintisieren!"
"Fürwahr, mein Prinz! - Denkbar ist's, daß Ihr da halbwegs richtigliegen könntet. - Was mich jedoch in hohem Maß befremdet, das prunkt so unvereinbar deplaciert an Eurem Arm!"
"Aha! - Was gilt es da nun uneinsichtig stur an mir zu tadeln? - So leg er ohne Zwang jetzt unverzüglich  los, gleich frank und frei heraus damit!"
"Ach, letztendlich eigentlich wohl nur das eine: So solltet Ihr jetzt schlechterdings nicht angestiefelt kommen, da solch ein Kaschmirkinder-Machwerk ja zu Williams Zeiten nie gesehen ward. Drum legt nun erst einmal die prahlerische Rolex ab. - Denn das, was prunkgesüchtig Ihr so eitel da zur Schau stellt, ist zeitbezogen hier gewiß als übermütig zu gewahren, gnädger Herr!"
"Halt ein, Horatio! Und laß Dir unumstößlich sagen: Zweifel an der Sonne Klarheit, zweifel an der Sterne Licht. Zweifel häufig an der Wahrheit, jedoch an meiner Rolex nicht! - Drum sei's nun stracks als unabänderlich, auch hier in diesem Rampenlicht besiegelt."
"Sorry, but I dont like this bracelet-watch ... Erfüllt der Geltungsdrang Euch gänzlich? - Mein Prinz, das ängstigt mich!"
"Oha, da blickt er folglich unverzüglich finster ins Spektakel! - Wohlan, dann nehme er nun possenhaft zur Kenntnis: Dies Kleinod ist mir lieb und teuer - und sein Genörgel stößt bei mir auf taube Ohren - my dear Horatio!"
"Okay, mein Fürst, let me conclude: Mit oder ohne? Das ist de facto zu erfragen. - Ob edler die Gestalt, wenn nackt der Arm sich zeiget, ganz ohne diesen Zeitbestimmer? - Nur scheint's, daß dies für Euch undenkbar? - Yes, so wird's wohl baldigst unvereinbar prompt zu einer Last, mein edler Prinz."
"Fürwahr? - Dann schenk er mir nun flugs Gehör: Die güldene Uhr, sie war dereinst des Yoricks treuer Stundenweiser; jahraus, jahrein, als vormals er ein Günstling war bei Hofe! - And now sei außerdem hier noch per Ratio beschworen: Es gibt gar wohl mehr Ding' im Himmel und auf Erden, als all die wunderliche Schulweisheit sich's so uneinsichtig selbstbesessen oftmals gern erträumt - my stupid friend Horatio! -
(Für all die Nichtkundigen: Eine Rolex ist eine kostspielige Armbanduhr!)
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Leider wurde der kurzweilige, dermaßen vergnüglich und geistreich ins Unreine getriebene Dialog dann durch den urplötzlich auftauchenden - und freundlich protestierenden Regisseur Klaus Michael G. Einhalt gebietend beendet ...
Damals, in Berlin, im Theater Am Halleschen Ufer. -
Als Autor sei's mit erlaubt noch hinzuzufügen: Es ist immer wieder erfreulich, wie wohl auch vielversprechend: " in sich das zarte Wirken der Sprache zu vernehmen". So hat es der Philosoph und Schriftsteller NOVALIS zutreffend einmal zum Ausdruck gegeben. - Wohl wahr!
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Samstag, 1. September 2018

"Kunst-Verzweiflung" ...

