Donnerstag, 15. April 2021

Diese fliegenden Quälgeister ...

Stets lästig - und so zudringlich nervend zugegen!
Und das dann plötzlich "um mich herum":
Zuvor war es anheimelnd einige Minuten ja noch ohne diese ärgerlichen Plagegeister gediehen ...
Und ein aromatisch mundender Wein gab mir eine angenehme Art von "Geleit", als ich mich in das dereinst von Jean-Paul Sartre geschriebene Drama "Die Fliegen" (Les Mouches) lesend vertieft hatte. 
Dramatisch veranschaulichend - anklingend an die griechische Mythologie, thematisiert hier der einst als "maître àpenser" lobpreisend benannte "Vordenker" in dieser Lektüre unter anderem all die lebensnotwendigen Belange und wohl auch Tragweiten im Bereich "Freiheit" und "Hoffnung" ... 
Ein Überblick dessen:
"In der antiken Stadt Argos wimmelt es fortdauernd so peinigend von Fliegen." 
Ein aufwühlend beunruhigendes Geschehen. -
Ach ja, die schon einstmals als "Fliegen" gekennzeichneten Landplagen:
Und diese wohl so "kurzum als hinterhältig" zu bewertenden, sogenannten "Van-der-Waals-Kräfte", also "Anziehungskräfte"; mit deren Hilfe all die lästigen Viecher auch Hals über Kopf einen Halt an Zimmerdecken und spiegelglatten Oberflächen zu meistern wissen. - Bevor sie dann nervend um uns herumschwirren und alsbald die Speisen auf dem appetitlich gedeckten Abend-Brottisch belagern.
Insbesondere all diese widerwärtigen "Schmeißfliegen"; wir Neolatinistiker reden da wissenschaftlich und gern etwas selbstgefällig, von einer penetrant aufdringlich attackierenden "Calliphoridae". Ein stahlblau fluoreszierender Brummer, dessen Lebensabschnittsgespielin immerhin bis zu dreihundert Eier als bedrohlichen Nachwuchs erzeugt; Initialstadien, die bereits 24 Stunden später als ekelerregende Maden ... Man mag ja gar nicht darüber als geduldig gestimmt nachdenken! -
Auch nicht daran, daß da irgendwann verträumt durch die Landschaft stolpernde Tierphysiologen so unüberlegt und fast schon verniedlichend diese Quälgeister als "Stubenfliegen" benannten. - Stubenfliegen!
Der Inbegriff "gute Stube", bisher ja noch immer als stets "heimelig" empfunden - als eine rundum beglückende "Wohn-Wohlfühl-Sensualität"!
Und dann (man will es nicht wahrhaben wollen!) diese vernunftwidrige Kennzeichnung derartig kontinuierlich piesackender Eindringlinge.
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Beunruhigt blickte ich nun in das vor mir stehende, sich inhaltlich noch etwa dreiviertelvoll darbietende Weinglas; in dessen Substanz eine wahrscheinlich über kurz oder lang mit dem Tode ringende Fliege jetzt hektisch eine Mitleid erregende Willenskraft offenbar werden ließ. - Hm? - Nun ja ...
"Leben, das heißt überflüssig zu sein!" ("la vie, c'est-à-être redondant") das hatte er ja dereinst - wohl diesbezüglich - so unbarmherzig zum Ausdruck gebracht, der stets nachdenklich stimmende Philosoph Sartre ...
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Dienstag, 13. April 2021

Auch das noch! Zukünftig dann in eine Art "göttlichen Untergang hinein zu geraten" ...

Nachfolgend sei sie verdeutlicht, meine jetzt urplötzlich nun schicksalhaft und demütigend in einen Abgrund hinabsinkende griechische Verbundenheit. -
Vorab eine Erläuterung zur auslösenden Begebenheit all dessen:
Da nehme man jetzt 'mal die dereinst von Homer geschriebene Erzählung "Ilias" zur Hand - und studiere darin das Kapitel in dem geschrieben ward, daß da ein Ehepaar, namentlich aufgeführt als der oftmals zwielichtig in Erscheinung tretende Okeanus, nun im Verbund mit der ihm angetrauten Tethys als Wassergottheiten im alten Griechenland urplötzlich Karriere gemacht hatten. Als "Ursprung der Götter und aller Dinge" wurde dieses "Ereignis" damals schlechthin benannt und gesetzmäßig verifiziert. -
Ursprung der Dinge, nebst fataler Einflüsterungs-Taktiken, Finten und einer sich bald als eine recht unangenehm auswirkende Cliquenwirtschaft - desillusionierend. Und eine dieser göttlichen Damen, diese stets als so unbarmherzig zu gewärtigende Ate, sie war ja - bevor sie der Zeus dann unerfreulicherweise aus dem Olymp auf die Erde geschleudert hatte, - so schwesterlich verbunden mit der allmächtigen Tethys zumeist hinterhältig agierend in einer Art himmlischen Einklang.
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Aus dem "Weltall" nun hier auf dem Globus - zu meinem Verhängnis ...
Denn diese bösartige, ränkesüchtige Göttin des Unheils, sie stand mir (auf Erden!) vor Jahren auf der griechischen Insel Lesbos, im Örtchen Petra, in einer Laden- und Fußgänger-Passage nun unglücklicherweise leibhaftig gegenüber. - Unübersehbar hatte sie sich dort, in einem Massage-Salon, offenbar nicht nur das altersschwache Gebein "bearbeiten" lassen. -
Und leider bin ich diesem "derzeitigen Anblick einer göttlichen Disharmonie" damals mit einigen spottlüsternen Bemerkungen "begegnet"...
Ja, das war ein Affront! Und sichtbar zornentbrannt keifte sie daraufhin los: "áde cháßu malaka!"** 
All deine letztlichen Lebens-Jahre wirst Du das nun bereuen!" gab sie mir sogleich wutentbrannt zu verstehen. 
"Denn ich werde diese Unverschämtheit sogleich der Tethys berichten! Und Du wirst infolgedessen dann im Alter die Konsequenzen erleiden! 
Was dann unentrinnbar doch so einiges zur Folge haben wird. - 
Unglaublich?
Nein, eigentlich nicht. Denn was ich da so rachsüchtig zu spüren bekommen habe, das ist ja nun anscheinend doch "gegenwärtig": Diese lang-anhaltende "Corona-Krise", die rundum eingeschränkte Reise-Lust und noch einiges mehr. - Tja dann - "es war einmal" ...

** Meint: "Verschwinde Wichser!"
(und ist nur in der griechischen Umgangssprache so "vielsagend" ein Affront.)
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Dienstag, 6. April 2021

Nun ja - "vieles war dann wohl einmal" ...

So muß man es jetzt "zwangsläufig" benennen.
Zurück-blickend - hier nachfolgend mich betreffend - 
zudem auch das in vielen Jahrzehnten so "Erlebnis-reiche Reisen in Europa".
Derzeitig aber ... 
Nicht nur bedingt durch die allzu vieles beeinträchtigende Zeit dieser "CORONA-Krise".
Nein, denn wohl auch "alters-bezüglich" (84) - ergibt sich ja dem zur Folge da nun ein "anderes Tun und Lassen" ...
Trotz allem veranschaulicht sich in mir jetzt des öfteren eine Art von "Darstellungskraft", in welcher "das geistige Verbleiben in den Erinnerungen" erneut ein angenehmes "Zugegensein" in Szene setzt. - Außerdem ist das "Lesen und Schreiben" ja noch ein "Pläsier". -
Die "Ataraxie", eine beglückende "Seelenruhe", wie es der griechische Philosoph EPIKUR dereinst benannt hat, sie mag mir als eine Art "Gleichgewicht" nun noch "zeitlich gegeben sein". -
Wie - oder was auch immer ...
Und nach diesem viele Jahrzehnte oftmals "auf Reisen sein" - und einem folglich erwartungsvoll in Augenschein genommenen "Hiersein auf Erden", da sei es mir erlaubt, hier noch über viele dieser "erlebten Begebenheiten" zu berichten. - Beziehungsreich zumeist in Europa - bevorzugt waren oft die "heimatlichen Regionen" Frankreich und Griechenland. -
In Deutschland - im Norden, nun seit Jahren schon "heimisch" geworden ...
Zuvor meinen herzlichen Dank für das "Dabeisein" - bei all den von Ihnen - nachfolgend - nun in einen "Augenschein" genommenen Begebenheiten. -
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*

Trotz allem sei es dann als erreichbar zugegen. Ein "aufmunternder Hinblick zur Jetztzeit" ...

Das auch in Bezug auf die "noch verbleibenden Erdentage". 
Und all diesen derzeitigen Bedrängnissen nun zu entfliehen versuchen. -
Das sollte doch eigentlich möglich sein ...
So nachdenklich gestimmt ergriffen, 
da steht mir im Verlauf dieser "Besinnlichkeit" ein "beglückendes Traumbild"
 harmonisierend sogleich wirklichkeitsnah dann auch vor Augen.
Und das "rundum beseligend" folgendermaßen:
Nachmittage an einer südlichen Meeresküste. 
"Mein Geist gibt sich den Wogen hin - und schmiegt sich
dem Rhythmus des Meeres an." So hat's schon dereinst der griechische 
Schriftsteller Kazantzakis ergreifend zu spüren gegeben. -
Und die hüllenlos inaktiven Füße ruhen entspannt im warmen Sand. 
Auf einem hölzernen, kunstlosen Tisch schimmert - fast goldfarben -
die Fülle einer aromatischen Flasche Weißwein.  
Nun ja, so daseinsfreudig verweilen zu dürfen,
"das wird dann zum Prachtvollsten, was die Welt zu geben hat,"
derart - fast schon paradiesisch - so hat's der
 französische Schriftsteller Albert Camus dereinst bekundet.
*
Eine Erkenntnis dessen ...
Ja, da wird es nun wieder einmal so spürbar akzentuiert:
Mein wahrscheinlich mediterran geartetes Lebensethos verweilt wohl doch zeitlebens recht untalentiert im leistungs- und karrierebetonten Arbeitsethos einer derart ambitionierten Lebensgestaltung.
*
Wohlan, schon keimt da - aufs neue - ein "gnothi seauton". *
* "Erkenne dich selbst"
-
Zur Folge hatte all das jedoch bald darauf eine Art tadelnden Nachtrag:
"ti krama!" (Wie schade!)
Fast schon betroffen machend, ruft sie's mir - inzwischen aus "himmlischen Sphären" - damals auf der Insel Lesbos zu, die griechische Lyrikerin Sappho:
"Um nach dem Tod ruhmlos umherzuirren -
als Schatten im Schwarm nichtiger Toten?"
Ach ...
"Ultra posse nemo obligatur", so habe ich's damals abweisend bekundet.
(Über das Können hinaus ist niemand verpflichtet.)
óchi ... (nein)
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Erwähnt sei in diesem "Gefühlstiefen-Zusammenhang" die in Griechenland 
oftmals und gerne in Anspruch genommeneWortprägung "sophrosyne".
Was meint:
"In all den Bereichen der Selbstbeherrschung und auch Gelassenheit 
nun doch einmal seinem inneren ICH zu begegnen".
"Was ja gegebenenfalls hilfreich verdeutlichend sein kann", 
gab derzeit Mikis Theodorakis noch zu bedenken. -
-
*

Nun ja, es ist wohl noch immer ein beglückendes "Hier und Dasein":

So heimisch geworden in dieser naturverbundenen "Abgeschiedenheit" - seit vielenJahren.
Dort, in einem "einsam und weltentrückt" gelegenen uralten Bauerngehöft.
In Deutschland, im Norden ...  
Nicht nur ein Paradies für uns "Erdenbürger" - nein, das ist es wohl auch für vielerlei tierische Lebewesen: 
Zahlreiche Fasane, eine vordem hier "wohnhaft gewordene Reh-Mutter" nebst Nachwuchs. - 
Zudem eine Igel-Familie, deren Schlafenszeit oftmals mit Schnarch-Tönen zu gewahren ist. - 
All das auf diesem ca. zwei Hektar großen "Abseits" ...
Viele der kleinen gefiederten Wirbeltiere, kurzum Vögel genannt, sie sind hier offenbar "heimisch" geworden. 
Und auch der alljährlich sich hinzufügende Nachwuchs dieser unzählbaren kleinen Flug-Akrobaten. 
Im Herbst, Winter und im Frühjahr tagtäglich "zusätzlich" mit Futter versorgt, sind nun all diese "Mitbewohner" anscheinend hier "fast  schon zugänglich" in Augenschein zu nehmen. -
Tja, und was da manchmal so "tierisch verspielt" stattfinden kann ...
Zwei Eichhörnchen "toben" munter, 
in all den Bäumen rauf und runter. -
Ein dicker "Waschbär" - hin und wieder - 
"läßt" sich gern auf dem Grundstück "nieder".
Selbst wenn unser Kater "faucht erschrocken", 
bleibt dieser "Geselle" dort ungerührt hocken. -
Ein Fuchs läßt sich "auch manchmal sehen" -
dann bleiben die Rehe "ängstlich stehen" ...
Eine große Eule, die im oberen Dach-Bereich eines Neben-Gebäudes ihr "Zuhause" hat, ist neulich gegen das Fenster meines Ateliers geflogen - und hernach verdutzt auf der Außenseite sitzen geblieben. 
Mit großen Augen, die angeblich zum "Dämmerungs-Geschehen" geeignet sind, schaute sie mich fast schon "vorwurfsvoll" an ... 
-
"Da hast Du derzeitig anscheinend doch ein "domicilium amandus". - (liebenswerter Wohnsitz.) . -
So hatte es mir Mikis Theodorakis bejahend zum Ausdruck gegeben, als ich ihm "davon" erzählte. -
"Ich würde das alles gern auch einmal in Augenschein nehmen. -
Aber das wird wohl leider nun nicht mehr zu verwirklichen sein, - ti krima! (wie schade!) - Aber Du kommst ja immer noch oftmals hier her" ...
-
Ach ja, Mikis Theodorakis und "unser" Griechenland!
Das war's "gewesen", bevor die "Corona-Zeiten" - weltweit noch immer - auch diesbezüglich eine Art "Schlusspunkt" inszeniert haben. - 
Und der Mikis, er ist nun leider auch schon in einem "himmlischen Abseits". -
-
*

Dienstag, 30. März 2021

OSTERN - ein recht unbarmherziges "Ereignis":

Denn:
Man bezeichnete IHN mitleidlos raffgierig als einen
"OSTERHASEN"
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"Allerliebst,  ergötzlich", werden Sie jetzt eventuell amüsiert ausrufen ... - 
Doch leider hat sich die oben zeichnerisch zur Schau gestellte Abbildung inzwischen in einer unbarmherzig Wahrheit gewordenen Realität entblößt. - Als wir vor einigen Tagen von Tierschützern zu hören bekamen, daß in Nordhessen zwei durchaus als gesinnungslos zu charakterisierende Züchter monatelang einige zuvor in Freiheitsbewegung lebende Feldhasen (Lepus europaeus) zynisch mit süßlich schmeckendem Alkohol (s. Abb.) und schmerzhaften Elektroschocks tyrannisiert haben, um die geschundenen Langohren bald darauf für Postkartenfotos und obskure Werbezwecke gefügig zu machen. - Hier wird ganz offensichtlich die hervorbrechende Angst der Tiere vor der Anwendung brutaler Mittel nun hemmungslos ausgenutzt! -
Wohl doch als charakterlos kann man das beurteilen, was da wieder einmal mitleidlos und zudem noch "hasen-verachtend" veranstaltet worden ist ...
Trotz all der stimmungsvollen "Oster-Festlichkeiten" - sollte man nun doch nicht derart gefühllos "umtriebig sein". -
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Mittwoch, 24. März 2021

Geruhsame, festliche OSTER-Tage in 2021 ...

Das sei Ihnen - in all diesen derzeitig beunruhigenden "Leidensbereichen" herzlichst gewünscht!
So "drastisch" humorvoll hat es diesbezüglich der Poet Joachim Ringelnatz seinerzeit einmal  "verdeutlicht":
"Wenn der Osterhase wieder da hinten presst, dann ist es im Anmarsch, das Osterfest!"
Nun ja: Wie oder was "da" auch immer ...
Trotz allem, sei hier eine wohl recht handgreiflich dreiste Begebenheit in einen etwas beunruhigenden Augenschein genommen - im Folgenden:

OSTERN - die "Ostereier" - und dieser doch "fragwürdige Osterhase" ...

Wenn ja, dann zudem
in einem recht beunruhigenden "Zusammenspiel"!
All das sei hier einmal unübersehbar anschaulich gemacht:
-
-
Die oben abgebildete Geschichte,
macht kalt und herzlos schnell zunichte,
daß die im Freien lebenden Hennen,
dort weder Streß noch Terror kennen.
Gewiß, die anverwandten Schwestern,
sie sitzen, statt in weichen Nestern,
bejammernswert in Legehallen;
ausgebeutet und zu allem
dort auch ohne Tageslicht -
was dem Dasein widerspricht.
Das beachtend meiden heute,
abgeneigt schon manche Leute
solche knastgelegten Eier. -
Jedoch:
Im Hinblick auf die Feiertage,
gemeint ist jetzt das Osterfest,
wird Hühnern ein Bedarf zur Plage,
der sie zuhauf verzweifeln läßt!
Gewünscht sind Eier massenhaft,
was Mühsal, Streß und Leiden schafft.  
Auch Angst und Schrecken aktiviert,
derart, wie oben angeführt ....
-
Tja, so ein Gallus domesticus (Huhn) ist ja durchaus imstande, in einem Jahr circa 200 Eier zu produzieren ...
Ohne die bewunderns- und schätzenswerte Arbeitsleistung der heimischen Hühner jetzt schmälern zu wollen, sei hier nun doch noch so ganz nebenbei bemerkt, daß ein wesentlich kleineres Tierchen, dieser Ascaris genannte Spulwurm, immerhin 64.000 Erzeugnisse dieser Machart alljährlich so nonchalant meistert.
Beachtlich - ?.
Nein-nein, das besser nicht! -
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Sonntag, 21. März 2021

Es war so sehnsuchtsvoll zum Ausdruck gegeben worden: "ne me quitte pas" - verlass mich nicht.

Damals, als Jacques Brel das einmal trübsinnig gestimmt "in Szene zu setzen" versuchte:
Auf welche Art und Weise?
Das wird sich hier in Kürze so "abartig" tiefgreifend entschleiern ... 
Oui, und in der nachfolgend vor Augen geführten damaligen Begebenheit, da offenbarte es sich dann "zudem", wie eine "Stubenfliege" rührselig-grotesk, jedoch so unüberhörbar derzeit offenbar zu einer Art „Auserwählten“ berufen worden war:
Im Oktober 1971. - Die ersten Tage im Monat waren bereits verstrichen, als wir im nordwestlichen Frankreich, in der ehemaligen Grafschaft Anjou, unweit der von einem Mischwald umgebenen Ortschaft Montjean, ein wenig heimisch geworden waren.
Und an einem tagsüber sonnendurchflutet leuchtenden Herbsttag saßen wir im derzeit farbenfreudig auflodernden Abendrot noch nachdenklich gestimmt am Ufergestade der Loire, ein momentan an Trennungsschmerz leidender Jacques Brel - und ich, "Didier",  in Frankreich. -
Wahrscheinlich mitfühlend, hatte angesichts dessen der Schauspieler Xavier Crauchet dem eine Beziehungskrise verschmerzen müssenden Jacques sein kleines Chalet am urwüchsigen Ufer des hier noch schiffbaren Flusses überlassen ...
Fast geräuschlos gleitend, war dort soeben ein Segelboot zum Vorschein gekommen. - 
In Ufernähe vorbeiziehend, hatten die Bootsfahrer anscheinend den trübsinnig auf das Wasser schauenden Jacques Brel erkannt.
Schwärmerisch angetan, wurde nun johlend und gestikulierend das kleine Boot von der Seglergemeinschaft dermaßen einseitig belastet, daß es abrupt zu kentern drohte.
„Oje, ich verflüchtige mich jetzt, es wird mir hier draußen ein wenig zu kühl“, murmelte Jacques; erhob sich gelassen - und zog sein knopfloses weißes Hemd über die im Verlauf der Stunden schon leicht sonnengeröteten Schultern. - Vorab der noch immer beeindruckt an Bord stehenden Besatzung zuwinkend, nahm er seine Gitarre zur Hand und trollte sich schlurfend davon.
Wohl wahr, es ist doch immer wieder bemerkenswert, wie überschwenglich dem Chansonnier allerorten Beachtung geschenkt wird, dachte ich, als ich nun ebenfalls kehrtmachte.
-
Für den nachfolgenden Verlauf dieser erlebten Stunden in dem gemütlichen Chalet, da muß ich nun doch noch so einiges anschaulich machend erläutern:
Seit einigen Tagen wurden wir neugierig von einem kleinen, beflügelten, blau-grün-farben kostümierten "Mitbewohner" rastlos umschwirrt; ja, ununterbrochen schon am Frühstückstisch lebhaft und daseinsfreudig begrüßt. - Genußsüchtig war dem munteren Tierchen stets all das willkommen, was da so morgens und abends unseren Eßtisch schlemmerhaft anreicherte ...
Anfangs recht aufdringlich, ja ungebeten und auch zunehmend lästig, hatten wir uns bald - eingedenk einer moralischen Geisteshaltung: "Totschlagen ist nicht erlaubt!" - irgendwann doch an diese Art einer tagtäglich einfliegenden Frühstücks- und Abendessengeselligkeit gewöhnt. - 
Und bald darauf hatte sich dieses unabänderliche Miteinander darüber hinaus auch gefühlsmäßig fast schwärmerisch weiterentwickelt. -
Ein in den anbrechenden Morgenstunden wahrlich grotesk zum Ausdruck geratenes Geschehen ... 
Schwelgerisch Wein trinkend, hockten wir schon seit einigen Stunden vor einem stimmungsvoll flackernden Kaminfeuer.
Vier Flaschen "Musigny Grand cru", ein exquisiter Tropfen von der alten "Domaine Leroy, Vosne-Romanée" - alle zuvor schon entkorkt, „damit sich dann ansteigend ein umfassendes Bukett offenbart“, das hatte Jacques jedem verheißungsvollen „Plopp“ noch kundig hinzugefügt -, waren vermutlich recht anregend von Belang ...
Drei dieser zylindrischen Glasgefäße waren inzwischen geleert, als sich das bisherige Geplauder dann zunehmend in leicht absurden Sphären beflügelte.
Wohl noch immer vom Trennungsschmerz nachhaltig durchdrungen, verdeutlichte Jacques nun summend sein derzeitiges Herzeleid mit dem Chancon: „Ne me quitte pas, verlasse mich nicht ... wir müssen vergessen ... ich werde nicht mehr weinen ... ich verstecke mich ...“ - oder stierte nach innen gerichtet in die im Kamin oftmals knisternd aufflammenden Holzscheite. 
Bis hin zu einem stimmungsvoll aufhorchen lassenden Moment, in welchem vermittels Gitarre, lyrisch akzentuiert, die folgende Gefühlsduselei zum bedeutsamen Ausdruck gebracht wurde: „Was soll’s, die Erkenntnis: du mußt jetzt verzichten, gemahnt auch, sich seelisch bald aufzurichten!" fügte er, verschmitzt grinsend, noch geheimnisumwittert hinzu.
Rätselhaft ... „Was willst Du denn damit jetzt so urplötzlich verdeutlichen?“ forschte ich aufmerksam werdend nach.
„Oui, ma Cherie: Mon Nathalie! - Qu’est-ce qui s’est passe?“ psalmodierte er angeregt weiter.
„Cherie? Nathalie? Mon dieu! Was ist denn da jetzt so gefühlsselig geschehen? - Kannst Du das bitte etwas transparenter offenbaren?“ bat ich um Aufschluß.
„Auch wenn’s als "Notbehelf" erscheint, die "Stubenfliege" ist gemeint“, brach es nun schalkhaft aus ihm heraus.
Verwundert schaute ich sekundenlang ungläubig drein ...
Dann hatte sich alles gelichtet: „Aha! Und Nathalie nennst Du das Geschöpf deiner Begierde“, begann ich an seiner absonderlich aufblühenden Überspanntheit kumpelhaft Anteil zu nehmen.
„Oui, es war'n die freßvergnügten Stunden, in welchen wir uns wohl gefunden“, tremolierte er schwärmerisch weiter drauflos.
„Äh - wie das denn?“ mimte ich aufhorchend Erstaunen.
„D‘accord, ich erzähl’ mal, wie’s geschah, mit der Madame domestica“, begann er’s zutage tretend anschaulich zu machen. „Hungrig, völlig selbstvergessen, nascht sie beherzt am Abendessen.
Hernach hat sie, recht unbedacht, sich schwungvoll auf den Weg gemacht; 
aus einer Fleischpastetenspalte, ins Glas, das ich in Händen halte! - 
Chateau d’Yquem? Chateau Margaux? - 
Jedenfalls war's ein Bordeaux, in dem sie überstürzt versunken. - 
Und gleich darauf wohl auch ertrunken! 
Wenn nicht - trotz der Schrecksekunde - ich, mit zugespitztem Munde, 
hilfreich kämpfend um ein Leben, nun schnellstens diesen Saft der Reben, 
gleich schlürfend in mich aufgenommen! - 
Sonst wär’ sie darin umgekommen. - 
Und seither, so viel nur am Rande, vereint uns liebevolle Bande.“ 
Voilá! Jacques Brel beschwipst beschwingt in "Reinkultur".
Schmunzelnd nahm ich diese eigenwillige Verdeutlichung zur Kenntnis.
Nicht ohne jedoch gleich darauf entmystifizierend enthüllen zu wollen: „Ne m’en veuillez pas! (Nichts für ungut!) Mon ami. - Aber dieses unruhig herumfliegende Objekt einer möglicherweise abartigen Begierde ist ja wohl unverkennbar als maskulin einzuordnen!“
„Non, für mich wiederum nicht!“ hielt er dagegen. „Nun schau doch ‘mal ganz genau hin! Diese langen, seidigen Augenwimpern. Zudem eine fast schon lasziv dargebotene Weiblichkeit! - Und all das offenbart sich hier auch noch freimütig so absolut hüllenlos!“
„Hm? Wie immer Du derzeit beeindruckbar bist, mon Jacques, aber Du weißt ja, daß Nathalie gern hingebungsvoll in jedem Unrat herumstochert? Getreu nach dem Motto: Eßt mehr Scheiße, denn Millionen Fliegen können sich wahrlich kaum irren!“ gab ich nun doch zu bedenken.
„Mon dieu! Didier, mußt Du derartig ordinär laut werden?“
„Das hat Depardieux neulich vom Stapel gelassen ...“
„Non, Nathalie ist fleckenlos sauber, drogenfrei und absolut stubenrein! 
Und beneidenswert werden wir miteinander glücklich sein“, verkündete er kopfnickend. - Um dann noch zu ergänzen: „Ich freue mich auf die romantischen Abende, wenn ich buchvertieft vor dem Kamin residiere, und mon chéri Nathalie lebensbejahend um mich herumsummt.“
„Wie rührselig! - So wolkenlos glücklich, derart umflügelt in solch ein himmlisch aufleuchtendes Elysium hineinzugleiten“, erweiterte ich seine hochschwingende Gefühls-Eigendynamik.
Gramgebeugt blickte er daraufhin auf: „Ach, sich neubelebt wiederfinden in einem wohltuenden Miteinander, nicht mehr lieblos beeinträchtigt durch all die kontinuierlich auflodernden Streitereien. - Ist das nicht verheißungsvoll und auch erstrebenswert?“ klagte er’s ein.
„Oui, an und für sich schon“, mußte ich beipflichten. „Jedoch schlummert in dieser, von klatschsüchtigen Zungen gern auch als sodomitisch für möglich gehaltenen Idylle, ja nachweislich ein wahrhaft unheildrohendes Risiko!“ 
„Didier, was willst Du denn jetzt damit so grausam und herzlos heraufbeschwören?“ fuhr er mich schmollend an.
„Eine wohl unvermeidliche Gegebenheit, mon ami!“ gab ich sogleich bedeutungsvoll zu verstehen. 
„Denn ein bösartig verlaufendes Infektionssiechtum, ausgelöst durch all diese Stubenfliegen, als sogenannte Fliegenkrankheit weltweit zu einer qualvollen Geißel geworden, das wird Dich in Kürze lebensgefährlich attackieren!“
„Das ist doch absolut schwachsinnig, imbécile! - Die so quicklebendig herumstreunende Nathalie macht auf mich augenfällig einen rundum gesunden Eindruck! - Ihre Blut- und Leberwerte sind vermutlich weitaus lebensbejahender als die meinen!“ winkte er unzugänglich ab.
„Ach, sieh an: Man kann sich im Dasein auch alles unwirklich schönreden“, hielt ich schonungslos dagegen. - „Dieser arglistige Krankheitsverlauf nistet sich jedoch irgendwann folgendermaßen in Deinem Körper ein: Ein sogenannter zweigeißliger Algenpilz, Mediziner sprechen da mahnend von einem Phycomycetes, der entwickelt sein Pilzgewebe parasitisch mit Vorliebe in Fliegen! Und aus solch einem tierischen Leib werden bald darauf unzählige Sporen ausgeschleudert. Um sich dann zutraulich geißelnd sofort im menschlichen Organismus festzubeißen. - Oui! Demnach auch unabänderlich demnächst in DEINEM - compendre?“
So, als sei er nun plötzlich doch ein wenig beunruhigt, schaute Jacques sekundenlang in das noch immer erfreulich stallwarm lodernde Kaminfeuer; um dann allerdings - Einspruch erhebend - lauthals dagegenzuhalten:
„Non Didier, hör‘ doch jetzt bitte auf mit dem Blödsinn! -
Denn mit diesen zwielichtigen, pseudowissenschaftlichen Erkenntnissen möchtest Du mich offenbar neiderfüllt liebend gern in Angst und Schrecken versetzen! So muß ich das leider verstehen - oder?“
„Non! - Wie kannst Du so etwas für möglich halten?“
„Ach, eine derart eifersüchtig aufwallende Anfälligkeit, noch dazu gepaart mit unbezähmbaren Neidgefühlen, solch ein bedrückend stimmendes Konglomerat läßt dann spornstreichs doch so einiges an Verbitterung lautwerden, Didier!“ knurrte er mich vorwurfsvoll an ... 
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Am darauf folgenden Tag war ich erst gegen Mittag - zuvor im Schlaf oftmals von traumgesichtigen Halluzinationen heimgesucht, mehr hinfällig meinem Nachtlager entschwunden. - Unsicher auf energielosen Beinen stehend, versuchte ich schwankend in eine Hose zu schlüpfen, um mich - noch so einigermaßen zumutbar - in die Küche zu begeben. Wo ich dann stehenden Fußes von einer sentimental arrangierten Darbietung gefangen genommen wurde: 
Plaziert auf dem hölzernen Fensterbrett, stellte sich auffallend dort ein leeres, umgestülptes Marmeladenglas zur Schau. - Zuoberst ließ ein brennendes Talglicht flackernde Lichtreflexe aufscheinen. Rund um das Glas herum waren dekorativ die violettfarbenen Blüten einer Heckenrose gefühlsbetont hinzugefügt. -
Tja, und unter dem gläsernen Behältnis lag, offensichtlich reg- und leblos, die zuvor noch so inbrünstig umbuhlte Nathalie; die dünnen Beinchen nun erbarmungswürdig gen Himmel gestreckt ...
Oui, nun auf der Suche nach einem gegebenenfalls todunglücklich umherirrenden Leidtragenden, sah ich ihn bald darauf gesenkten Hauptes, kettenrauchend auf der Terrasse sitzen. - 
„Mon dieu! Was ist denn, während ich ahnungslos schlief, mit unserer Dir nun seit einigen Tagen so hilflos ausgelieferten Nathalie geschehen? Hat sie den Freitod gewählt, weil Du sie ja unaufhörlich bedrängt hast?“ forschte ich theatralisch zur Sprache gebracht nach.
Mißvergnügt schaute er daraufhin auf: „Nun, da sie mir nicht zu Willen sein wollte, hab’ ich sie wutschnaubend erwürgt!“ brach es mißgestimmt aus ihm heraus. - Um gleich darauf anklagend vom Stapel zu lassen: „Non, Du bist verantwortlich dafür, daß sie zu Tode gekommen ist! Denn eines der von Dir so leichtsinnig und recht unbekümmert halbvoll mit Wein stehengelassenen Gläser, ist der Nathalie anscheinend todbringend zum Verhängnis geworden!“
„Wieso das? - Äh ...“, einstweilen etwas begriffsstutzig, horchte ich daher hinlänglich erschrocken auf.
„Naja, vermutlich hat sie nur ihren Durst stillen wollen - und ahnungslos ob der so unheilvoll hereinbrechenden Auswirkungen, ein wenig zu viel davon geschlürft!“ 
„Und? Das muß ja letztendlich nicht unbedingt todbringend enden. -
Wir setzen das immerhin seit einigen Tagen trinkfreudig in Szene!“ wandte ich unbesorgt ein.
„Das schon, Didier“, stimmte er mir achselzuckend zu. „Nur haben wir bisher ja vorsichtshalber dann davon Abstand genommen, anschließend so wonnetrunken beseelt gegen die Fensterscheibe zu fliegen - und uns dabei vermutlich das Genick zu brechen!“ so gab er‘s mir als ein nicht akzeptables Verhalten wegweisend zu verstehen.
Damals, 1971, im Landhaus des Freundes Xavier Crauchet.
- -
Postskriptum:
Unglücklicherweise wurde dann drei Jahre später, im Herbst 1974, bei dem pausenlos Zigaretten rauchenden Jacques Lungenkrebs diagnostiziert ...
Vieles in Frage ziehend, wohl auch das sogenannte "Für und Wider" bedenkend, ist er dann anscheinend anderen Sinnes geworden - und zog sich erst einmal aus der Öffentlichkeit zurück.
Mit seinem hochseetauglichen Segelboot „Askoy“ segelte er bald darauf tagelang über den Atlantik, einen Zwischenstopp machend auf der kanarischen Insel Teneriffa.
Ab 1975 war er auf der Marquesas-Insel Hiva Oa in Französisch- Polynesien ansässig geworden. - Und dort auch, mit seinem "Flugzeug", bei vielen der Insel-Bewohnern in "Notfällen" oftmals stets hilfreich zugegen. -
Bis:
„Depuis quelques jours je ne me sens pas bien. (Seit einigen Tagen fühle ich mich nicht wohl). das hatte er - mehr nach innen gerichtet - dann doch zu spüren gegeben.
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Am 9. Oktober 1978 mußten wir uns schmerzbewegt damit abfinden, daß Jacques, in einer Klinik in Bobigny bei Paris, im 49sten Lebensjahr seinem "Hiersein" als unheilbar plötzlich erlegen war.
-
C'est très regrettable ... Adieu! