Montag, 23. Mai 2022

So "sprichwörtlich aufbrausend":

                 Streitlüstern in einer ehelichen Lebensgemeinschaft ...





























                 Da kam es zum Ausdruck - voller Groll:
            "Man habe jetzt vorerst die Schnauze voll!"
                 Und im Bereich dieser Zweisamkeit -
                 da machte sich plötzlich "Verstimmung breit".
                 Tja, letztendlich meint dann der Ehemann: 
                "Ach, sieh Dir doch jetzt `mal den Bonzo an!"
                 Denn sichtbar wird dort wohl deutlich klar,
                 daß der davon kaum "beeindruckt war".
                 Friedfertig stur - auch hinsichtlich dessen -
                 ist er ganz gelassen - und  begierig "am fressen". -
                  -            
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Sonntag, 22. Mai 2022

Betrunkenheit - so folgenschwer ...

Und geisterhaft beängstigend - für den Schriftsteller EDGAR ALLEN POE.
Als ein "bedrohliches, spukhaftes Pochen". so hatte er es - dereinst literarisch seid Stunden vertieft in seiner Bücherstube noch "unerklärlich vernommen". - 
Er, der oftmals als ein "Virtuose des Grauens" und auch als "Meister-Poet der Horror-Visionen" sich ja "diesbezüglich zumeist schreibend verwirklicht hatte" - und nun "letztendlich das" ...
Zugleich jedoch ablehnend auch als der "Typus des Quartalssäufers", so wurde er einstmals charakterisiert. -
 "Oui, seine Persönlichkeit war gewiß einzigartig - und in einer wohl undefinierbaren Wesensart mitMelancholie gezeichnet", so beschrieb der französische Dichter Charles Baudelaire dereinst diesen amerikanischen Poeten. - Baudelaire, der als ein Lyriker von höchstem Formgefühl und äußerster Sensibilität - wir erinnern uns an das Buch: "Les Fleurs du mal" - "Die Blumen des Bösen", seinerzeit bereits bedeutungsvoll Achtung genießen durfte, er war bis zu diesem als "selbstzerstörerisch" bezeichneten Ableben (am 7. Oktober 1849) mit ihm in einer Freundschaft verbunden. -  
"Mon dieu! So unglückselig dahingerafft durch ein Delirium Tremens, so hatte Baudelaire das Hinscheiden aufseufzend zur Kenntnis genommen.    
"Of course: Auf keinen, der bereits vor dem Frühstück Alkohol trinkt, ist dann leider auch hinfort Verlaß!" hatte es Thomas W. White, der Herausgeber der Zeitschrift Southern Literary Messenger kritisierend bemängelt. -  
Die nachfolgenden Zeilen sind eine Analogie zum von Edgar Allen Poe dereinst geformten Gedicht "Der Rabe"; Ein mysteriöser, mitternächtlicher Besuch "zeigt sich da" spukhaft und furchterregend dem beunruhigend aufhorchenden Schriftsteller: 
Im derzeitigen Geschehen - so:
Spät abends - wie zumeist ja immer, 
saß ER in seinem Bücherzimmer ...
Gezielt, zum wonnigen Vergessen, war Alkohol oft "angemessen".  
Und einstmals, etwas "angetrunken", gebannt in Literatur versunken, 
so buchvertieft in stiller Bleibe, klopft es dann an die Fensterscheibe! 
"Wer kann das sein? Wer will da stören?"  
Hernach herrscht Ruhe, nichts zu hören ...   
 „Was geht da vor? Wer - warum - ? treibt sich vor meinem Fenster ‘rum?
Und wer bezeigt, um diese Zeit, derartig Unverfrorenheit?
Mein Gott! Ich sehe schon Gespenster“, 
das murmelt er, mit Blick zum Fenster.
„Jedoch ... Dies geisterhafte Pochen, es tönt, als wär’s ein bleicher Knochen!
Letztendlich gar der Sensenmann, klopft dumpf an meiner Wohnstatt an?“
Erhitzt spitzt er besorgt die Ohren. Der Angstschweiß bricht aus allen Poren.
Nun schreckensbleich zurückgetreten, begann er angsterfüllt zu beten.
Im Hinblick schon auf Staub und Asche, greift er verstört zur Whisky-Flasche.
Und angelangt beim letzten Tropfen, vernimmt er wieder dieses Klopfen!
„Was soll’s, ich tauge nicht zum Helden, 
da wird sich irgendwer schon melden ...“
Obwohl vom Rausch schon leicht benommen, 
ist er zur Einsicht dann gekommen,
daß, trotz geistesmächtiger Fülle, vergänglich diese Leibeshülle. -
Bis dann die ersten Zweifel kamen ...
D’rum öffnet’ er den Fensterrahmen, nachsehen, daß sich’s ihm erklär’: 
Ist’s nur der Wind, nichts weiter mehr?
Sein Blick schweift suchend in die Nacht, 
bis sich’s beschämend deutlich macht,
daß diese düstere Hinterlist als Hirngespinst zu deuten ist ...
Edgar Allen Poe:
Geboren am 19. Januar 1809 in Boston, Massachusetts, am 7.10.1849 in Baltimore verstorben. - Ansteigend verehrt und geachtet, wurde er bald als der erste bedeutende Literaturkritiker Amerikas benannt. Doch zunehmend der Trunksucht verfallen, endete der geniale Erzähler bereits im vierzigsten Lebensjahr - leidvoll im Elend. -
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Samstag, 21. Mai 2022

"HAMLET" - so "extravagant theatralisch" ...

Das Theaterstück von William Shakespeare - "derartig" miterlebt in Berlin:
Beim "Erproben der Aufführung", im Theater "Am Halleschen Ufer". - 
Dort wurde ich zum Augen- und Ohren-Zeugen einer amüsanten, "eigenwillig" in Szene gesetzten Schauspielerei. - Das jedoch VOR der "korrekten und gewissenhaften abendlichen Darbietung all dessen".
Zwei Schauspieler agierten dort schon recht seelenvergnügt auf der Bühne ... 
Der eine als Dänen-Prinz "Hamlet" und der andere verschmitzt als dessen Freund "Horatio". - 
Und das wohl nach dem Motto: "Varietas delectat - Abwechslung ergötzt!"
Was dabei dann so übermütig "zum Ausdruck geraten ist", das möchte ich hier noch einmal rückblickend anschaulich machen:
"Oh, seid gegrüßt, mein Prinz! - Ihr schaut recht trübe drein. - Was ist Euch heuer denn so unerfreulich widerfahren?"
"Arglistiges, Horatio! - Die Luft zieht schneidend scharf durch unsere Berliner Gassen. 
Und gleichfalls ist's, wie es mir scheint, outdors now empfindlich kalt geworden."
"By God, ist's schikanierend das allein, was Euch nun hier so sauertöpfisch aufmarschieren läßt, mein werter Prinz?"
"Nicht nur, Horatio! Wie ekel schal und unersprießlich, scheint mir das ganze Treiben dieser depravierten Welt! Gleich einem arg verwahrlost' Garten; in welchem binnen kurzem üppig wuchernd Unkraut wird wohl zügellos gen Himmel treiben ... Fuck of, drum laß er mich nicht länger diesbezüglich spintisieren!"
"Fürwahr, mein Prinz! - Denkbar ist's, daß Ihr da halbwegs richtigliegen könntet. - Was mich jedoch in hohem Maß befremdet, das prunkt so unvereinbar deplaciert an Eurem Arm!"
"Aha! - Was gilt es da nun uneinsichtig stur an mir zu tadeln? - So leg er ohne Zwang jetzt unverzüglich los, gleich frank und frei heraus damit!"
"Ach, letztendlich eigentlich wohl nur das eine: So solltet Ihr jetzt schlechterdings nicht angestiefelt kommen, da solch ein Kaschmirkinder-Machwerk ja zu Williams Zeiten nie gesehen ward. Drum legt nun erst einmal die prahlerische Rolex ab. - Denn das, was prunkgesüchtig Ihr so eitel da zur Schau stellt, ist zeitbezogen hier gewiß als übermütig zu gewahren, gnädger Herr!"
"Halt ein, Horatio! Und laß Dir unumstößlich sagen: Zweifel an der Sonne Klarheit, zweifel an der Sterne Licht. Zweifel häufig an der Wahrheit, jedoch an meiner Rolex nicht! - Drum sei's nun stracks als unabänderlich, auch hier in diesem Rampenlicht besiegelt."
"Sorry, but I dont like this bracelet-watch ... Erfüllt der Geltungsdrang Euch gänzlich? - Mein Prinz, das ängstigt mich!"
"Oha, da blickt er folglich unverzüglich finster ins Spektakel! - Wohlan, dann nehme er nun possenhaft zur Kenntnis: Dies Kleinod ist mir lieb und teuer - und sein Genörgel stößt bei mir auf taube Ohren - my dear Horatio!"
"Okay, mein Fürst, let me conclude: Mit oder ohne? Das ist de facto zu erfragen. - Ob edler die Gestalt, wenn nackt der Arm sich zeiget, ohne diesen wohl als neureich zu gewahrenden Zeitbestimmer? - Nur scheint's, daß dies für Euch so ganz und gar undenkbar? - Yes, I don't like this, so wird's wohl baldigst unvereinbar prompt zu einer Last, mein edler Prinz."
"Fürwahr? - Dann schenk er mir nun flugs Gehör: Die güldene Uhr, sie war dereinst des Yoricks treuer Stundenweiser; jahraus, jahrein, als vormals er ein Günstling war bei Hofe! - And now sei außerdem hier noch per Ratio beschworen: Es gibt gar wohl mehr Ding' im Himmel und auf Erden, als all die wunderliche Schulweisheit sich's so uneinsichtig selbstbesessen oftmals gern erträumt - my stupid friend Horatio! -
(Apropos ROLEX: Eine kostspielige Armbanduhr. Man besitzt sie vermutlich nicht nur, um die derzeitige Uhrzeit in Augenschein zu nehmen.) -
Einstmals, in Berlin, im Theater Am Halleschen Ufer. -
Als Autor sei noch hinzugefügt: 
Es ist immer wieder vielversprechend: " in sich das zarte Wirken der Sprache zu vernehmen". 
So hat es der Philosoph NOVALIS zutreffend einmal zum Ausdruck gegeben. - 
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Freitag, 20. Mai 2022