So könnte man´s einfühlsam benennen.
Denn:
"Ars longa, vita brevis - Die Kunst ist lang, das Leben kurz", diese einstmals vom griechischen Mediziner Hippokrates zum Ausdruck gebrachte Lebensweisheit, sie macht nun einigen dieser die Kunst in Szene setzenden Pinsel-Artisten des öfteren leidvoll zu schaffen. -
Entmutigend wird dann ein der Kunst angeblich innewohnendes Prinzip der Harmonie zuweilen doch als recht zweifelhaft empfunden. -
So beispielsweise, wenn bei Sotheby's, in der englischen Stadt London, wieder einmal die Gemälde der namhaft gewordenen Maler versteigert werden - oder worden sind.    
Diese Güte eines derartigen Geschicks war ihm bisher jedoch nicht zugänglich gemacht worden, dem inzwischen alten, grauhaarigen Maler Bartholomé Esteban Murillo.-
Etwas schwermütig gestimmt, hockte er in seiner Malerklause, als das eingeschaltete Fernsehgerät erneut eine sensationelle - ihm das derzeitige Sein vermiesende Berichterstattung offenbarte:
"Ein neuer Weltrekord! 106,4 Millionen Dollar wurden heute für das Picasso-Bild "Nu au plateau de sculpteur" ersteigert. - Und gleich darauf: 104,2 Millionen Dollar zahlte ein Amerikaner für das Gemälde "Junge mit Pfeife", so tönte es aufreizend und beunruhigend ins einstmals so heimelige Atelier hinein. - Ein aberwitzige Tücke des Geschicks, so zog es der Maler kopfschüttelnd in Frage, als es sich ihm offenbarte, daß nun die Kunst im Leben der Kapitalanleger, auf der Suche nach einem zusätzlichen Markt für ihre Investitionen, zunehmend hoffähiger wurde. -
"Felix ars!" (Glückliche Kunst!), murmelte er zähneknirschend ... 
Späterhin, nun so einigermaßen zur Ruhe gekommen, nahm er die Whisky-Flasche zur Hand - und ließ sich in einen der farbverschmierten Sessel fallen. - Eine kurze Zeit der Entspannung nur, denn schon bald darauf mußte er nun die folgende, unbarmherzig zum Ausdruck gebrachte Meldung ertragen:
"Sensationell! Ein neuer Höhepunkt ist erreicht: Denn für 104,3 Millionen Dollar ist gestern früh in London Alberto Giacomettis Skulptur "L'homme qui marche" unter den begierig zuschlagenden Auktions-Hammer geraten!" schnarrte es mitleidlos aus dem T.V.-Gerät heraus.
Empört und zunehmend verbittert, schleuderte der Maler daraufhin die sich inzwischen als leer darbietende Whisky-Flasche in die feucht schimmernde Leinwand eines vor kurzem bewältigten Gemäldes (2,10 m x 1,20 m). -
Und legte sich auf dem kunterbunt leuchtenden Fußboden schlafen ... 
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Im Atelier war noch immer das Fernsehgerät eingeschaltet, als er sich schwankend erhoben hatte. - Im TV-Kanal arte wurde soeben ergriffen plappernd ins Bild gesetzt, daß für Paul Cezannes Gemälde "Pichet et fruits sur une table" bei einer Auktion zwölf Millionen Dollar erzielt worden seien!
Bedingt durch das zur Ruhe kommen wollen auf den bunten Dielen des Ateliers, ist ihm aber dann nicht mehr zu Ohren gekommen, daß Gustav Klimts Gemälde "Adele Bloch-Bauer", inzwischen bei Christies für schlappe 135 Millionen Dollar versteigert worden war. - In diesem bei vielen Malern vermutlich Verbitterung aufkommen lassenden Zusammenhang ist's nun doch noch erwähnenswert, daß in 2006 ein Bild des amerikanischen Malers Jackson Pollock ("No.5") für weltweit Schlagzeilen machende 140 Millionen Dollar wohl "offenbar zweifellos" einem "kunstsinnigen Gemäldesammler" übereignet worden ist.   -
"Beati possidentes - glücklich die Besitzenden!" murmelte einst spöttisch der griechische Tragödiendichter Euripides bei einer Gegebenheit, die dem soeben beschriebenen Mißstand beinahe vergleichbar gewesen sein könnte.
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Ein Nachtrag im (Wonne)-Monat Mai 2015:
Und da schaut nun der Pablo Picasso grinsend "von oben herab" ...
Denn für 180 Millionen Dollar wurde da jüngst seine einstmals gemalte Szenerie "Les femmes d'Alger" aufsehenerregend auktioniert, um zweifellos einem überaus feinsinnig empfindenden, kunstverständigen Sammler die tagtäglich so kunstverliebte Lebensgestaltung zu bereichern.
So sei´s denn ...
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Donnerstag, 23. August 2018

Hm? - Liebe Leserin und Leser,

eventuell sind Sie ja zuweilen auch GRIECHENLAND-Reisende ...
Der griechische Schriftsteller Nikos Kazantzakis ("Alexis Sorbas" u.a.) hat's hinsichtlich dessen einmal so formuliert:
"Welch andere Freude auf Erden kann besser im Einklang mit dem Körper und der Seele stehen, als Griechenland zu bereisen". -
Der Zauber der griechischen Landschaften - wohl wahr ...
Und Friedrich Hölderlin, der deutsche Dichter, er gab seine diesbezügliche Gemütsstimmung seinerzeit einmal doch sehr inbrünstig zum Ausdruck: "Ich liebe dieses Griechenland überall. Es trägt die Farbe meines Herzens!"
Ach ja ...
Mit einem fast heimatlichen Empfindungsvermögen sei's mir erlaubt, nun gleichfalls mancherlei über dieses Elysium zu erzählen ...
Nicht ohne darüber hinaus auch eine kritisierende Stellungnahme zur überschatteten "Jetztzeit" zu verdeutlichen. -
Kaló taxidhi! (Gute Reise!)
Falls Sie des weiteren neugierig werdend dabei bleiben wollen.
Wenn ja, dann "klicken" Sie bitte rechtsseitig im Bereich der "Stichworte" GRIECHENLAND an.
Noch etwas sei hier fast konkretisiert:
Denn der Herr von Goethe hat's einstmals schwärmerisch mit diesen Worten bekundet: "Unter allen Völkern haben die Griechen den Traum des Lebens am schönsten geträumt!"
Das nur anno dazumal?
Nein-nein, trotz allem wohl auch in der Gegenwart.
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Danke für Ihr "Dabeisein".
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Mittwoch, 15. August 2018

So ganz und gar heimatverbunden:

