Samstag, 22. Januar 2022

Die "eigenmächtige Schickeria" ...

Und diese "Gewalttat in München" - im  "prachtliebenden Wohn-Bereich":
Ein doch "rätselhafter Todesfall", so betitelte das Geschehen eine Münchener Boulevardzeitung. - 
Das "Lebensende" des oft als "Playboy charakterisierten Karl-Friedrich F. - 
verehelicht mit der attraktiven, wesentlich jüngeren Constanze  -
Ein "Ableben", so "Aufsehen erregend geschehen" in dem einsam gelegenen Landhaus am nördlichen Ufer des Chiemsees, auch als "Bayerisches Meer" benannt. -
Ja, nachfolgend habe ich die damals in den Medien geschilderte Berichterstattung "etwas poetischer "anschaulich gemacht" - das jedoch umfassend zutreffend: 
Mit dem folgenden Wortlaut:
Von wählerisch blasierter Art, mit nobler Umgangsform gepaart;
ein recht anspruchsvolles Wesen, das war sie wohl dereinst gewesen:
Die feine "Highsnobiety-Dame" ...
Die sich "im Abseits dessen sah",
denn "spürbar war das Ende nah". -
Vereint mit einem Ehegatten, den viele schon verlassen hatten,
im tiefsten Inneren aufgerieben, das hatte Sie als Brief geschrieben:
   Mein lieber Karl, es geht "ums Ganze"!
   Das schreibt Dir deine Frau Constanze.
   Und mit diesen barschen Zeilen, drängt es mich Dir mitzuteilen,
   daß ich Dich - noch sehr gelinde - oft absolut zum kotzen finde!
   Und da sich Deine Sticheleien nun täglich aneinanderreihen,
   werde ich mich nicht mehr grämen: 
   Ich werde von Dir Abschied nehmen!
   Ja, stell dich bitte darauf ein ...
   Und solltest Du dagegen sein, so laß es mich noch heute wissen!
   Weil wir dann diskutieren müssen: ob und auch in welcher Frist,
   Du damit einverstanden bist! -

Doch dann:
   Es gibt noch einen "Aufschub dessen", denn das hatte ich vergessen:
   Da sehe ich in dem Terminer: Morgen kommen ja die Wiener,
   die wir einst auf Mallorca trafen - und die vermutlich bei uns schlafen.
   Oje, jetzt muß ich aber laufen, Aufschnitt, Brot und anderes kaufen!
   Um für Getränke noch zu sorgen, mußt Du mir tausend Euro borgen.
   Ja-ja: Die Wohnung! Ich muß sie "blitzblank sauber machen" ...
   Da sind noch "tausend Sachen, die ich vorab noch schaffen muß"!
   So sei es, nun trotz allem, verbleibe ich mit "Gruß und Kuss". - 

"Tatsächlich" wurde dann:
Fünf Tage später der Karl-Friedrich F. tot in der Kellerbar des Landhauses am Chiemsee aufgefunden, angeblich hinterrücks erschossen. -
-
***



Freitag, 21. Januar 2022

Dieser französische PHILOSOPH ...