Erlebnisreiche Tage in jugendlichen Jahren:

Mich betreffend - als Knabe - mit einer fast 70-jährigen Großmutter, liebevoll "OMA" genannt. Sie, stets voller "Tatendrang" - und tagtäglich bei vielen Aktivitäten bereitwillig zugegen. -
So fast "abenteuerlich - hat sich dereinst dann "all das abgespielt":
Die nachfolgende "Veranschaulichung", sie nimmt nun "inhaltsschwer" Bezug auf die die dänische Ballade "Erlkönig".
In diesem "Erlebnisbericht" kommt auch ein altes Gefährt zur Geltung, ein in unserer riesigen Scheune gefundenes Motorrad. Von mir - damals fünfzehn Jahre alt - mühsam wieder fahrbereit zusammen-gebastelt. Ich nannte es liebevoll "Mofa". - In den "Nachkriegs-Jahren gab es in unserem "Dörfchen" ja noch keine Polizei-Präsenz. -
Nachfolgend nun diese dem "Erlkönig vergleichbare" Begebenheit in der Zeit meiner Jugend:
     Da rast sie vergnügt durch das nächtliche Moor.
     Es ist meine Oma! - Was hat sie jetzt vor?
     Zuhinterst sitz' ich, als der hilflose Enkel.
     Sie ruft: "Halt Dich fest! Geh' mir nicht auf den Senkel."
     Das Mofa ist mein, und d'rum bin ich sauer.
     Nun fängt's an zu regnen, ein bedrohlicher Schauer.
     "Mein Sohn, was birgst Du so bang Dein Gesicht?"
     "Siehst Oma, Du die Kurve da nicht?
     Und in meinem Antlitz die tödliche Blässe!"
     "Ach Söhnchen, halt's Maul, sonst gibt's auf die Fresse!"
     "Mensch Oma, da vorn der König der Erlen!"
     "Ich seh' nix, es ist schon ein Kreuz mit euch Kerlen."
     "Oma, fahr' langsam, da naht eine Pfütze.
     Du verlierst die Balance - und ich meine Mütze!" 
     "Jetzt reiß Dich zusammen - und hör' auf zu plärren!
     Und schwachmütig an mir herumzuzerren."
     "He, Oma, gib acht! Denn siehst Du nicht dort,
     den Nebel, den Schmodder an düsterem Ort?"
     "Klaro, mein Söhnchen, ich seh' das genau,
     nur zeigt's sich mir reizvoll - ich bin etwas blau."
     O Gott, auch das noch! Ich halt's nicht mehr aus.
     "Oma, mach kehrt! - Du formst Dich zum Graus."
     Doch sie dreht sich um, ihre Stimme eiskalt:
     "Wenn Du bist nicht willig, dann setzt es Gewalt!"
     Und schon gibt sie Vollgas, rast wild durch die Nacht.
     Nimmt keinerlei Rücksicht, genießt nur und lacht.
     Erreicht unseren Hof dann mit Mühe und Not -
     ich rutsch' hinten 'runter, vor Angst schon halbtot ...
"Ach Söhnchen, wart's ab! Denn alsbald wird eine Kraft von mir ausgehen, die Dich schleunigst wieder beleben wird!" hat sie mir zugeraunt, als ich hernach unsicheren Schrittes ins Haus stolperte.
"Nee, Oma, laß' gut sein. - Du schwafelst im Tran, noch voll des süßen Weines!" fuhr ich sie daraufhin tadelnd an. -
"Mit Freuden, mein Milchbart. - Trunken sollten wir alle sein. Jugend ist Trunkenheit noch ohne den Wein. Trinkt sich das Alter dann wieder zur Jugend, so ist das wohl reizvoll, wird traumhaft zur Tugend!" gab sie mir zu verstehen - meine noch immer verschmitzt dreinblickende Oma. -
Nun bist du ja leider - einschließlich dieser oftmals bewundernswerten Multikultur -, seit langem verblichen - dahin, in einem unergründlichen himmlischen Abseits.
Doch Du bleibst mir - "trotz allem" - als stets so "begeisterungsfähig" liebevoll in der Erinnerung - Oma "Ida" ...
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Donnerstag, 19. Mai 2022