Patriotismus - einst die französische Wortfindung für eine vaterländische Gesinnung, die stets auf einem starken Zugehörigkeitsgefühl zur Heimat ruht, tja - und gegebenenfalls bis zur Hingabe an ...
Was ich im September 1972 recht eigenwillig zu spüren bekommen habe, in Südfrankreich:
Damals, unterwegs auf einer Landstrasse in Richtung Aix-en-Provence, um später von dort aus Paris anzusteuern. -
Das Ende der Ortschaft Roquebrussane war soeben erreicht, als ich ihn rechtsseitig stehend winken sah, einen bäuerlich wirkenden alten Mann. Bereitwillig hielt ich drum an - und öffnete die Beifahrertür des Fahrzeugs. Im Rückspiegel sah ich ihn schlurfend herannahen. Bald darauf hatte er das Auto erreicht - und bat mich darum, mitfahren zu dürfen.
Er müsse wieder einmal nach Aix-en-Provence, um dort sein allmonatlich eintreffendes Rentengeld abzuholen, gab er mir zu verstehen. - Zunehmend füllte sich die Fahrgastzelle mit einem köstlichen Knoblauch-Odeur, als mein Fahrgast nun damit begonnen hatte, mir einige Etappen aus seinen Lebenserinnerungen zu erzählen. -
Bis hin zu dem Augenblick, da ein uniformierter, gebieterisch ausgestreckter Arm uns autoritär zum Anhalten zwang: "Ausweis und Fahrzeugpapiere, bitte!" fuhr er mich an, der hochnäsig herabblickende Flic. "Haben Sie Alkohol getrunken? Wenn ja, dann hauchen Sie mich jetzt einmal nachfühlbar an", erweiterte er sein unglücklicherweise von Rechts wegen beglaubigtes Anliegen. - "Nique sa mère", (zumTeufel mit ihm!) murmelte ich mißgestimmt, mich angsterfüllt daran erinnernd, daß noch vor einigen Stunden, im nächtlichen Beisammensein mit Freunden einige Flaschen Rotwein geleert worden waren. Dann tat ich jedoch wie geheißen. -
Hm? - Ohne ein Wort der gesetzmäßig zu erwartenden Entrüstung zu bezeugen, richtete er sich intensiv nachschnüffelnd auf, machte dann zackig kehrt, um gleich darauf dem im Polizeiauto sitzenden Kollegen über die gerade vollstreckten Nachforschungen Bericht zu erstatten: "Non, pas de probleme! Irrécusable un Cote du Rhone", hörte ich ihn deutlich verkünden, da ich noch immer, ängstlich aufhorchend, bei geöffnetem Fenster die Ohren spitzte. - Ja, und nach seinem Erlebnisbericht schwenkte er seltsamerweise stillvergnügt anmutend um, und näherte sich wohlwollend grinsend wieder dem Objekt seiner vorab so entschlossen in Angriff genommenen Spekulation, dem vermutlich alkololisierten Fahrer des Automobils: "Monsieur, es ist alles in Ordnung, dann weiterhin gute Fahrt!" gab er, mir freundlich zunickend, unbegreiflicherweise zu verstehen. -
Nur das fast wiehernde Gelächter des alten Mannes übertonte das sonore Brummen des Motors, als ich den Wagen erneut gestartet hatte, um eiligst davonzufahren.
"Das darf doch nicht wahr sein! Was war das denn soeben?" ließ ich kopfschüttelnd verlauten.
"Und was hat der uniformierte Staatsdiener damit gemeint, als er seinem Kollegen unter anderem noch: Einwandfrei Cote-du-Rhone! zugeraunt hat?" - Der Alte lehnte sich schmunzelnd zurück und legte dann los: "Oui, da ging es schlicht und ergreifend um Ihre alles spezifizierende Weinfahne, Monsieur!" - "Ja, das hab' ich an sich auch begriffen." - "Sie haben bisher noch gar nichts begriffen, das sehe ich Ihnen doch an!" prustete er daraufhin los. -
"Nein, nicht? Dann erklären Sie's mir doch 'mal etwas  genauer." -
"Das will ich gern tun, also: Wir sind hier ja bisher noch immer in einem Rhone-arrondissement ..." -
"Ja-ja, das ist mir inzwischen durchaus vertraut, mein Guter", unterbrach ich ihn lauernd. -
"Oui, inmitten einer der größten und sicherlich auch ertragreichsten Weinanbaugebiete! Es gibt aber in Frankreich noch andere Winzerbereiche - und zwischen ihnen tobt schon seit Jahrhunderten ein unversöhnlicher Wettstreit", klärte er mich gestenreich auf. -
"Schon möglich", brummte ich unwirsch. "Aber was - zum Teufel! - hat das mit mir und dieser ungewöhnlich verlaufenen Polizeivisitation zu tun?" -
"Oui, sehr viel, Monsieur! Dieser Beamte hat bei Ihnen anscheinend zufriedenstellend einen vorab erlebten Cote-du-Rhone-Genuß gerochen. Wie gesagt, wir sind hier im Rhone-distrikt! Hätte er etwas anderes erschnüffelt, wie, mon dieu! so beispielsweise einen Burgunder-Rotwein oder einen Bordeaux, dann wären Sie sicher fatal in Schwierigkeiten geraten! - Und noch schlimmer wäre es wohl für Sie verlaufen, wenn dieser heimatverbundene Beamte dann fassungslos einen Rotwein aus dem Elsaß hätte erschnuppern müssen. Mon dieu! Dann hätte ich nicht in Ihrer Haut stecken wollen", betonte er seine unheilschwangere Verdeutlichung. -
"Adieu! Portez-vous bien! - Vielleicht war dieses bedeutungsvolle Erlebnis ja auch eine lehrreiche Begegnung." rief er mir noch beachtenswert zu, als wir uns in Aix-en-Provence voneinander verabschiedeten ...
-
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Freitag, 10. August 2018

Traumhaft - so gut beieinander ...