Jean-Jacques Rousseau - seinerzeit - in "Wirklichkeitsnähe": 
"Mon dieu, er ist ja fast schon ein Heiliger, beinahe ein Erdrutsch!" riefen derzeit oftmals einige der Fürsprecher so rundum begeistert aus. -
Während die sogenannten "Anti-Rousseauisten" den Philosophen des öfteren ja leidenschaftlich gern als einen "haltlosen Psychopathen" kritisiert haben, "der allzugern zu Gefühlsduselei neigt". -
Der amerikanische Schriftsteller Mark Twain hat einmal gesagt: "Es gäbe ja über manche Leute so viel Gutes zu berichten - aber das andere sei stets viel interessanter!" -
Ja, und diesbezüglich ist nachfolgend auch dieses Geschehen so freimütig "zum besten gegeben":
Die einstmals von Rousseau schwärmerisch manifestierte Idealvorstellung, daß der Mensch von Natur aus gut - und wohl erst durch das Leben im Kulturmilieu der Gesellschaft zu einem gegebenenfalls nun doch als böse zu charakterisierenden Homo sapiens geworden sei, sie wurde dereinst, an einem sonnendurchflutet aufscheinenden Tag im Monat April des Jahres 1745, so hinterhältig in eine "tiefgreifend belehrende Beunruhigung" genötigt, als Monsieur das folgende Malheur, nun verunsichert dastehend, so urplötzlich erdulden mußte:
Da hatte er - Jean-Jacques Rousseau,
früh morgens in der Rue Chateau, dort seine Schuhe abgeholt,
die ein Schuster neu besohlt ...
Auch die abgelatschten Hacken, zeigten nunmehr keine Macken.
Daheim dann rief er - tief bewegt, (die Überzeugung ist belegt!)
spontan, mit neu erwachtem Mut:
"Der Mensch ist von Natur aus gut!"
Jedoch:
Als er am Abend, gegen achte, sich wieder auf die Socken machte,
um Frau Thérèse * zu besuchen,
die heut mit einem Marmorkuchen ihn lustbetont bezirzen wollte,
geschah es, daß er wütend grollte.
Denn von beiden Schuhen die Sohlen, die waren plötzlich - 
ganz verstohlen - von den "Tretern abgefetzt"!
Rousseau, nun spürbar arg vergrätzt, 
wünscht diesen Schuster gleich "zum Teufel",
auch zog er bald darauf in Zweifel, 
" sind Alle von Natur aus gut?"
Zukünftig war er auf der Hut ...
Der damals "in Zweifel-Stimmung geratene" frz.-schweizer. Literat und Philosoph, er wurde am 28.6.1712 in Genf geboren; am 2.7.1787 hat er in Ermenonville das Zeitliche segnen müssen. -
Im Frühjahr des Jahres 1745, lernte Monsieur einst in Südfrankreich Madame *Thérèse Levasseur kennen. 23 Jahre später, am 30. August 1768, hat er die Dame in der kleinen Ortschaft Bourgoin, "pflichtschuldig geworden", wie Monsieur es damals benannt hat, als seine Ehegemahlin dann doch noch "gebilligt". - "Eine Lebensgefährtin, von der wohl kaum ein Verständnis für den geistigen Ehrgeiz und die intellektuellen Bemühungen des Jean-Jacques vorauszusetzen sei", lästerten dereinst Freunde und Bekannte in seinem geistigen Umfeld ...
In Frankreich sagt man "abwinkend" dazu:
"Il faut de tout pour faire un monde", die Welt besteht aus Allem und Jedem). -
Wohl wahr ...
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***
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Donnerstag, 20. Januar 2022

Ein "unheilvolles Ereignis" ...

  Dieser "urplötzliche Absturz":
  So schicksalhaft geschehen - bei uns.
  Auf einem nachbarlichen Bauernhof.
  Dort:
  Da "dachte sich ein altes Huhn":
  "Man könnte `mal ein Weilchen ruh´n"
  D`rum saß es nun auf einer Stange, 
  doch bald darauf nicht allzu lange. 
  Denn in dem Holz, da bohrte munter, 
  ein Wurm gefräßig "rauf und runter". 
  Das Huhn hat das wohl kaum vernommen - 
  und ist dadurch zu Fall gekommen. -
  Kurz darauf - wohl "selbstbesessen",
  hat Es den Wurm dann "aufgefressen". -
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  So ist's bestürzend oft im Leben: 
  nicht selten geht es arg "daneben".
  Da wird dann manchmal hier auf Erden,
  das "Hiersein" oft betrüblich werden". -
  -
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Mittwoch, 19. Januar 2022

Diese politisch "willkommenne Impf-Pflicht":

Kurzum als "unentrinnbar", wird dann dieser politische "Schachzug" demnächst als "verpflichtend staatlich beaufsichtigt so zielstrebig". 
Die Folgen einer sich arglistig in Szene setzenden "Corona-Lügen-Politik".
Und mit "der Zuhilfenahme einer Zwangs-Impfung" dann politisch eine umfassende Kontrolle und auch eventuell manipulierende Steuerung der Bürger zu ermöglichen. -
Und wir nun, geknebelt "von der wohl unerfreulichen Erwartung all dessen". 
Bisher noch in diesem "Dasein einer demokratischen Lebens-Bejahung" ...
Sollte es demnächst nun "eine angenehme Vergangenheit gewesen sein?" 
In Anbetracht der politisch so zwielichtigen kommenden Jahre - für uns Bürger als unbehaglich gestaltet mit "Fallstricken und Manipulationen" - von unseren Politik-Strategen. 
Einschließlich der zurechtgestutzt kommenden Begleiterscheinungen für all die bisher nun noch nicht "geimpften Skeptiker" ...
Diese "Impf- Machenschaften", die es dann hemmungslos "undemokratisch möglich machen", uns alle in Zukunft "unter die Lupe nehmen zu können" - und gegebenenfalls gefügig zu machen ...
Auch in Hinsicht "dieser zukünftigen Überwachung", bin ich zum "Verneiner dessen" geworden, auch der weltweit belegten Nebenwirkungen - und sich dem zur Folge ereigneten Todesfällen. -
Diese "angeblich überlebens-notwendige Spritze", sie muß dann auch jahrelang erneut verabreicht werden, weil ja sonst der "kontrollierende Einblick in einen Bürger" nicht mehr gegeben ist. -
Einige bereits im Renten-Bereich lebende Mediziner, sie hatten darüber "raufschlussreich berichtet". "Ungeimpft sollst du demnächst nicht schlafen gehen! Geimpft oftmals allerdings für immer".
Schmunzelnd - und ahnungsvoll aufhorchend, hatten sie sich hernach zu all diesen geplanten Machenschaften dann "abwinkend" zu Wort gemeldet. -  
"Denn ein wesentliches Element der Politik ist die Täuschung, stets mit dem überzeugen wollenden Begriff der VERANTWORTUNG schön-färbend zum Ausdruck gegeben". So hat es einmal ein gewisser Wolfgang Neskovic verdeutlichend benannt.
Ich "vermute ", dass die sich nun ins Renten-Alter entfernende Frau Merkel, als ein lang-jährig regierendes "Oberhaupt" stets bei all diesen zukünftigen Machenschaften "zugegen war". - 
Wohl wissend, was da zukünftig "in Planung geraten ist". 
Jedoch stets mit all dieser "diplomatischen Verschwiegenheit zugegen". -
Bald wird die "Spritze hier zur Pflicht"! 
Dann ist das "Netz der Schergen dicht".
Man kann den "Nebenzweck vermuten" - 
und der ist wahrlich "nicht zum Guten"!
Das "bürgerliche Tun und Lassen", will man "gezielt ins Auge fassen".
Eine "unfrei machende Zukunft" ...
Ein Nachtrag:
Die "per Impfung geplanten Überwachungs- Machenschaften":
"Diese alsbald zutage tretenden Zwänge, die eine Zementierung von Gehorsam erschaffen sollen!"
So hat es der Schriftsteller Albert Camus einmal in einer vergleichbaren Situation schon damals zum Ausdruck gebracht. -
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                                                         *                                                                                               

Montag, 17. Januar 2022

Diese "winterlichen Schnee-Gestalten" ...

Da wurde nun "EINE als eiskalter Typ gesichtet":
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Und die sich so sichtbar leidenschaftslos darbietende "Formgebung dessen" ...
Der homo nivis - oder auch "Schneemann", wie er seit Urzeiten, treuherzig-märchenhaft umschwärmt, noch immer benannt wird. -
Damals, alljährlich zur Winterzeit, dank der aus himmlischen Sphären herabrieselnden hexagonalen Eiskristalle, wie auch durch menschliches Geschick Gestalt angenommen, stellt er sich daraufhin, gönnerhaft unverfroren, als eine "Krone der derzeitig möglichen Schöpfung" so greifbar zur Schau. Das hinsichtlich dessen von einigen Physiologen oftmals in Angriff genommene akribische Forschen nach sich eventuell bemerkbar machenden psychophysisch gearteten Problemen, was meint: die Frage nach dem Zusammenhang von Leib und Seele, bzw. Bewußtsein und Körper, war, so hat's sich vor kurzem herausgestellt, dann doch von unwichtiger Bedeutung. Denn, so war's zu vernehmen, eine Art "Conditio sine qua non", eine unausweichliche Bedingung wärmebedingter Auflösung, offenbare hier zwangsläufig die Erkenntnis.
Ja - und trotz allem:
In der oben abgebildeten "Darstellung", da führte uns Walburga-Yvonne, die 5-jährige Tochter des renommierten Tübinger Anatomie-Gelehrten Professor Oswald G., freudig erregt hier nun solch eine "eiskalte Körperlichkeit" so spielerisch-unbekümmert vor Augen.
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*

JACQUES BREL - "so trübsinnig gestimmt" ...