Damals, diese "schlagfertige Reaktion":

Auf ein hemmungslos - recht flegelhaftes Miteinander ...
Zum "Ausdruck geraten" - im Garten eines Cafés im Berliner Stadtteil Charlottenburg. 
So "lauthals zu hören bekommen" - von einer am Nachbar-Tisch sitzenden, älteren Dame. Die derzeit bemüht war, sich aus einem Kännchen eine Tasse Kaffee einzuschenken. - 
Als am Nachbartisch drei junge Burschen sich in ein schamlos geführtes Palaver hineinsteigerten. - Lauthals, wurde über eine "ja unehelich gestaltete Kinder-Stube" und Spott treibend darüber schwadroniert, wie man so ein vaterloses Heranwachsen trotz allem cool und easy gemeistert habe."
Irgendwann hat das Geplapper die alte Dame offenbar vermutlich genervt. 
Jedoch recht gleichgültig erscheinend, schaute sie nur kurz einmal hoch ... 
Und hat dann an diesem Nebentisch angefragt: 
"He, kann mir wohl einer von Euch elenden Bastarden -
jetzt `mal  freundlicherweise den Zucker herüberreichen?"
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Mittwoch, 18. Mai 2022

Zufällig, fast "märchenhaft unterwegs":

Urplötzlich - "eine nicht alltägliche Begebenheit" ...
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"Hören Sie 'mal:
Ich nehme sonst keine Anhalter mit. Nur weil's da draußen saukalt ist - und Sie völlig verfroren dagestanden haben ... Jetzt frage ich Sie nach ihrem Namen - und Sie sagen: Schneewittchen! - Wollen Sie mich auf den Arm nehmen?"

Das hatte er anfangs zum Ausdruck gegeben", der Wohnmobil-Händler Horst-Michael W.. Als ihm, auf einer Fahrt von Münden nach Bebra, die oben abgebildete "Zusammenkunft widerfahren ist". -
Die sieben Personen der "Begleit-Mannschaft" der nun neben ihm sitzenden "Dame", 
die hatte er ja vorab noch "nicht zu Gesicht bekommen". -
Im Verlauf dieser "gemeinsamen Autofahrt", da bedachte er nun die sich zufällig darbietenden Gegebenheiten nutzbringend "zu ergreifen". Und um "das herausfinden zu können", wollte er freundlich anfragend "diese Möglichkeiten ergründen" - in etwa so:
"Da du nun ja so greifbar zugegen bist! Willst du nicht "ein Weilchen bei mir bleiben? 
Dort wohlschmeckend kochen - und mit mir lustbetont Liebe gestalten? 
Mir auch dabei behilflich sein, all meine Handels-Objekte stets fürsorglich zu betreuen ...
Ja, und bist du auch willens, all das erfreulicherweise reinlich zu halten? - 
Weder aufmüpfig noch rechthaberisch auftretend zugegen sein? - 
Wenn das zukünftig möglich ist, dann kannst du liebend gern bei mir bleiben. 
In einem "angenehmen Miteinander", da wird es dir hinfort "an nichts fehlen". 
Es blieb jedoch "beim ungesagten Wollen und Wünschen" - hernach erfolglos. -
Denn als man später, im Erdgeschoss seines Hauses beunruhigt aus dem Fenster schaute, 
da "tauchte" auf dem Hof  suchend und gestikulierend die Begleit-Mannschaft auf. -
"Utile dulci - das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden," 
wie es dereinst schon Horaz in seiner "ars poetica" verdeutlicht hat, das war - 
hinsichtlich dessen - illusorisch ...
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