Um auch dem so altgewohnten Geschehen letztlich doch
einen gefühlvoll erweiterten Stimulus angedeihen lassen zu können.
Tja ...
Und zunehmend nachdenklich gestimmt ergriffen,
steht mir im Verlauf dieser aufkommenden Besinnlichkeit
sogleich ein beglückendes Traumbild für diese restlichen Tage auf Erden
nun malerisch harmonisierend so wirklichkeitsnah vor Augen.
Und das folgendermaßen:
Nachmittage an einer südlichen Meeresküste - 
die hüllenlos inaktiven Füße ruhen entspannt im warmen Sand. 
Auf einem hölzernen, kunstlosen Tisch schimmert - fast goldfarben -
die Fülle einer soeben dem Kühlschrank entnommenen Flasche Weißwein; 
fühlbar wohl unzutreffend als "trocken" bezeichnet. -
Nun ja, so daseinsfreudig verweilen zu dürfen,
"das wird dann zum Prachtvollsten, was die Welt zu geben hat,"
derart - fast schon paradiesisch - so hat's der
 französische Schriftsteller Albert Camus dereinst bekundet.
*
Eine Erkenntnis ...
Ja, da wird es nun wieder einmal spürbar akzentuiert:
Mein wahrscheinlich mediterran geartetes Lebensethos verweilt wohl doch zeitlebens
recht untalentiert im leistungs- und karrierebetonten Arbeitsethos
einer derart ambitionierten Lebensgestaltung.
*
Wohlan, schon keimt da - aufs neue - ein "gnothi seauton". *
* "Erkenne dich selbst"
-
Ein (tadelnder) Nachtrag:
"ti krama!" (Wie schade!)
Fast schon betroffen machend ruft sie's mir auf der Insel Lesbos zu,
die griechische Lyrikerin Sappho:
"Um nach dem Tod ruhmlos umherzuirren -
als Schatten im Schwarm nichtiger Toten?"
Ach ...
"Ultra posse nemo obligatur", so habe ich's damals abweisend bekundet.
(Über das Können hinaus ist niemand verpflichtet.)
óchi ... (nein)
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Dienstag, 7. August 2018

Reisen - in unbekannte Länder ...


Neulich, im Riesengebirge:
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Nun ja ...
Im Landschafts-Bereich der Sudeten. - Geographisch betrachtet, im polnisch-tschechoslowakisches Grenzgebiet.
Und prähistorisch benannt nach einem einstmals dort heimischen und seit langem angeblich ausgestorbenen Geschlecht sehr großer und massiger Gestalten - in vorwiegend männlicher, jedoch hin und wieder auch sichtbar gewordener weiblicher Beschaffenheit. 
Im Hintergrund des oben verdeutlichten Geschehens, da präsentiert sich die 1600 Meter hohe, als "Schneekoppe" benannte Gebirgslandschaft. -
So viel entfaltend vorab ...
Die in der veranschaulichten Szenerie von der männlichen Person so leichthin und unerschrocken in Abrede gestellten Teufel, sie sind wohl im dortigen Moor tatsächlich nicht mehr präsent, wie es vor kurzem der in Worpswede lebende 96-jährige Ethnologe Horst-Eberhardt W. auf unsere diesbezügliche Anfrage glaubhaft versichert hat. - Der letzte Vertreter dieser "Verderbtheit" oder auch "Verkörperung des Bösen" sei ein harmloser und friedfertiger Sonderling gewesen - und bereits 1945, noch kurz vor Beendigung der Flächenbombardements im "Zweiten Weltkrieg", durch eine offenbar fehlgeleitete Bombe der diese ländliche Region anhaltend überfliegenden britischen Kampfflugzeuge, am Rande des Teufelsmoores todbringend verletzt - und dort bis zur Unkenntlichkeit zuschanden gekommen. Schon bald darauf jedoch von einem in dieser Gemarkung lustwandelnden Worpsweder Maler erschrocken haltmachend aufgefunden worden ... 
Da sei als Schlußfolgerung nun doch noch weitherzig hinzugefügt: 
"De mortuis nil nisi bene" - (Über die Toten nur Gutes), rief, in einer zeitgemäß vergleichbaren Situation, dereinst so gutgesinnt der griechische Denker Diogenes Laertius.
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