Sonntag, 15. September 2019

So nachdenklich gestimmt - bedeutsam nach "innen gerichtet" ...

Wieder einmal spürbar geworden
auf einer Insel - am Strand.
Wie oftmals in Griechenland - im Bannkreis der einstigen
Wiege des Abendlandes. -
Und als ich mir hier, in diesem Elysium, nun abermals
in den inneren Dimensionen meiner Leiblichkeit
so gleichmütig selbst begegnete,
war diese Einkehr doch wahrlich beachtenswert:
Carpe diem -
genieße den Tag.
Denn:
In der Schlußzeile seiner Ode "An Leukone"
 regt der römische Dichter Horaz dazu an,
die knappe Lebenszeit zu genießen.
Wörtlich genommen:
"Pflücke den Tag" ...
Carpe diem, quam minimum Credula postero:
Genieße den Tag, und vertraue möglichst wenig dem folgenden,
so heißt es da inhalts- und lebensgewichtig.
Ach ja -
und in Erinnerung an den bereits dahingegangenen Geistes-Gefährten
  Robert Gernhardt,
da sei nun mit durchweg seinen Worten
noch als beachtlich hinzugefügt:
Dein Hiersein ist ein Fenster,
an dem du kurz erscheinst.
Dies Fenster nun geöffnet ist,
im Zeitraum einer Lebensfrist,
die deinem Dasein zugedacht,
dann wird es wieder zugemacht,
und alles war dereinst.
-
Non exiguum temporis habemus,
sed multum perdidimus.
Nicht wenig Zeit haben wir,
 aber viel vergeuden wir.
-
Tja,
denn morgen ist das Heute bereits schon ein Gestern,
so sollte man's oftmals bedenken.
-
Ein aufklärender Nachtrag:
Als ein 1937 geborener Homo sapiens
wohl doch von romantischer Schwermut ergriffen, 

saß ich dort schreibend am Strand.
Mein "Carpe-diem-Gelüst" wurde fast schulmeisterlich 
von einem "Et respice consequentiam" 
(und bedenke die Konsequenzen) 
so zunehmend leicht demotiviert.
Ja -
und der Wein in der Flasche war inzwischen auch zur Neige gegangen.
Damals - bisweilen auf einer der griechischen Inseln.

-
***

Freitag, 13. September 2019

Diese "Heimsuchung" der Quälgeister - !

Wieder einmal - und zunehmend nervend im Hinblick dessen ...
Doch anheimelnd zuvor:
Denn ein aromatisch mundender Wein gab mir eine angenehme Art von "Geleit", als ich mich in das von Jean-Paul Sartre einstmals geschriebene Drama "Die Fliegen" (Les Mouches) lesend vertieft hatte. -
Anklingend an die griechische Mythologie, thematisiert hier der als "maître àpenser" so lobpreisend benannte "Vordenker" in dieser Lektüre unter anderem all die lebensnotwendigen Belange und wohl auch Tragweiten im Bereich "Freiheit" und "Hoffnung" ... 
Vorab nun ein "kurzum" doch anschaulich machender Überblick all dessen:
"In der antiken Stadt Argos wimmelt es fortdauernd so peinigend von Fliegen." 
Ein Leitfaden - hinsichtlich des dramatisch verlaufenden Geschehens. -
-
Ach ja, nun denn, apropos Fliegen:
Wußten Sie schon, daß es so etwas tatsächlich gibt? Diese aus meiner Sicht als "hinterhältig" zu bewertenden, sogenannten "Van-der-Waals-Kräfte", also "Anziehungskräfte"; mit deren Hilfe die lästigen Viecher auch Hals über Kopf einen Halt an Zimmerdecken und spiegelglatten Oberflächen zu meistern wissen. - Bevor sie dann nervend um uns herumschwirren und alsbald die Speisen auf dem appetitlich gedeckten Abendbrottisch belagern.
Insbesondere all diese widerwärtigen "Schmeißfliegen"; wir Neolatinistiker reden da wissenschaftlich und gern etwas selbstgefällig, von einer penetrant aufdringlich attackierenden "Calliphoridae". Ein stahlblau fluoreszierender Brummer, dessen Lebensabschnittsgespielin immerhin bis zu dreihundert Eier als bedrohlichen Nachwuchs erzeugt; Initialstadien, die bereits 24 Stunden später als ekelerregende Maden ... Man mag gar nicht daran denken! -
Auch nicht daran, daß da irgendwann verträumt durch die Landschaft stolpernde Tierphysiologen so unüberlegt und verniedlichend eine der Spezies dieser Quälgeister als "Stubenfliege" benannten. - Stubenfliege!
Der Inbegriff "gute Stube", bisher ja noch immer als stets "heimelig" empfunden - als eine rundum beglückende "Wohn-Wohlfühl-Sensualität"!
Und dann (man will es nicht wahrhaben wollen!) diese vernunftwidrige Kennzeichnung derartig kontinuierlich piesackender Eindringlinge.
-
Beunruhigt blickte ich nun in das vor mir stehende, sich inhaltlich noch etwa dreiviertelvoll darbietende Weinglas; in dessen Substanz eine wahrscheinlich über kurz oder lang mit dem Tode ringende Fliege jetzt hektisch eine Mitleid erregende Willenskraft offenbar werden ließ. - Hm? - Nun ja ...
"Leben, das heißt überflüssig zu sein!" ("la vie, c'est-à-être redondant") das hatte er ja dereinst so unbarmherzig zum Ausdruck gebracht, der stets nachdenklich stimmende Philosoph Sartre ...
-
***

Freitag, 6. September 2019

Der "Onkel Alfred" - und dieser weltweit so bedeutsame NOBELPREIS ...