Und sehnsuchtsvoll hatte ER das "musikalisch zum Ausdruck gegeben".
Damals, mit dem folgenden Wortlaut: "Ne me quitte pas" - verlass mich nicht.
Warum? - Und weswegen?
Das wird sich hier in Kürze so tiefgreifend entschleiern ... 
Oui, und in dieser erlebten, nachfolgend beschriebenen Begebenheit, da offenbarte es sich dann , wie eine "Stubenfliege" - rührselig-grotesk - dann derzeit zu einer "Ersatz-Geliebten" wurde. -
Im Oktober 1971. - Da waren wir, im nordwestlichen Frankreich, in der ehemaligen Grafschaft Anjou, unweit der Ortschaft Montjean, ein wenig "heimisch geworden".
Und an einem tagsüber sonnig-leuchtenden Herbsttag, da saßen wir im auflodernden Abendrot noch nachdenklich gestimmt am Ufergestade der Loire, ein momentan an Trennungsschmerz leidender Jacques Brel - und ich, "Didier",  in Frankreich. -
Wahrscheinlich mitfühlend, hatte angesichts dessen der Schauspieler Xavier Crauchet dem eine Beziehungskrise verschmerzen müssenden Jacques sein kleines Chalet am Ufer des hier noch schiffbaren Flusses überlassen ...
Fast geräuschlos gleitend, war dort soeben ein Segelboot zum Vorschein gekommen. - 
In Ufernähe vorbeiziehend, hatten die Bootsfahrer anscheinend den trübsinnig auf das Wasser schauenden Jacques Brel erkannt.
Schwärmerisch angetan, wurde nun johlend und gestikulierend das kleine Boot von der Seglergemeinschaft dermaßen einseitig belastet, daß es abrupt zu kentern drohte.
„Oje, ich verflüchtige mich jetzt, es wird mir hier draußen ein wenig zu kühl“, murmelte Jacques; erhob sich gelassen - und zog sein knopfloses weißes Hemd über die im Verlauf der Stunden schon leicht sonnengeröteten Schultern. - Vorab der noch immer beeindruckt an Bord stehenden Besatzung zuwinkend, nahm er seine Gitarre zur Hand und trollte sich schlurfend davon.
Wohl wahr, es ist doch immer wieder bemerkenswert, wie überschwenglich dem Chansonnier allerorten Beachtung geschenkt wird, dachte ich, als ich nun ebenfalls kehrtmachte.
Für den nachfolgenden Verlauf in dem gemütlichen Chalet, da sei nun noch so einiges anschaulich machend "illustriert":
Tagsüber wurden wir neugierig von einem kleinen, beflügelten, blau-grün-farben kostümierten "Mitbewohner" rastlos umschwirrt; ja, ununterbrochen schon am Frühstückstisch daseinsfreudig begrüßt. - Genußsüchtig war dem munteren Tierchen stets all das willkommen, was da so morgens und abends unseren Eßtisch schlemmerhaft anreicherte ...
Anfangs recht aufdringlich, ja ungebeten und auch zunehmend lästig, hatten wir uns bald - eingedenk einer moralischen Geisteshaltung: "Totschlagen ist nicht erlaubt!" - irgendwann doch an diese Art einer tagtäglich einfliegenden Frühstücks- und Abendessengeselligkeit gewöhnt. - 
Und bald darauf hatte sich dieses unabänderliche Miteinander darüber hinaus auch gefühlsmäßig fast schwärmerisch weiterentwickelt. -
Ein in den anbrechenden Morgenstunden wahrlich grotesk zum Ausdruck geratenes Geschehen ... 
Schwelgerisch Wein trinkend, hockten wir schon seit einigen Stunden vor einem stimmungsvoll flackernden Kaminfeuer.
Vier Flaschen "Musigny Grand cru", ein exquisiter Tropfen von der alten "Domaine Leroy, Vosne-Romanée" - alle zuvor schon entkorkt, „damit sich dann ansteigend ein umfassendes Bukett offenbart“, das hatte Jacques jedem verheißungsvollen „Plopp“ noch kundig hinzugefügt -, waren vermutlich recht anregend von Belang ...
Drei dieser zylindrischen Glasgefäße waren inzwischen geleert, als sich das bisherige Geplauder dann zunehmend in leicht absurden Sphären beflügelte.
Wohl noch immer vom Trennungsschmerz nachhaltig durchdrungen, verdeutlichte Jacques nun summend sein derzeitiges Herzeleid mit dem Chancon: „Ne me quitte pas, verlasse mich nicht ... wir müssen vergessen ... ich werde nicht mehr weinen ... ich verstecke mich ...“ - oder stierte nach innen gerichtet in die im Kamin aufflammenden Holzscheite. 
Bis hin zu einem stimmungsvoll aufhorchen lassenden Moment, in welchem vermittels Gitarre, lyrisch akzentuiert, die folgende Gefühlsduselei zum bedeutsamen Ausdruck gebracht wurde: „Was soll’s, die Erkenntnis: du mußt jetzt verzichten, gemahnt auch, sich seelisch bald aufzurichten!" fügte er, verschmitzt grinsend, noch geheimnisumwittert hinzu.
Rätselhaft ... „Was willst Du denn damit jetzt so urplötzlich verdeutlichen?“ forschte ich aufmerksam werdend nach.
„Oui, ma Cherie: Mon Nathalie! - Qu’est-ce qui s’est passe?“ psalmodierte er angeregt weiter.
„Cherie? Nathalie? Mon dieu! Was ist denn da jetzt so gefühlsselig geschehen? - Kannst Du das bitte etwas transparenter offenbaren?“ bat ich um Aufschluß.
„Auch wenn’s als "Notbehelf" erscheint, die "Stubenfliege" ist gemeint“, brach es nun schalkhaft aus ihm heraus.
Verwundert schaute ich sekundenlang ungläubig drein ...
Dann hatte sich alles gelichtet: „Aha! Und Nathalie nennst Du das Geschöpf deiner Begierde“, begann ich an seiner absonderlich aufblühenden Überspanntheit kumpelhaft Anteil zu nehmen.
„Oui, es war'n die freßvergnügten Stunden, in welchen wir uns wohl gefunden“, tremolierte er schwärmerisch weiter drauflos.
„Äh - wie das denn?“ mimte ich aufhorchend Erstaunen.
„D‘accord, ich erzähl’ mal, wie’s geschah, mit der Madame domestica“, begann er’s zutage tretend anschaulich zu machen. „Hungrig, völlig selbstvergessen, nascht sie beherzt am Abendessen.
Hernach hat sie, recht unbedacht, sich schwungvoll auf den Weg gemacht; 
aus einer Fleischpastetenspalte, ins Glas, das ich in Händen halte! - 
Chateau d’Yquem? Chateau Margaux? - 
Jedenfalls war's ein Bordeaux, in dem sie überstürzt versunken. - 
Und gleich darauf wohl auch ertrunken! 
Wenn nicht - trotz der Schrecksekunde - ich, mit zugespitztem Munde, 
hilfreich kämpfend um ein Leben, nun schnellstens diesen Saft der Reben, 
gleich schlürfend in mich aufgenommen! - 
Sonst wär’ sie darin umgekommen. - 
Und seither, so viel nur am Rande, vereint uns liebevolle Bande.“ 
Voilá! Jacques Brel beschwipst beschwingt in "Reinkultur".
Schmunzelnd nahm ich diese eigenwillige Verdeutlichung zur Kenntnis.
Nicht ohne jedoch gleich darauf entmystifizierend enthüllen zu wollen: „Ne m’en veuillez pas! (Nichts für ungut!) Mon ami. - Aber dieses unruhig herumfliegende Objekt einer möglicherweise abartigen Begierde ist ja wohl unverkennbar als maskulin einzuordnen!“
„Non, für mich wiederum nicht!“ hielt er dagegen. „Nun schau doch ‘mal ganz genau hin! Diese langen, seidigen Augenwimpern. Zudem eine fast schon lasziv dargebotene Weiblichkeit! - Und all das offenbart sich hier auch noch freimütig so absolut hüllenlos!“
„Hm? Wie immer Du derzeit beeindruckbar bist, mon Jacques, aber Du weißt ja, daß Nathalie gern hingebungsvoll in jedem Unrat herumstochert? Getreu nach dem Motto: Eßt mehr Scheiße, denn Millionen Fliegen können sich wahrlich kaum irren!“ gab ich nun doch zu bedenken.
„Mon dieu! Didier, mußt Du derartig ordinär laut werden?“
„Das hat Depardieux neulich vom Stapel gelassen ...“
„Non, Nathalie ist fleckenlos sauber, drogenfrei und absolut stubenrein! 
Und beneidenswert werden wir miteinander glücklich sein“, verkündete er kopfnickend. - Um dann noch zu ergänzen: „Ich freue mich auf die romantischen Abende, wenn ich buchvertieft vor dem Kamin residiere, und mon chéri Nathalie lebensbejahend um mich herumsummt.“
„Wie rührselig! - So wolkenlos glücklich, derart umflügelt in solch ein himmlisch aufleuchtendes Elysium hineinzugleiten“, erweiterte ich seine hochschwingende Gefühls-Eigendynamik.
Gramgebeugt blickte er daraufhin auf: „Ach, sich neubelebt wiederfinden in einem wohltuenden Miteinander, nicht mehr lieblos beeinträchtigt durch all die kontinuierlich auflodernden Streitereien. - Ist das nicht verheißungsvoll und auch erstrebenswert?“ klagte er’s ein.
„Oui, an und für sich schon“, mußte ich beipflichten. „Jedoch schlummert in dieser Art "Liebelei" ja nachweislich ein wahrhaft unheildrohendes Risiko!“ 
„Didier, was willst Du denn jetzt damit so grausam und herzlos heraufbeschwören?“ fuhr er mich schmollend an.
„Eine wohl unvermeidliche Gegebenheit, mon ami!“ gab ich sogleich bedeutungsvoll zu verstehen. 
„Denn ein bösartig verlaufendes Infektionssiechtum, ausgelöst durch all diese Stubenfliegen, als sogenannte "Fliegenkrankheit" weltweit zu einer qualvollen Geißel geworden, alsbald nun auch Dich so "lebensgefährlich betreffend!"
„Das ist doch absolut schwachsinnig, imbécile! - Die so quicklebendig herumstreunende Nathalie macht auf mich augenfällig einen rundum gesunden Eindruck! - Ihre Blut- und Leberwerte sind vermutlich weitaus lebensbejahender als die meinen!“ winkte er unzugänglich ab.
„Ach, sieh an: Man kann sich im Dasein auch alles unwirklich schönreden“, hielt ich schonungslos dagegen. - „Dieser arglistige Krankheitsverlauf nistet sich jedoch irgendwann folgendermaßen in Deinem Körper ein: Ein sogenannter zweigeißliger Algenpilz, Mediziner sprechen da mahnend von einem Phycomycetes, der entwickelt sein Pilzgewebe parasitisch mit Vorliebe in Fliegen! Und aus solch einem tierischen Leib werden bald darauf unzählige Sporen ausgeschleudert. Um sich dann zutraulich geißelnd sofort im menschlichen Organismus festzubeißen. - Oui! Demnach auch unabänderlich demnächst in DEINEM - compendre?“
So, als sei er nun plötzlich doch ein wenig beunruhigt, schaute Jacques sekundenlang in das noch immer erfreulich stallwarm lodernde Kaminfeuer; um dann allerdings - Einspruch erhebend - lauthals dagegenzuhalten:
„Non Didier, hör‘ doch jetzt bitte auf mit dem Blödsinn! -
Denn mit diesen zwielichtigen, pseudowissenschaftlichen Erkenntnissen möchtest Du mich offenbar neiderfüllt liebend gern in Angst und Schrecken versetzen! So muß ich das leider verstehen - oder?“
„Non! - Wie kannst Du so etwas für möglich halten?“
„Ach, eine derart eifersüchtig aufwallende Anfälligkeit, noch dazu gepaart mit unbezähmbaren Neidgefühlen, solch ein bedrückend stimmendes Konglomerat läßt dann spornstreichs doch so einiges an Verbitterung lautwerden, Didier!“ knurrte er mich vorwurfsvoll an ... 
Am darauf folgenden Tag war ich erst gegen Mittag - zuvor im Schlaf oftmals von traumgesichtigen Halluzinationen heimgesucht, mehr hinfällig meinem Nachtlager entschwunden. - Unsicher auf energielosen Beinen stehend, versuchte ich schwankend in eine Hose zu schlüpfen, um mich - noch so einigermaßen zumutbar - in die Küche zu begeben. Wo ich dann eine sentimental arrangierte Darbietung "vor Augen hatte": 
Plaziert auf dem hölzernen Fensterbrett, stellte sich auffallend dort ein leeres, umgestülptes Marmeladenglas zur Schau. - Zuoberst ließ ein brennendes Talglicht flackernde Lichtreflexe aufscheinen. Rund um das Glas herum waren dekorativ die Blüten einer Heckenrose gefühlsbetont hinzugefügt. -
Tja, und unter dem gläsernen Behältnis lag, offensichtlich reg- und leblos, die zuvor noch so inbrünstig umbuhlte Nathalie; die dünnen Beinchen nun erbarmungswürdig gen Himmel gestreckt ...
Oui, nun auf der Suche nach einem gegebenenfalls todunglücklich umherirrenden Leidtragenden, sah ich ihn bald darauf gesenkten Hauptes, kettenrauchend auf der Terrasse sitzen. - 
„Mon dieu! Was ist denn, während ich ahnungslos schlief, mit unserer Dir nun seit einigen Tagen so hilflos ausgelieferten Nathalie geschehen? Hat sie den Freitod gewählt, weil Du sie ja unaufhörlich bedrängt hast?“ forschte ich theatralisch zur Sprache gebracht nach.
Mißvergnügt schaute er daraufhin auf: „Nun, da sie mir nicht zu Willen sein wollte, hab’ ich sie wutschnaubend erwürgt!“ brach es mißgestimmt aus ihm heraus. - Um gleich darauf anklagend vom Stapel zu lassen: „Non, Du bist verantwortlich dafür, daß sie zu Tode gekommen ist! Denn eines der von Dir so leichtsinnig und recht unbekümmert halbvoll mit Wein stehengelassenen Gläser, ist der Nathalie todbringend zum Verhängnis geworden!“
„Wieso das? - Äh ...“, einstweilen etwas begriffsstutzig, horchte ich daher hinlänglich erschrocken auf.
„Naja, vermutlich hat sie nur ihren Durst stillen wollen - und ahnungslos ob der so unheilvoll hereinbrechenden Auswirkungen, zu viel davon geschlürft!“ 
„Und? Das muß ja letztendlich nicht unbedingt todbringend enden. -
Wir setzen das immerhin seit einigen Tagen trinkfreudig in Szene!“ wandte ich unbesorgt ein.
„Das schon, Didier“, stimmte er mir achselzuckend zu. „Nur haben wir bisher ja vorsichtshalber dann davon Abstand genommen, anschließend so wonnetrunken beseelt gegen die Fensterscheibe zu fliegen - und uns dabei vermutlich das Genick zu brechen!“ so gab er‘s mir als ein nicht akzeptables Verhalten wegweisend zu verstehen.
Damals, 1971, im Landhaus des Freundes Xavier Crauchet. -
Postskriptum:
Unglücklicherweise wurde dann drei Jahre später, im Herbst 1974, bei dem pausenlos Zigaretten rauchenden Jacques Lungenkrebs diagnostiziert ...
Vieles in Frage ziehend, wohl auch das sogenannte "Für und Wider" bedenkend, ist er dann anscheinend anderen Sinnes geworden - und zog sich erst einmal aus der Öffentlichkeit zurück.
Mit seinem hochseetauglichen Segelboot „Askoy“ segelte er bald darauf tagelang über den Atlantik, einen Zwischenstopp machend auf der kanarischen Insel Teneriffa.
Ab 1975 war er auf der Marquesas-Insel Hiva Oa in Französisch- Polynesien ansässig geworden. - Und dort auch, mit seinem "Flugzeug", bei vielen der Insel-Bewohnern in "Notfällen" oftmals stets hilfreich zugegen. -
„Depuis quelques jours je ne me sens pas bien" ... 
(Seit einigen Tagen fühle ich mich nicht wohl) - das hatte er dann doch zu spüren gegeben.
Am 9. Oktober 1978 mußten wir uns schmerzbewegt damit abfinden, daß Jacques, in einer Klinik in Bobigny bei Paris, im 49sten Lebensjahr seinem "Hiersein" als unheilbar plötzlich erlegen war.
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C'est très regrettable ... Adieu! Jacques Chere.
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