Immerhin:
Eine seit 1901 alljährlich global lobpreisende Auszeichnung.
Und hier sei nun doch einmal entschleiernd zur Sprache gebracht, was sich in Schweden hinsichtlich dessen dereinst (vermeintlich) so bedeutungsvoll zugetragen haben soll:
Ja, es ergab sich im Juni 2007; als ich auf einem Fährschiff, das uns von Frederikshavn nach Göteborg bringen sollte, rein zufällig mit einem bärtigen Mann älteren Jahrgangs in eine sich bald darauf aufschlußreich darbietende Plauderei hineingeraten war. - Per-Olof Eriksson, so nannte er sich, mein damals schon bald darauf so mitteilsam in Erscheinung tretender Gesprächspartner. -
Beeindruckt nahm ich im Laufe der Unterhaltung zur Kenntnis, daß er, Per-Olof, als ein entfernt einzuordnender Verwandter der Familie Nobel zu gewärtigen sei. - "Seine liebevoll gepflegte Zuneigung zur Spirituose Aquavit habe jedoch bewirkt, daß er den seriösen Überzeugungen dieser ehrenwerten Familie nicht mehr genügen konnte - und somit als gesellschaftlich unmöglich zu ächten sei. Der sich zeitlebens distinguiert in Szene setzende Familien-Clan hätte selbstherrlich als not amuset reagiert, wollte sogleich wohl auch die Spreu vom Weizen trennen - und man sei nun entfremdet", so gab mir Per-Olof schmunzelnd seinen Rausschmiß aus der feinen Sippschaft zu verstehen. -
"In Lidingö sei er 1928 zur Welt gekommen. - Den Onkel Alfred habe er jedoch nicht mehr leibhaftig erlebt, da dieser bereits 1896 im italienischen Küstenort San Remo das Irdische mit dem Zeitlichen habe eintauschen müssen! - Ob ich denn überhaupt wüßte, wer dieser "Onkel Alfred" einstmals gewesen sei?" forschte er stillvergnügt nach. -
Hm? - War damit etwa der Alfred Nobel, jener schwedische Ingenieur gemeint? bedachte ich's zweifelnd. Und hochtrabend hier von ihm so ungeniert in eine verwandtschaftliche Zugehörigkeit hineinprogammiert worden? Als sein Onkel Alfred! - Der am 21. Oktober 1833 in Stockholm geborene - und am 10. Dezember 1896 im damals zumeist vom Geldadel besuchten San Remo verstorbene Erfinder von einem per Zufall spleenig in Erscheinung tretenden Per-Olof selbstbesessen und schwelgerisch als Blutsverwandtschaft in Szene gesetzt? - Eine wohl doch als fragwürdig zu betrachtende Offenbarung ... -
Wenn's aber dennoch als zutreffend zu gewahren sein sollte, dann war es ja sein Onkel, der 1863, damals noch in Stockholm, das hernach oftmals welterschütternde Dynamit erfunden hatte, so zog ich's nun erst einmal aufgeschlossen in Betracht.  -
"Jou, Du wirst es vermutlich kaum glauben", meldete sich Per-Olof dann wieder zu Wort.
"Na-ja, ich hege da noch Bedenken", gab ich verhalten zu spüren.
Was dann sogleich ein übelnehmerisches Naserümpfen zur Folge hatte ...
"Sieh an: Er zweifelt! Ich lasse hier - nur weil Du mir anfangs als sympathisch erschienen bist -, so offenherzig meinen Gefühlen einen freien Lauf, öffne vertrauensselig die Familien-Schleusen mit all den modrigen Untiefen meiner Herkunft - und er hegt Bedenken! Zögert, ob er mir Glauben schenken kann! Soll ich nun eidesstattlich versichern ..."
"Nein-nein!" fiel ich ihm abwinkend ins Wort. "Verzeih mir, aber ich war wohl soeben unheilverkündend beinahe am Rande eines Abgrunds!"
"Aha! - Und was soll das besagen?" fragte er nach.
"Nun, zwangsläufig gibt es da einen bedrohlichen Anknüpfungspunkt: Da hätten wir nun den Onkel Alfred Nobel - und mithin, unheilschwanger aufblitzend, diesen verheerenden Sprengstoff Dynamit ..."
"Hast Du's nun endlich herausgefunden? Hat sich für Dich jetzt alles zusammengereimt?" fuhr er mich spitzzüngig an. - "Vortrefflich! - Das schafft immerhin die Voraussetzung dafür, daß wir nun doch des weiteren auf den spannungsgeladenen Spuren meiner Sippschaft verbleiben können. - Also: Hättest Du es tatsächlich für möglich gehalten, daß die Erfindung des Dynamits einem sich eigenwillig zugetragenen Zufall zu verdanken ist?" betonte Per-Olof todernst den Auftakt seiner Enthüllungsgeschichte.
"Einem Zufall?" horchte ich erwartungsvoll auf.
"Allerdings! - Bezweifelst Du das?" knurrte er mich argwöhnend an.
"Nein-nein! Denn mancherlei ist ja wahrscheinlich doch nur rein zufällig entstanden", wandte ich denkbar ein. "Auch Du und ich, wir sind wohl der Gunst oder auch Ungunst der jeweiligen ..."
"He, Mann, Du nervst mich!" wurde ich unwirsch unterbrochen.
"Doch dieses dereinst zufällig erschaffene, hochexplosive Produkt, dessen geheimnisumwitterte Entstehung ich jetzt ausnahmsweise Dir hier entschleiern werde, hatte ja eines unguten Tages einen peinlichen Schlußakkord aufzuweisen!"
Erstaunt blickte ich auf. "Hm? Ausnahmsweise mir willst Du jetzt davon berichten, daß die Erfindung des Dynamits dereinst einer aleatorisch stattgefundenen Begebenheit zu verdanken ist?"
"Nun red' mal nicht so geschwollen daher, ja!" wurde ich angeblafft. "Mach Dich mal fix auf den Weg zum Duty-free-shop! Dort holst Du mir eine Flasche Aquavit, okay? - Als stimulierenden Beistand, damit ich dann anschaulicher zurückblicken kann." -
O heilige Birgitta von Vadstena! - Urplötzlich sollte hier nun der Alfred Nobel als abgründig düster Gestalt annehmen? -  Solch eine sensationelle Story hatte ich ganz gewiß nicht erwartet, als ich mir vor kurzem diese Reise nach Schweden zum Ziel gesetzt hatte, um vor Ort eventuell so einiges über den einstmals angeblich so selbstquälerisch empfundenen Bekenntnisdrang des schwedischen Romanciers August Strindberg zu erkunden ... -
Aufgewühlt sauste ich los, um dann zehn Minuten später mit der zuvor eingeforderten Flasche Aquavit wieder im Aufenthaltsraum des Fährdampfers zu erscheinen. "Gläser dafür waren dort leider nicht zu erwerben", gab ich Per-Olof zu verstehen.
"Gib schon her, ich brauche kein Glas!" ließ er mich wissen - riß mir die Flasche aus der Hand, öffnete den Verschluß - und gluckernd flutete der Inhalt, nun hoffentlich hilfreich für eine Geheimnisse lüftende Darlegung, trinkfreudig seine Kehle hinab. -
Nun, eingedenk dessen betrachtete ich's jedoch als gegeben, daß mir ein hochgestimmter Trunkenbold gleich eine unglaubliche Geschichte zum besten geben würde.
"Jetzt hör' mir 'mal gut zu, ja?" wurde ich vorab ermahnt: "Weltweit ruft es noch immer Bewunderung hervor, wenn wieder einmal jemand mit einem Nobelpreis ausgezeichnet worden ist! - Das leitet Prestige in die Wege und allerhand Bares auf's Konto! - Aber wie es dereinst dazu gekommen ist, daß solch eine Lobpreisung Wirklichkeit werden konnte, das weißt Du sicherlich ganz bestimmt nicht! - Denn in dieses durchaus geheimnisumwitterte Ereignis sind ja bisher nur ganz wenige, ausschließlich die vom Familienclan als absolut charakterfest und auch vertrauenswürdig einzuschätzenden Personen eingeweiht worden!"
"Oh! - Darin bist demnach auch Du willkommen geheißen worden?" horchte ich tief beeindruckt auf. - Erwartungsvoll auf meinem plastikbespannten Sitzmöbel herumrutschend, wollte ich jetzt unbedingt herausbekommen, was sich da einstmals so spektakulär ereignet hatte: "Per-Olof, ein Vorschlag zur Güte: Im Duty-free-shop sah ich vorhin noch acht Flaschen Aquavit im Regal stehen! Und ich bin unverzüglich gern bereit, für ..."
"He! Für wen oder was hältst Du mich?" raunzte er mich aufgebracht an. "Sehe ich in Deinen Augen aus wie ein erbarmungswürdiger Saufbruder?"
"Nein! - Aber ich würde doch gern herausfinden - äh - stichhaltig auf dem laufenden sein ..."
"Nun beruhige Dich erst einmal - ja? - Denn alles wird - das versteht sich von selbst -, korrekt und gesittet der Reihe nach entschleiert." Und wie nach innen gerichtet, nahm er sogleich bedeutungsvoll Haltung an: "Nun ja, da denke ich jetzt geschlossenen Auges zurück ... Und finde mich ein auf dem Hintergrund einer wahrlich turbulenten Epoche!" brach es pathetisch aus ihm heraus. "Und wer ist dort wirklichkeitsnah zugegen? Fürwahr: Der unruhige Forschergeist Alfred Nobel! - Als Jüngling war mir zu Ohren gekommen, daß Onkel Alfred im März 1863 in Stockholm die fünfundzwanzig Jahre jüngere, einst bildschöne Inga Engstroem kennengelernt hatte. - Und angeblich leidenschaftlich ergriffen, soll er dieser Dame sofort einen Heiratsantrag gemacht haben!"
"Eine etwas leichtsinnig vom Stapel gelassene Gefühlsduselei!" mußte ich unbedingt anmerken.
"So kann man's wohl wahrlich bewerten", erhärtete Per-Olof meine Bedenken. "Und holterdipolter ist dieses Mädel dann wohlüberlegt bei ihm eingezogen, in sein pompöses Domizil, am exklusiven Stadtrand von Stockholm."
"Auch das noch!" konnte ich nicht umhin zu bekunden.
"Wohl wahr!" nickte Per-Olof mir zu. "Wie Du es vermutlich schon ahnst, war diese Liaison nicht von Bestand: Denn Inga entpuppte sich baldigst als einfältig, kindisch und aufsässig. - Der Onkel Alfred hatte in Kürze die Nase gestrichen voll, wie man so sagt. Und hat dann mißgestimmt versucht, dieses unleidliche Zuhause in einem berüchtigten Stockholmer Nachtlokal zumindest für einige Stunden aus dem gedemütigten Bewußtsein zu verbannen."
"Bejammernswert ... Und dann?" forschte ich sensationslüstern lauernd.
"Ist alles gescheitert - in die Brüche gegangen!" betonte er's grinsend.
Unruhig ausharrend, tippte ich ihn nun erwartungsvoll an: "Per-Olof, in etwa vierzig Minuten haben wir Göteborg erreicht! Spann mich nicht länger auf die Folter. - Was geschah dann?"
"Nun, der Onkel Alfred stand eines Abends, zu vorgerückter Stunde, angeblich leicht alkoholisiert vor der Haustür seines Palais. Die Inga war zwar im Haus; hatte aber, gereizt und zunehmend verdrossen, die Tür zum vordem doch so familiären Daheim anscheinend beinahe bollwerkartig verbarrikadiert!"
"Mein Gott! Ich ahne das Schlimmste, der Untergang des Hauses Nobel!" brach es beeinflußt aus mir heraus, da sich ein beinahe vergleichbares, dereinst von Edgar Ellen Poe beschriebenes Geschehen spontan vor meinem geistigen Auge beunruhigend verlebendigte.
"Da bist Du jetzt ziemlich nah dran!" erhärtete Per-Olof mein visionäres Empfinden. "Denn der Onkel Alfred hat daraufhin zornig kehrtgemacht, ist wutschnaubend in sein Chemielabor gestolpert - und hat dort sogleich 75% Nitroglyzerin und 24,5% Kieselgur mit 0,5% Soda zusammengemixt ..."
"Nein!!" unterbrach ich ihn aufstöhnend.
"... und ist dann gleich darauf mit diesem hochexplosiven Gemisch", erzählte er jedoch unabgelenkt weiter, "das später als sogenanntes Dynamit ja welterschütternd Furore gemacht hat, nun stockwütend zur kaltschnäuzig verrammelten Haustür marschiert!"
Mir stockte der Atem ... "Ein unbeherrscht aufloderndes Gebaren!" wandte ich baß erstaunt ein.
Kopfnickend wurde mir zugestimmt.
Bestürzt forschte ich weiter: "Mein Gott! Unglaublich ... Das hatte doch todsicher schreckliche, katastrophale Folgen?"
"Beileibe, das auch - und später ja weltenweit durchaus bedeutsame!" ließ er's gewichtig anschwellen.
"Weltweit bedeutsame?" murmelte ich, bisher noch uneingeweiht ...
"In der Tat!" nickte Per-Olof mir zu. "Denn unser an und für sich stets mildtätig zu gewärtigender Onkel Alfred, er hat ja bald darauf sein so heißblütig zum Ausdruck geratenes Handeln bitter bereut! - Und die zwangsläufig aufkeimenden Gewissensbisse haben wahrscheinlich so viel bewirkt, daß er vor seinem Ableben in San Remo noch testamentarisch angeordnet hat, daß ab 1901 ein finanziell hochdotierter Preis den wirklich herausragenden Persönlichkeiten des jeweiligen Zeitgeschehens aufhorchen lassend zur Ehre gereichen sollte!" -
Unglaublich! - Noch immer hochgradig ergriffen, schaute ich nachdenklich zu ihm auf: Der Onkel Alfred! - Und die dank seiner Existenz dereinst so beeindruckende Entstehung des ja noch immer weltweit tosenden Beifall hervorrufenden praemium Nobelianum - !          -
In der Zwischenzeit hatten wir den dichtbevölkerten, rundum mit Lärm erfüllten Aufenthaltsraum des Fährdampfers verlassen - und standen nun fröstelnd im Außenbereich an der Reling ...
Per-Olof nahm einen aufmunternden Schluck aus der inzwischen inhaltlich fast zur Neige gegangenen Aquavit-Flasche. - Kreischend und freßlüstern lauernd, begleiteten uns nun auch zahlreiche Möwen, als mein Reisegefährte sich aufs neue zu Wort meldete: "Ach ja, es gab auch schon namhafte Personen, die diesen Preis abgelehnt haben!"
"Wahrhaftig! - Und das bleibt ja auch unvergessen", pflichtete ich ihm kopfnickend bei. "Denn bereits 1964 verweigerte der französische Philosoph und Schriftsteller Jean-Paul Sartre - warum auch immer? - diese Belobigung seiner Person durch eine derartige Glorifizierung."
"Naja, vielleicht war der Franzose nicht ausreichend genug selbstverliebt?" mutmaßte Per-Olof nüchtern. - Um gleich darauf noch schelmisch hinzuzufügen, daß immerhin vor einigen Jahren dieser prominente deutsche Schriftsteller solch eine Auszeichnung als eine unzumutbare Gewissensqual demonstrativ von sich gewiesen habe!"
Diesbezüglich erstaunt, blickte ich ihn daraufhin neugierig geworden an: "Das ist eigentlich schwer vorstellbar ... Wer sollte das denn gewesen sein?"
"Den Namen des Mannes habe ich leider vergessen." rief er mir zu -  ein kraftvoller Wind beeinträchtigte unseren Plausch. "Hm? - Gleichlautend ist es in Deutschland die Bezeichnung für diese Feld- und Wiesenpflanzen!" versuchte er's zu verdeutlichen.
"Du sprichst in Rätseln, Per-Olof."
"Ernsthaft? - Vielleicht erinnerst Du dich aber daran, daß damals viele Zeitungen und Zeitschriften diese schriftlich formulierte Verweigerung des Autors ja veröffentlicht haben - nein, nicht?"
"Nee, eigentlich nicht ..."
"Das nehme ich Dir nicht ab!" wurde ich angeblafft. "Aber wenn es tatsächlich so sein sollte, dann spitz jetzt einmal sensationslüstern die Ohren! Also: Verwundert nahm unser Stockholmer-Nobelpreis-Komitee dereinst diese schriftlich übermittelte Verweigerung des besagten Romanciers zur Kenntnis; in welcher geharnischt zum Ausdruck gegeben worden war, daß solch ein Preis, derart grässlich und auch beunruhigend beseelt mit dem höllischen Brandmal einer zerstörerischen Inhumanität, für ihn bedauerlicherweise als absolut unzumutbar zu gewärtigen sei. - C'est un Désagrèment, Monseigneur! Ja, mit genau diesen Worten endete die ablehnende Aussage des Herrn G.", betonte Per-Olof den Ausklang seiner aufschlußreichen Rückschau.
"Ach, die Unannehmlichkeit war damit gemeint, kosmopolitisch verfeinert", erklärte ich's grinsend. "Der Autor ist wahrscheinlich ein Kosmopolit - die dereinst vom griechischen Philosophen Diogenes so wirkungsvoll schmückend geprägte Bezeichnung für Weltbürger."
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Wir waren gerade in Göteborg angekommen, hatten die Gangway des Schiffes soeben verlassen, als sich - auf der Anlegestelle des Fährschiffes -, Per-Olof nun überraschend fast schon bedrohlich vor mir in Stellung brachte: "Du bist - wie Du's erwähnt hast - ein freiberuflich tätiger Journalist! Und trotzdem warst Du mir durchaus sympathisch, das habe ich ja bereits zu spüren gegeben. Aber solltest Du jemals dreist und unverfroren all die von mir so offenherzig zur Sprache gebrachten familialen Begebenheiten in einer Deiner stets klatschsüchtigen Zeitschriften veröffentlichen, jou, dann mach Dich auf etwas gefaßt! - Was immer Du tust, Du wirst es bitter bereuen!" wurde ich, à la Sokrates, gleich einem Schierlingsbecher, schlußendlich noch sehr eindringlich unter Druck gesetzt. "Demonstrativ trennen sich dann unsere bisher so informativ doch gemeinsamen Wege!" gab er mir deutlich zu verstehen. -
Hernach trennten sich dann tatsächlich "diese Art" gemeinsamen Wege ...
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Postskriptum:
Nachdenklich gestimmt, lag ich jedoch noch stundenlang wach, im Bett eines zweitklassigen Hotels in der Innenstadt von Göteborg.   -
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Sonntag, 1. September 2019

Demnächst - so bedeutsam sichtbar in unseren TV-Geräten:

In Erfahrung gebracht an einem beachtlichen Nachmittag auf dem überdimensionalen Gelände vieler TV-Produktionen in Köln ...
Denn dort traf unser Chefredakteur Bernd-Martin rein zufällig den allseits bekannten Entertainer Harald S.
Im Laufe des aufschlußreichen Gesprächs wurde ihm dann mitgeteilt, daß im hier produzierenden Fernsehsender RTL wohl in Zukunft bei der allerorten beliebten ereignisreichen Doku-Soap: "Ich bin ein Star - holt mich hier raus!" doch so allerhand neu und umgestaltet werden müsse. 
"Hm? Warum - und wie das denn?" versuchte Bernd-Martin zu ergründen.
"Achdiese sich dort bisher so schwachköpfig offenbarende Mischung aus dem zum Gespött gemacht werden, einer Art Selbstdemontage, immerhin einhergehend mit nicht alltäglichen Gaumenfreuden! - Nun sei man inzwischen aber zu der Erkenntnis gekommen, daß namhaftere, wie wohl gern auch berüchtigte Persönlichkeiten dem Schauplatz ein ganz neuartiges Gepräge gewahr werden lassen." gab er abfällig grinsend zu verstehen. -
"Man wolle keinen dieser dummstolzen Großtuer mehr in der Glotze zu Gesicht bekommen! Dieser geistesarme Möchtegern ist da anscheinend nicht mehr gefragt - und als zu "unvollkommen" ins Abseits geraten." wurde betont. "Wahrhaftige Kultfiguren in Fleisch und Blut seien jetzt zwingend gesucht", ließ er Bernd-Martin noch wissen.
"Das wirft ja immerhin düstere Schatten voraus!" horchte B:M auf.
"Wohlweislich!" nickte der Harald ihm zu.
"Hm? - Da wäre doch auch dieser Italiener Berlusconi nicht unpassend", gab ihm B.M. zu bedenken.
"Ja, der ist schon gefragt worden", wurde bestätigt. "Kann aber nicht dabei sein, weil er baldigst wieder als Ministerpräsident die geliebte Heimat zu neuer Blüte gestalten will.
"Vielleicht der so selbstgefällig erscheinende Donald Trump?" forschte B.M. schmunzelnd nach.
"Wohl wahr, ein durchaus vielversprechender Kandidat!" wurde bestätigt. "Nur muß man da noch so lange abwarten, bis der in Amerika endgültig zu Fall gekommen sein wird.
"Ich hab's: dieser Despot Kim Jong Un aus Nordkorea wäre dort bestimmt als ein non plus ultra zu placieren!" versuchte B.M. sich letztendlich noch hilfreich einzubringen. -
"Wohl wahr! Die Welt sei doch nach wie vor voller abartiger, pittoresk und ausdrucksvoll leicht bewußtseinsgestört oftmals zur Schau sich stellender Persönlichkeiten und auch Begebenheiten!" ließ er's schlußendlich noch spottlüstern verlauten, der Talkmaster Harald S., als sich Bernd-Martin nun kenntnisreich von ihm verabschiedete. 
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P.S.:
Nach seiner Berichterstattung all dessen, da sah man uns in der Redaktion noch eine geraume Weile doch nachdenklich gestimmt dasitzen.
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Donnerstag, 29. August 2019

Ein derzeitiges POLITIK - Empfinden ...

Weil da ja jetzt wieder einmal dieses oftmals abschreckende und zumeist drumherum redende Politik-Theater im Umlauf ist, sei's mir erlaubt, ein wenig darüber zu nörgeln und zu mißbilligen ...
So hatte ich's - kritisierend - zu tun gedacht.
Jedoch ...
"Politiker, diese nicht selten beunruhigenden Regierungsstrategen! -
Von denen immer einer schlechter ist als der andere, wie's schon der Schriftsteller Gottfried Seume einstmals als unzumutbar beschrieben hat. -
Mußt Du da nun unbedingt abkanzeln wollen - und schreibend erfolglose Vorhaltungen machen?"
Hinterfragte mein Patenonkel - damals ...
"Ja - leider, das ist doch - auch uns betreffend - zunehmend alles recht beunruhigend" so hielt ich aufmüpfig dagegen. -
"Mein Gott!" winkte ER kopfschüttelnd ab. "Wir sind ja doch vielmals jetzt leider unerfreulicherweise Zeitzeugen dessen, das dort, in einem oftmalig intellektuellen Minimum all diese selbstverliebt-ehrgeizigen Bestrebungen in einer Ichbezogenheit so exzessiv aufflackern!"
"Ja, so ist es wohl zu gewahren!" pflichtete ich bei. "speramus meliora" -
(wir hoffen auf Besseres) .
"Du vielleicht noch? Nein, ich nicht, ja wohlweislich nicht, mein Lieber" bekam ich's gleich darauf ablehnend zu hören -
seinerzeit ...
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Postskriptum:
Der französische Philosoph André Glucksmann verdeutlichte in diesem "Geschehen" einmal sehr "hintergründig": "Die Macht der Dummheit" ...
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Montag, 26. August 2019

Fernsehen: Die "Bildschirmwelt" mit all dieser geltungsbedürftigen Selbstbeweihräucherung:

Sich oftmals ins Bild setzend als recht fragwürdige "Prominenz" im TV ...
Da zeigt man sich gern so ganz und gar anbetungswürdig, als "Star" oder bisher so spürbar als ein sich recht geistesarm aufplusterndes "Sternchen" ...
Quotengenötigt von einer der Fernsehanstalten eingeladen, setzt man sich dummstolz in Positur und zudem schwatzlüstern in Szene, berauscht von der Apotheose eines schier unvergleichlichen Ichs.
Nun denn: "Prominenz", die lateinische Benennung für hervorragende Persönlichkeiten, sowohl auch für all die zumeist selbstverliebt und geltungsbedürftig in Erscheinung tretenden Möchtegern-Berühmtheiten, nebst eines oftmals nicht spurlos zu verhindernden arrogantia et inscius ...
Tja, Arroganz ist, so sei's einmal schnippisch zu spüren gegeben, wohl gar nicht 'mal selten auch als "die Perücke geistiger Kahlheit" zu gewahren. -
"Ach, vermutlich fragt sich manch einer von Ihnen späterhin oftmals kopfschüttelnd, wie man vorab ein einigermaßen annehmbares Dasein denn überhaupt bewältigen konnte?" dermaßen bespöttelte neulich ein bekannter (prominenter) Satiriker einige der anwesenden Stars und Sternchen in einer sogenannten Talkshow. - "Nun hat sich ja alles paradiesisch vergoldet - und Sie haben doch gewiß schon ein über Ihr nunmehr so unvergleichbar schillerndes Vorhandensein Auskunft gebendes Buch dabei, also anheischig machen wollend hier in Bereitschaft!" brach es mißbilligend aus ihm heraus.
Das hatten sie selbstverständlich eilfertig parat ...
(Wie oftmals, dank eines professionellen Ghostwriters.)
Zugegen im lustvollen Miteinander der Selbstbeweihräucherung. 
"Ja, da lobt man sich, gesund und munter, stets einen nach dem anderen runter!" so hat es der Autor und Kabarettist Wolfgang Nitschke handfest und ausdrucksvoll gekennzeichnet.
Wohingegen das unaufdringlich geartete Verhalten einiger (nur wenige) - der ebenfalls in Gunst und Geneigtheit stehenden Persönlichkeiten -, erfreulicherweise all das so wichtigtuerische Gefasel hin und wieder beachtenswert ausbalancieren; offenbar ganz unbelastet von dieser Selbstverliebtheit, gefallsüchtig solch ein "unendliches Ich" (Robert Gernhardt) derart überbetont der Öffentlichkeit anpreisen zu müssen.    
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Fast schon ein wenig befürwortend, so hat's der französische Philosoph Voltaire wohl dereinst schon recht zutreffend zum Ausdruck gegeben: "Die Eigenliebe ist das Instrument der Selbsterhaltung".
Und gleichbedeutend sei darum hier noch apostelhaft hinzugefügt: Selig sind die "Armen im Geiste", denn ihrer ist jetzt schon auf Erden das Himmelreich.
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Nota bene:
Der französische Kunstkritiker Octave Mirbeau philosophierte in diesem Zusammenhang einmal über eine Art "selbstgefällige Unfähigkeit".
Und:
In seinem Buch "Seichtgebiete" gibt der Autor Michael Jürgs auch einen tiefschürfenden Einblick in das geistesarme Beisammensein "der Eitelkeit" inmitten all dieser "prominenten Nullnummern".
Der Michael Jürgs, als Journalist derzeit wohl einer der Besten! Nun ist ER leider so demaskierend nicht mehr zugegen. -
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Noch etwas kommt da nachdenklich stimmend hinzu:
In neuzeitlichen Talkshows wird uns ein Sprachverhau zugemutet, der an Flauberts Behauptung zweifeln läßt, dass "die Sprache das erste Genie eines Volkes ist", kritisierte einst Andreas Altmann das dargebotene Formulierungsgeschick in der TV-Manege Geltungssucht-Striptease.
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Und in dieser Verquickung all dessen, da bleibt mir nun doch in Erinnerung, daß mein Patenonkel seinerzeit einmal kopfschüttelnd zu spüren gegeben hat: "Mein Gott! Diese ungebildete Vielfalt!" Um dann noch schmunzelnd hinzuzufügen: "Nun ja, wenn die Sonne der Kultur niedrig steht, dann werfen selbst Zwerge lange Schatten." - 
(Das hatte er - zutreffend - von Karl Kraus "ausgeliehen".) -
Als wir in den Abendstunden mit einem Glas Wein dann wieder beisammen hockten, da war er nun hinsichtlich dessen offenbar noch immer recht aufgebracht zugegen. Denn bald darauf meldete er sich tadelnd zu Wort: "Dieses geistesschwache Auftreten der Selbstherrlichkeit!" -
"Leibhaftig", stimmte ich zu. Und in Anbetracht dessen denke ich da an den römischen Satiredichter JUVENAL, der ja einmal nachdrücklich gesagt hat: "schwer ist es, keine Satire zu schreiben!"
"Ja-ja: defficile est, satiram non scribere. - Und das ist Dir, wie ich's soeben gelesen habe, wohl wieder einmal so tiefgründig zupaß gewesen", brachte ER's fast kumpelhaft zum Ausdruck. -
Gleichgesinnt damals - bedauerlicherweise ist ER nicht mehr "zugegen"...
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Tja, der französische Philosoph André Glucksmann, er sprach auch in diesem Zusammenhang einmal sehr aufschlussreich über die dort tagtäglich in Szene gesetzte "Macht der Dummheit" ...
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Dienstag, 20. August 2019

So offenkundig: "Wissen ist Macht!"

Yes, als ein "knowledge is power", so verdeutlichte der englische Renaissancephilosoph Francis Bacon schon dereinst diese wahrhaftige Erkenntnis. 
Jedoch - ?
"Scio me nihil scire. - Ich weiß, das ich nichts weiß". ließ er einstmals verlauten, der griechische Philosoph Sokrates - und er formte damit den Leitsatz seiner beharrlich aufgebotenen Bestrebungen, die Mehrheit der Menschen von einem vermeintlich vorhandenen Wissen ab - und hoffnungsvoll zu echtem Wissensbemühen hinzubringen ...
Zudem noch:
Begeben wir uns folglich - wenn auch nicht so dermaßen signifikant - mit Hilfe des deutsch/französischen Ersatz-Philosophen Didier Vaselis nun einmal informativ hinein in eine wahrlich lehr- und zudem wohl auch aufschlußreiche Erweiterung unseres (derzeitigen) Wissens:
Denn, wußten Sie's tatsächlich schon - daß?
*Eine namentlich "Pampelmuse" benannte, indes zweifelsfrei als keine dieser "griechischen Göttheiten" geschichtlich erwähnt worden ist!
*Eine "Putzmacherin" zumeist nicht als eine "streitsüchtige Frau" ihr Dasein bestreitet!
*Ja auch im "Abendland", dem Okzident, der Tagesanbruch nun noch immer mit diesem "Morgengrauen" zu Tage tritt!
*"Undank zwar der Welt Lohn", dafür aber als "absolut steuerfrei" zu gewärtigen sein darf!
*Mit der Bezeichnung "Sprachschatz" eigentlich nicht die pausenlos "quasselnde Freundin" charakterisiert worden ist!
*Manche Menschen nur dann noch "erträglich" sind, wenn man sie so recht freundschaftlich gesinnt "auf den Arm nimmt"!
*Ein "Bettelstab" als "Gehhilfe" sicherlich vollkommen ungeeignet ist!
*Es in einem nordischen Erdkreis diese "Lappen" seit Urzeiten als männliche und weibliche Erdenbürger gibt!
*Wenn es einem weltfreudig danach gelüstet - man einen "Engländer" problemlos in jedem Baumarkt ja "käuflich erwerben" kann!
*Ein "Slowfox" strenggenommen nicht als ein stets so "gemächlich dahintrottelnder Hund" zu gewahren ist!
*Dieser Fachausdruck "Blütenstand" schon von Rechts wegen niemals als eine "Börsennotierung für Falschgeld" verdeutlicht werden kann! 
*Als "Wasserpfeifen" werden arg "schlechte Schwimmer" zuweilen zusammengestaucht!
*Man in professionellen Ganovenkreisen das "Fluchtauto" salopp als eine "Abdampfturbine" bezeichnet hat! 
*"Geisterfahrer" immerhin als (zuvor) sichtbar "entgegenkommend" wahrzunehmen sind!
*Man "Haftschalen" tatsächlich noch immer ganz und gar problemlos auch ohne ein vorab gefälltes "Gerichtsurteil" bekommen kann!
Wie auch immer ...
Trotz allem sei schlußendlich hier nun doch noch zur Sprache gebracht:
*Daß der Terminus "Television" inhaltlich mehr oder weniger nur als der trügerische Glaube an eine geist- und einfallsreiche "Fernseh-Unterhaltung" zu ermessen sein kann! 
Denn: Ultra posse nemo obligatur - über das Können hinaus ist niemand verpflichtet ... 
Das ist man ja nur noch der leidigen "Quoten-Abhängigkeit" in all den Fernsehsender-Laboratorien der privaten Verblödungs-TV-Anstalten.
Wohl wahr:
So klipp und klar ungeschminkt - verdeutlichend hierzu - sei hier noch der Autor Michael Jürgs und sein Buch mit dem Titel  "Seichtgebiete" erwähnt. -
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Samstag, 17. August 2019

Damals - die Begegnung mit Sir Peter Ustinov ...

Per Zufall in Zürich!
Für mich ein bedeutungsvolles Beisammensein. -
Vorab schaulustig in der Kunsthalle, bei einer Besichtigung der Plastiken von Alberto Giacometti, saßen wir hernach dann noch im hauseigenen "Miro-Garten" angeregt plaudernd beisammen ...
Und als ein Überblick dessen, da sei hier nun so einiges komprimiert zum Ausdruck gegeben:
Unter anderem sprachen wir auch über meine beruflichen Aktivitäten - und Sir Peter gab mir sogleich schelmisch dreinblickend zu spüren:
"Ja, wo man nicht lacht, da laß dich niemals nieder! Denn das Dasein zeigt sich dort zumeist recht bieder." 
Nun, dessen war ich mir durchaus bewußt, derzeit bühnenaktiv, und als Glossenschreiber, der hin und wieder Lesungen in Szene zu setzen gedachte. 
"Hm, da  hüte Dich vor der sich bedauerlicherweise ja oftmals in Rufweite vergegenwärtigenden Mittelmäßigkeit!" wurde es mir als beachtenswert nahegelegt. - "Eine zufriedenstellende Erkenntnis wird es irgendwann sein, daß man sich nur einem kleinen Kreis von Lesern verständlich machen kann", ließ er mich abgeklärt wissen. 
Um dann noch lachend hinzuzufügen:"Aber zum Glück gibt es ja immer noch neugierige Leser, wie es der Schweizer Verleger Daniel Keel vor kurzem hoffnungsvoll zur Sprache gebracht hat, als wir im Restaurant Kronenhalle über anspruchsvolle Literatur diskutierten". -
Ja, all das lies er mich sachkundig wissen, der Autor, Regisseur und Schauspieler Peter Ustinov. Bevor wir uns spätnachmittags, im August 1984 in Zürich voneinander verabschiedet hatten.
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Sir Peter Ustinov, wahrlich ein stets beeindruckender Weltbürger, der mir als "so rundum geistreich und lebenserfahren" in Erinnerung bleiben wird. 
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Samstag, 10. August 2019

Erwartungsvoll in Berlin ...

Wohl wahr, diese noch immer rundum beeindruckende Stadt - !
Und da Sie nun einmal "so vor Ort" zugegen sind, liebe Leserin und Leser, bleiben Sie bitte weiterhin mit mir beisammen - und kommen Sie jetzt mit in das ja oftmals aufsehenerrengend Bühnenwerke gestaltende Schauspielhaus "Theater am Halleschen Ufer." -
Shakespeares "Hamlet" ist da derzeit in Vorbereitung dessen ...
Und was dort, bei dieser "Einübung" vergnügt und eigensinnig so zunftgerecht wortgewandt in Szene gesetzt worden ist, bzw. war,
das können Sie dann ergötzlich "miterleben". -
Danke für Ihr Dabeisein ...
Nachfolgend:
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Freitag, 26. Juli 2019

Shakespeares Theaterstück "HAMLET", so kunstgerecht "eigenwillig" in Szene gesetzt ...

Am Nachmittag - vor der "authentischen" abendlichen Aufführung. -
Yes - doch so viel vorab:
"Shakespeare läßt ja alles mit sich machen. Er kann sich nicht wehren", so hat's Tobias Döring, der Präsident der Deutschen Shakespeare-Gesellschaft kritisierend zum Ausdruck gebracht.
Tja, und auf diesen stets so leichtfüßig begehbaren Trampelpfaden des "hinnehmen müssen" und "heimgesucht werden", da sei auch die folgende Begebenheit als geistvoll erheiternd nachzuempfinden:
Als im Theater Am Halleschen Ufer der Hamlet einstudiert wurde, durfte ich damals ergötzlich miterleben, wie man sprachlich dort all das einmal recht übermütig und schalkhaft gelungen so eigenwillig in Szene zu setzten vermag. - Das bleibt für mich "unvergessen" - denn:
Zwei Schauspieler agierten dort seelenvergnügt blödelnd auf der Bühne herum; der eine als Dänenprinz Hamlet und der andere als dessen Freund Horatio. - Was dabei so übermütig zum Ausdruck geraten ist, das möchte ich hier noch einmal rückblickend anschaulich machen:
"Oh, seid gegrüßt, mein Prinz! - Ihr schaut recht trübe drein. - Was ist Euch heuer denn so unerfreulich widerfahren?"
"Arglistiges, Horatio! - Die Luft zieht schneidend scharf durch unsere Berliner Gassen. Und gleichfalls ist's, wie es mir scheint, outdors now empfindlich kalt geworden."
"By God, ist's schikanierend das allein, was Euch nun hier so sauertöpfisch aufmarschieren läßt, mein werter Prinz?"
"Nicht nur, Horatio! Wie ekel schal und unersprießlich, scheint mir das ganze Treiben dieser depravierten Welt! Gleich einem arg verwahrlost' Garten; in welchem binnen kurzem üppig wuchernd Unkraut wird wohl zügellos gen Himmel treiben ... Fuck of, drum laß er mich nicht länger diesbezüglich spintisieren!"
"Fürwahr, mein Prinz! - Denkbar ist's, daß Ihr da halbwegs richtigliegen könntet. - Was mich jedoch in hohem Maß befremdet, das prunkt so unvereinbar deplaciert an Eurem Arm!"
"Aha! - Was gilt es da nun uneinsichtig stur an mir zu tadeln? - So leg er ohne Zwang jetzt unverzüglich  los, gleich frank und frei heraus damit!"
"Ach, letztendlich eigentlich wohl nur das eine: So solltet Ihr jetzt schlechterdings nicht angestiefelt kommen, da solch ein Kaschmirkinder-Machwerk ja zu Williams Zeiten nie gesehen ward. Drum legt nun erst einmal die prahlerische Rolex ab. - Denn das, was prunkgesüchtig Ihr so eitel da zur Schau stellt, ist zeitbezogen hier gewiß als übermütig zu gewahren, gnädger Herr!"
"Halt ein, Horatio! Und laß Dir unumstößlich sagen: Zweifel an der Sonne Klarheit, zweifel an der Sterne Licht. Zweifel häufig an der Wahrheit, jedoch an meiner Rolex nicht! - Drum sei's nun stracks als unabänderlich, auch hier in diesem Rampenlicht besiegelt."
"Sorry, but I dont like this bracelet-watch ... Erfüllt der Geltungsdrang Euch gänzlich? - Mein Prinz, das ängstigt mich!"
"Oha, da blickt er folglich unverzüglich finster ins Spektakel! - Wohlan, dann nehme er nun possenhaft zur Kenntnis: Dies Kleinod ist mir lieb und teuer - und sein Genörgel stößt bei mir auf taube Ohren - my dear Horatio!"
"Okay, mein Fürst, let me conclude: Mit oder ohne? Das ist de facto zu erfragen. - Ob edler die Gestalt, wenn nackt der Arm sich zeiget, ohne diesen wohl als neureich zu gewahrenden Zeitbestimmer? - Nur scheint's, daß dies für Euch so ganz und gar undenkbar? - Yes, I don't like this, so wird's wohl baldigst unvereinbar prompt zu einer Last, mein edler Prinz."
"Fürwahr? - Dann schenk er mir nun flugs Gehör: Die güldene Uhr, sie war dereinst des Yoricks treuer Stundenweiser; jahraus, jahrein, als vormals er ein Günstling war bei Hofe! - And now sei außerdem hier noch per Ratio beschworen: Es gibt gar wohl mehr Ding' im Himmel und auf Erden, als all die wunderliche Schulweisheit sich's so uneinsichtig selbstbesessen oftmals gern erträumt - my stupid friend Horatio! -
- - -
(Ach ja, für all die "Nichtkundigen": Eine ROLEX ist eine kostspielige Armbanduhr.
Man besitzt sie vermutlich nicht nur, um die derzeitige Uhrzeit in Augenschein zu nehmen.) -
Post skriptum: Ich "träumte" einmal, mit Harald Martenstein, von einer wirklich beeindruckenden Armbanduhr, aus der zur vollen Stunde ein geschnitzter Kuckuck heraushüpft und stets eine aufmunternde Melodie tremoliert. -
Vergeblich ...
-
Jedoch:
Einstmals, in Berlin, im Theater Am Halleschen Ufer. -
Als Autor sei's mit erlaubt noch hinzuzufügen: Es ist immer wieder erfreulich, wie wohl auch vielversprechend: " in sich das zarte Wirken der Sprache zu vernehmen". So hat es der Philosoph und Schriftsteller NOVALIS zutreffend einmal zum Ausdruck gegeben. - Wohl wahr!
-
***

Sonntag, 21. Juli 2019

Traumhaft - so gut beieinander ...

Um auch dem so altgewohnten Geschehen letztlich doch
einen gefühlvoll erweiterten Stimulus angedeihen lassen zu können.
Tja ...
Und zunehmend nachdenklich gestimmt ergriffen,
steht mir im Verlauf dieser aufkommenden Besinnlichkeit
sogleich ein beglückendes Traumbild für diese restlichen Tage auf Erden
nun malerisch harmonisierend so wirklichkeitsnah vor Augen.
Und das folgendermaßen:
Nachmittage an einer südlichen Meeresküste. 
"Mein Geist gibt sich den Wogen hin - und schmiegt sich
dem Rhythmus des Meeres an." So hat's schon dereinst der griechische 
Schriftsteller Kazantzakis ergreifend zu spüren gegeben. -
Und die hüllenlos inaktiven Füße ruhen entspannt im warmen Sand. 
Auf einem hölzernen, kunstlosen Tisch schimmert - fast goldfarben -
die Fülle einer aromatischen Flasche Weißwein.  *
Nun ja, so daseinsfreudig verweilen zu dürfen,
"das wird dann zum Prachtvollsten, was die Welt zu geben hat,"
derart - fast schon paradiesisch - so hat's der
 französische Schriftsteller Albert Camus dereinst bekundet.
*
Eine Erkenntnis ...
Ja, da wird es nun wieder einmal spürbar akzentuiert:
Mein wahrscheinlich mediterran geartetes Lebensethos verweilt wohl doch zeitlebens
recht untalentiert im leistungs- und karrierebetonten Arbeitsethos
einer derart ambitionierten Lebensgestaltung.
*
Wohlan, schon keimt da - aufs neue - ein "gnothi seauton". *
* "Erkenne dich selbst"
-
Ein (tadelnder) Nachtrag:
"ti krama!" (Wie schade!)
Fast schon betroffen machend ruft sie's mir auf der Insel Lesbos zu,
die griechische Lyrikerin Sappho:
"Um nach dem Tod ruhmlos umherzuirren -
als Schatten im Schwarm nichtiger Toten?"
Ach ...
"Ultra posse nemo obligatur", so habe ich's damals abweisend bekundet.
(Über das Können hinaus ist niemand verpflichtet.)
óchi ... (nein)
-
Erwähnt sei in diesem Gefühlstiefen-Zusammenhang nun doch noch
die in Griechenland oftmals und gerne in Anspruch genommene
Wortprägung "sophrosyne" - die "Selbstbeherrschung, Gelassenheit".
"Wie's ja gegebenenfalls nur schwerlich in Szene zu setzen ist", 
gab mir Theodorakis einstmals grinsend zu denken. -
Später, obwohl wir schon
einige Flaschen mit griechischem Wein "begutachtet" hatten.
-
*(Nachfolgend habe ich noch so einiges zum Thema "WEIN" bekundet.)
-
***

Freitag, 19. Juli 2019

Liebe Leserin und Leser.

Nun ja, wie wir's ja eigentlich alle wissen:
Wein gibt es nicht nur zu all diesen religiösen Festivitäten - und anderen bedeutsamen Geselligkeiten.
Eine abendliche Mahlzeit ganz ohne Wein? -
In einer Art von "Erweiterung dessen", da sei hier noch erwähnt:
Der griechische Lyriker Alkaios von Lesbos, er gab's dereinst einmal schmunzelnd so hintergründig zu spüren: "In vino veritas!" im Wein liegt Wahrheit ...
Auch das: Selbst einem Herzinfarkt wird da auch oftmals eine vorbeugende Wirkung zugesprochen. -
Der englische Weinkenner Hugh Johnson hat's einst mit diesen Worten fast märchenhaft manifestiert: "Weintrinker sehen gut aus, sind intelligent, sexy - und auch gesund!" -
"Ach nein, denn da erläutert ein Schmunzeln darüber doch fast schon eine Zwangsvorstellung!" so hätte ihm der griechische Schriftsteller Nikos Kazantzakis vermutlich dereinst ein wenlg Einspruch gegeben. -
Wie oder was auch immer ...
Trotz allem sei's mir erlaubt, im folgenden zum Thema "WEIN" einiges zum Ausdruck zu geben:
Darum lesen Sie bitte weiter.
Ach ja, so weinselig ergriffen.
und
Vor dem Ableben "reinen Wein eingeschenkt".
-
In diesem Sinne: Zum Wohl!
-
*

Donnerstag, 18. Juli 2019

So weinselig und wonnetrunken ergriffen:

Nun ja, wohl hinsichtlich dessen ...
"Bonum vinum laetificat cor hominis" - meint:
"Guter Wein erfreut des Menschen Herz", das hat schon vorzeiten, so durchaus verheißungsvoll, der Herr von Goethe recht zutreffend zu spüren gegeben. -
Vorab sei's geschichtlich begründet:
Immerhin, schon 3500 Jahre vor Christie war sie bereits den alten Ägyptern bekannt, die Weinrebe ...
Und wurde, nachdem sie der mit nackten Füßen zermanschenden Aktivität einiger Kelterknechte zur Trennung des Saftes von Hülsen und Kernen ausgeliefert worden war, inklusive all der sonstigen Produktionsprozesse, als ein jetzt mundgerecht geschaffenes Erzeugnis nicht selten mit der Würdigung  "Göttertrank" oftmals unglaublich schwatzhaft umschmeichelt.
Das nun auch heutzutage. Als da, 'mal beispielsweise, zu lesen sein kann:
Pure Frucht, die sich im Abgang (ist in diesem Fall als "abwärts gleitend" zu verstehen.) zunehmend blumiger verdichtet und ausbalanciert all die Sinne verzaubert. - (alle?)
Da erzeugt eine sich nun mit monumentaler Kraft entfaltende, samtweiche Opulenz (meint: "Volumen", auch "Üppigkeit", wohl nicht lümmelhaft "Korpulenz" oder "Leibesfülle".) dann im Gaumen einen spannungsgeladenen, köstlichen Akkord von Harmonie und Raffinesse (Nun, das könnte ja auch als "Strategie" oder als "Taktik" verstanden werden.) - Und eine dermaßen deliziös und erlesen erschaffene Pikanterie ("Anzüglichkeit"?), sie offenbart dann in einer vollmundig ausgereiften Vollendung verlockend den Hochgenuß herausragender Weine.
Ein einleitend noch herb-würzig wahrzunehmender Anflug von Verschlossenheit (= vermutlich die Prüderie des Weines!), vollendet sich prickelnd baldigst zu einem nur noch als göttlich zu preisenden Gaumen-Verführungszauber!
Ambrosia (ist ja ursprünglich als Terminus für "Götterspeise" oder gegebenenfalls auch für das "Salböl der Unsterblichen" geprägt worden.) kriecht (!) süffig berauschend, exquisit aromatisch in jede Falte des Mundes. (Diesbezüglich ist da offenbar leider nur der innere Bereich des Mäulchens vom Glück begünstigt? Oder läßt sich darüber hinaus auch die im Alter äußerlich etwas schrumpliger werdende Hautbeschaffenheit gleichfalls ein wenig manipulieren?) -
Wie auch immer: Nach einer langdauernden Reife späterhin genial ausbalanciert, entfaltet sich im Gaumen himmlisch erhebend (!) eine superbe Fülle von Tiefe und Frische. (Amen!) -
Ach ja, uns allen, die wir nun dermaßen mundwässernd in Kenntnis gesetzt worden sind, ist zweifellos fest umrissen zu Bewußtsein gekommen, was da unglaublich schwelgerisch zu einem unvergeßlichen Gaumenerlebnis ins bisher eventuell ja leicht abgeschmackt vonstatten gegangene Erdendasein gerufen werden kann.
Voilà! - 
Einem dermaßen als Beglückung beweihräucherten Produkt, dem kann man wohl irgendwann nicht mehr mit Abneigung begegnen. - Dessen wurde ich mir, aufschlußreich auf den Geschmack kommend wohl auch bewußt, als ich dereinst, noch jung an Jahren, für Wochen und Monate in Frankreich heimisch sein durfte. -
Hernach: 
Oui - und von all den dort tagtäglich sich stets so anheischig machenden Trunkenheitsstimmung-Ermunterungen durchaus beeinflusst, bekam ich alsbald auch die (In Deutschland, nicht in Frankreich und auch nicht in Griechenland!) des öfteren wohlmeinend ausgesprochenen Ermahnungen zu hören: "Willst du den Rest deiner Erdentage nur noch trunken torkelnd umherstolpern? Anstatt aufrecht schreitend ..."
"Wohl oftmals offenbart sich Zwang, im aufrecht dargebotenen Gang", summte ich anfangs gern halblaut, etwas gereizt dagegen halten wollend. - 
Das ist lange her und war nicht von Dauer ...
Denn:
"Wo aber der Wein fehlt, da fehlt auch der Reiz des Lebens", bekundete einst schon der griechische Dichter Euripides solch ein Dasein von oftmals hervorbrechender Freudlosigkeit. -
-
Euripides war ein griechischer Dramatiker und Tragödiendichter.
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Montag, 8. Juli 2019

Hm? Vor dem ABLEBEN "so bußfertig" noch "reinen Wein eingeschenkt" - ?

Sehr informativ, was sich dort mit einer "letzten Kraft" offenbart hat - auf diesem alteingesessenen Weingut in der Toskana ...
Umgeben von Weinfeldern, in der Nähe eines mittelalterlichen Dörfchens in der Provinz Grosseto.
Si-si, und dort waren wir - per Zufall - für einen durchaus ergreifenden Augenblick einmal aufmerksam und höflich abwartend zugegen:
Denn im alten Herrenhaus des Gutes, im Castello di grappolo du' va, liegt der bejahrte Winzer Don Carlo bleich und kraftlos auf einem aus Großvaters Zeiten mit Damast bezogenen Sterbebett. -
In Anbetracht dessen bewegt und beunruhigt, läßt er nun seine drei Söhne sogleich zu sich rufen, um ihnen ein wahrscheinlich aufsehenerregendes Betriebsgeheimnis zu offenbaren. - Die drei Stammhalter, der permanent bauernschlau auftretende Mario (mio monello), der gerissen agierende Giovanni - und der zumeist trickreich zu Werke gehende Fausto erscheinen beunruhigt ...
Mit fast schon ersterbender Stimme beginnt dann der Alte aufklärend zu flüstern: "Nun spitzt 'mal aufnahmebereit die Ohren, denn zweimal werde ich's kaum noch verdeutlichen können!" -
Neugierig geworden, beugen sich die Söhne nun über den schlaffen Mund des offenbar sterbenden Vaters, der ihnen röchelnd des weiteren zuraunt:
"Mein Großvater war ja als Winzer dereinst noch den Geboten unserer toskanischen Weinaristokratie verpflichtet! Eine Bestimmung, die euch schlitzohrigen Panschern wohl so allerhand Unliebsamkeiten bereiten würde. Denn seinerzeit wurde der Wein noch vorherrschend aus Trauben erschaffen!" - Mit einem "Nicht-wahrhaben-wollenden-Gesichtsausdruck" blicken die Söhne sich daraufhin an ...
Bis dann der Fausto abweisend anmerkt: "Da haben wir's deutlich, jetzt geht es mit ihm zu Ende, er fantasiert schon!" - Und der Mario noch selbstsicher hinzufügen mußte: "Der Alte war ja nie so ganz bibelfest, sonst hätte er glaubwürdig und gottesfürchtig die Erkenntnis erhalten, daß schon zu Urzeiten Wasser zu Wein werden konnte!" -
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Damals - zum Ausdruck gegeben in der Toskana ...
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Sonntag, 30. Juni 2019

Jacques Brel intoniert: "Ne me quitte pas" - verlass mich nicht - !

Damals, als Jacques das einmal trübsinnig gestimmt "in Szene zu setzen" versuchte:
Wie? - Auf welche Art und Weise?
Das wird sich hier in Kürze so tiefgreifend entschleiern ... 
Oui, und in der nachfolgend vor Augen geführten damaligen Begebenheit, da offenbart es sich dann, wie ein als "Stubenfliege" bezeichneter Quälgeist nun wohl rührselig-grotesk, jedoch unüberhörbar zu einer liebgewordenen „Auserwählten“ berufen wurde:
Im Oktober 1971. - Die ersten Tage im Monat waren bereits verstrichen, als wir im nordwestlichen Frankreich, in der ehemaligen Grafschaft Anjou, unweit der von einem Mischwald umgebenen Ortschaft Montjean, ein wenig heimisch geworden waren.
Und an einem tagsüber sonnendurchflutet leuchtenden Herbsttag saßen wir im derzeit farbenfreudig auflodernden Abendrot noch nachdenklich gestimmt am Ufergestade der Loire, ein momentan an Trennungsschmerz leidender Jacques Brel - und ich, Didier. -
Wahrscheinlich mitfühlend, hatte angesichts dessen der Schauspieler Xavier Crauchet dem eine Beziehungskrise verschmerzen müssenden Jacques sein kleines Chalet am urwüchsigen Ufer des hier noch schiffbaren Flusses überlassen ...
Fast geräuschlos gleitend, war dort soeben ein Segelboot zum Vorschein gekommen. - 
In Ufernähe vorbeiziehend, hatten die Bootsfahrer anscheinend den trübsinnig auf das Wasser schauenden Jacques Brel erkannt.
Schwärmerisch angetan, wurde nun johlend und gestikulierend das kleine Boot von der Seglergemeinschaft dermaßen einseitig belastet, daß es abrupt zu kentern drohte.
„Oje, ich verflüchtige mich jetzt, es wird mir hier draußen ein wenig zu kühl“, murmelte Jacques; erhob sich gelassen - und zog sein knopfloses weißes Hemd über die im Verlauf der Stunden schon leicht sonnengeröteten Schultern. - Vorab der noch immer beeindruckt an Bord stehenden Besatzung zuwinkend, nahm er seine Gitarre zur Hand und trollte sich schlurfend davon.
Wohl wahr, es ist doch immer wieder bemerkenswert, wie überschwenglich dem Chansonnier allerorten Beachtung geschenkt wird, dachte ich, als ich nun ebenfalls kehrtmachte.
-
Für den nachfolgenden Verlauf dieser erlebten Stunden in dem gemütlichen Chalet, da muß ich nun doch noch so einiges anschaulich machend erläutern:
Seit einigen Tagen wurden wir neugierig von einem kleinen, beflügelten, blau-grün-farben kostümierten "Mitbewohner" rastlos umschwirrt; ja, ununterbrochen schon am Frühstückstisch lebhaft und daseinsfreudig begrüßt. - Genußsüchtig war dem munteren Tierchen stets all das willkommen, was da so morgens und abends unseren Eßtisch schlemmerhaft anreicherte ...
Anfangs recht aufdringlich, ja ungebeten und auch zunehmend lästig, hatten wir uns bald - eingedenk einer moralischen Geisteshaltung: "Totschlagen ist nicht erlaubt!" - irgendwann doch an diese Art einer tagtäglich einfliegenden Frühstücks- und Abendessengeselligkeit gewöhnt. - 
Und bald darauf hatte sich dieses unabänderliche Miteinander darüber hinaus auch gefühlsmäßig fast schwärmerisch weiterentwickelt. -
Ein in den anbrechenden Morgenstunden wahrlich grotesk zum Ausdruck geratenes Geschehen ... 
Schwelgerisch Wein trinkend, hockten wir schon seit einigen Stunden vor einem stimmungsvoll flackernden Kaminfeuer.
Vier Flaschen "Musigny Grand cru", ein exquisiter Tropfen von der alten "Domaine Leroy, Vosne-Romanée" - alle zuvor schon entkorkt, „damit sich dann ansteigend ein umfassendes Bukett offenbart“, das hatte Jacques jedem verheißungsvollen „Plopp“ noch kundig hinzugefügt -, waren vermutlich recht anregend von Belang ...
Drei dieser zylindrischen Glasgefäße waren inzwischen geleert, als sich das bisherige Geplauder dann zunehmend in leicht absurden Sphären beflügelte.
Wohl noch immer vom Trennungsschmerz nachhaltig durchdrungen, verdeutlichte Jacques nun summend sein derzeitiges Herzeleid mit dem Chancon: „Ne me quitte pas, verlasse mich nicht ... wir müssen vergessen ... ich werde nicht mehr weinen ... ich verstecke mich ...“ - oder stierte nach innen gerichtet in die im Kamin oftmals knisternd aufflammenden Holzscheite. 
Bis hin zu einem stimmungsvoll aufhorchen lassenden Moment, in welchem vermittels Gitarre, lyrisch akzentuiert, die folgende Gefühlsduselei zum bedeutsamen Ausdruck gebracht wurde: „Was soll’s, die Erkenntnis: du mußt jetzt verzichten, gemahnt auch, sich seelisch bald aufzurichten!" fügte er, verschmitzt grinsend, noch geheimnisumwittert hinzu.
Rätselhaft ... „Was willst Du denn damit jetzt so urplötzlich verdeutlichen?“ forschte ich aufmerksam werdend nach.
„Oui, ma Cherie: Mon Nathalie! - Qu’est-ce qui s’est passe?“ psalmodierte er angeregt weiter.
„Cherie? Nathalie? Mon dieu! Was ist denn da jetzt so gefühlsselig geschehen? - Kannst Du das bitte etwas transparenter offenbaren?“ bat ich um Aufschluß.
„Auch wenn’s als Notbehelf erscheint, die Stubenfliege ist gemeint“, brach es nun schalkhaft aus ihm heraus.
Verwundert schaute ich sekundenlang ungläubig drein ...
Dann hatte sich alles gelichtet: „Aha! Und Nathalie nennst Du das Geschöpf deiner Begierde“, begann ich an seiner absonderlich aufblühenden Überspanntheit kumpelhaft Anteil zu nehmen.
„Oui, es war'n die freßvergnügten Stunden, in welchen wir uns wohl gefunden“, tremolierte er schwärmerisch weiter drauflos.
„Äh - wie das denn?“ mimte ich aufhorchend Erstaunen.
„D‘accord, ich erzähl’ mal, wie’s geschah, mit der Madame domestica“, begann er’s zutage tretend anschaulich zu machen. „Hungrig, völlig selbstvergessen, nascht sie beherzt am Abendessen.
Hernach hat sie, recht unbedacht, sich schwungvoll auf den Weg gemacht; 
aus einer Fleischpastetenspalte, ins Glas, das ich in Händen halte! - 
Chateau d’Yquem? Chateau Margaux? - 
Jedenfalls war's ein Bordeaux, in dem sie überstürzt versunken. - 
Und gleich darauf wohl auch ertrunken! 
Wenn nicht - trotz der Schrecksekunde - ich, mit zugespitztem Munde, 
hilfreich kämpfend um ein Leben, nun schnellstens diesen Saft der Reben, 
gleich schlürfend in mich aufgenommen! - 
Sonst wär’ sie darin umgekommen. - 
Und seither, so viel nur am Rande, vereint uns liebevolle Bande.“ 
Voilá! Jacques Brel beschwipst beschwingt in Reinkultur.
Schmunzelnd nahm ich diese eigenwillige Verdeutlichung zur Kenntnis.
Nicht ohne jedoch gleich darauf entmystifizierend enthüllen zu wollen: „Ne m’en veuillez pas! (Nichts für ungut!) Mon ami. - Aber dieses unruhig herumfliegende Objekt einer möglicherweise abartigen Begierde ist ja wohl unverkennbar als maskulin einzuordnen!“
„Non, für mich wiederum nicht!“ hielt er dagegen. „Nun schau doch ‘mal ganz genau hin! Diese langen, seidigen Augenwimpern. Zudem eine fast schon lasziv dargebotene Weiblichkeit! - Und all das offenbart sich hier auch noch freimütig so absolut hüllenlos!“
„Hm? Wie immer Du derzeit beeindruckbar bist, mon Jacques, aber Du weißt ja, daß Nathalie gern hingebungsvoll in jedem Unrat herumstochert? Getreu nach dem Motto: Eßt mehr Scheiße, denn Millionen Fliegen können sich wahrlich kaum irren!“ gab ich nun doch zu bedenken.
„Mon dieu! Didier, mußt Du derartig ordinär laut werden?“
„Das hat Depardieux neulich vom Stapel gelassen ...“
„Non, Nathalie ist fleckenlos sauber, drogenfrei und absolut stubenrein! 
Und beneidenswert werden wir miteinander glücklich sein“, verkündete er kopfnickend. - Um dann noch zu ergänzen: „Ich freue mich auf die romantischen Abende, wenn ich buchvertieft vor dem Kamin residiere, und mon chéri Nathalie lebensbejahend um mich herumsummt.“
„Wie rührselig! - So wolkenlos glücklich, derart umflügelt in solch ein himmlisch aufleuchtendes Elysium hineinzugleiten“, erweiterte ich seine hochschwingende Gefühls-Eigendynamik.
Gramgebeugt blickte er daraufhin auf: „Ach, sich neubelebt wiederfinden in einem wohltuenden Miteinander, nicht mehr lieblos beeinträchtigt durch all die kontinuierlich auflodernden Streitereien. - Ist das nicht verheißungsvoll und auch erstrebenswert?“ klagte er’s ein.
„Oui, an und für sich schon“, mußte ich beipflichten. „Jedoch schlummert in dieser, von klatschsüchtigen Zungen gern auch als sodomitisch für möglich gehaltenen Idylle, ja nachweislich ein wahrhaft unheildrohendes Risiko!“ 
„Didier, was willst Du denn jetzt damit so grausam und herzlos heraufbeschwören?“ fuhr er mich schmollend an.
„Eine wohl unvermeidliche Gegebenheit, mon ami!“ gab ich sogleich bedeutungsvoll zu verstehen. 
„Denn ein bösartig verlaufendes Infektionssiechtum, ausgelöst durch all diese Stubenfliegen, als sogenannte Fliegenkrankheit weltweit zu einer qualvollen Geißel geworden, das wird Dich in Kürze lebensgefährlich attackieren!“
„Das ist doch absolut schwachsinnig, imbécile! - Die so quicklebendig herumstreunende Nathalie macht auf mich augenfällig einen rundum gesunden Eindruck! - Ihre Blut- und Leberwerte sind vermutlich weitaus lebensbejahender als die meinen!“ winkte er unzugänglich ab.
„Ach, sieh an: Man kann sich im Dasein auch alles unwirklich schönreden“, hielt ich schonungslos dagegen. - „Dieser arglistige Krankheitsverlauf nistet sich jedoch irgendwann folgendermaßen in Deinem Körper ein: Ein sogenannter zweigeißliger Algenpilz, Mediziner sprechen da mahnend von einem Phycomycetes, der entwickelt sein Pilzgewebe parasitisch mit Vorliebe in Fliegen! Und aus solch einem tierischen Leib werden bald darauf unzählige Sporen ausgeschleudert. Um sich dann zutraulich geißelnd sofort im menschlichen Organismus festzubeißen. - Oui! Demnach auch unabänderlich demnächst in DEINEM - compendre?“
So, als sei er nun plötzlich doch ein wenig beunruhigt, schaute Jacques sekundenlang in das noch immer erfreulich stallwarm lodernde Kaminfeuer; um dann allerdings - Einspruch erhebend - lauthals dagegenzuhalten:
„Non Didier, hör‘ doch jetzt bitte auf mit dem Blödsinn! -
Denn mit diesen zwielichtigen, pseudowissenschaftlichen Erkenntnissen möchtest Du mich offenbar neiderfüllt liebend gern in Angst und Schrecken versetzen! So muß ich das leider verstehen - oder?“
„Non! - Wie kannst Du so etwas für möglich halten?“
„Ach, eine derart eifersüchtig aufwallende Anfälligkeit, noch dazu gepaart mit unbezähmbaren Neidgefühlen, solch ein bedrückend stimmendes Konglomerat läßt dann spornstreichs doch so einiges an Verbitterung lautwerden, Didier!“ knurrte er mich vorwurfsvoll an ... 
-
Am darauf folgenden Tag war ich erst gegen Mittag - zuvor im Schlaf oftmals von traumgesichtigen Halluzinationen heimgesucht, mehr hinfällig meinem Nachtlager entschwunden. - Unsicher auf energielosen Beinen stehend, versuchte ich schwankend in eine Hose zu schlüpfen, um mich - noch so einigermaßen zumutbar - in die Küche zu begeben. Wo ich dann stehenden Fußes von einer sentimental arrangierten Darbietung gefangen genommen wurde: 
Plaziert auf dem hölzernen Fensterbrett, stellte sich auffallend dort ein leeres, umgestülptes Marmeladenglas zur Schau. - Zuoberst ließ ein brennendes Talglicht flackernde Lichtreflexe aufscheinen. Rund um das Glas herum waren dekorativ die violettfarbenen Blüten einer Heckenrose gefühlsbetont hinzugefügt. -
Tja, und unter dem gläsernen Behältnis lag, offensichtlich reg- und leblos, die zuvor noch so inbrünstig umbuhlte Nathalie; die dünnen Beinchen nun erbarmungswürdig gen Himmel gestreckt ...
Oui, nun auf der Suche nach einem gegebenenfalls todunglücklich umherirrenden Leidtragenden, sah ich ihn bald darauf gesenkten Hauptes, kettenrauchend auf der Terrasse sitzen. - 
„Mon dieu! Was ist denn, während ich ahnungslos schlief, mit unserer Dir nun seit einigen Tagen so hilflos ausgelieferten Nathalie geschehen? Hat sie den Freitod gewählt, weil Du sie ja unaufhörlich bedrängt hast?“ forschte ich theatralisch zur Sprache gebracht nach.
Mißvergnügt schaute er daraufhin auf: „Nun, da sie mir nicht zu Willen sein wollte, hab’ ich sie wutschnaubend erwürgt!“ brach es mißgestimmt aus ihm heraus. - Um gleich darauf anklagend vom Stapel zu lassen: „Non, Du bist verantwortlich dafür, daß sie zu Tode gekommen ist! Denn eines der von Dir so leichtsinnig und recht unbekümmert halbvoll mit Wein stehengelassenen Gläser, ist der Nathalie anscheinend todbringend zum Verhängnis geworden!“
„Wieso das? - Äh ...“, einstweilen etwas begriffsstutzig, horchte ich daher hinlänglich erschrocken auf.
„Naja, vermutlich hat sie nur ihren Durst stillen wollen - und ahnungslos ob der so unheilvoll hereinbrechenden Auswirkungen, ein wenig zu viel davon geschlürft!“ 
„Und? Das muß ja letztendlich nicht unbedingt todbringend enden. -
Wir setzen das immerhin seit einigen Tagen trinkfreudig in Szene!“ wandte ich unbesorgt ein.
„Das schon, Didier“, stimmte er mir achselzuckend zu. „Nur haben wir bisher ja vorsichtshalber davon Abstand genommen, anschließend so wonnetrunken beseelt gegen die Fensterscheibe zu fliegen - und uns dabei vermutlich das Genick zu brechen!“ so gab er‘s mir als ein nicht akzeptables Verhalten wegweisend zu verstehen.
Damals, 1971, im Landhaus des Freundes Xavier Crauchet.
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Postskriptum:
Unglücklicherweise wurde dann drei Jahre später, im Herbst 1974, bei dem pausenlos Zigaretten rauchenden Jacques Lungenkrebs diagnostiziert ...
Vieles in Frage ziehend, wohl auch das sogenannte "Für und Wider" bedenkend, ist er dann anscheinend anderen Sinnes geworden - und zog sich erst einmal aus der Öffentlichkeit zurück.
Mit seinem hochseetauglichen Segelboot „Askoy“ segelte er bald darauf tagelang über den Atlantik, einen Zwischenstopp machend auf der kanarischen Insel Teneriffa.
Ab 1975 war er auf der Marquesas-Insel Hiva Oa in Französisch- Polynesien ansässig geworden. -
„Depuis quelques jours je ne me sens pas bien. (Seit einigen Tagen fühle ich mich nicht wohl). das hatte er - mehr nach innen gerichtet - doch schon zu spüren gegeben.
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Am 9. Oktober 1978 mußten wir uns schmerzbewegt damit abfinden, daß Jacques, in einer Klinik in Bobigny bei Paris, im 49sten Lebensjahr seinem "Hiersein" als unheilbar plötzlich erlegen war.
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C'est très regrettable ... Adieu! Jacques Chere.
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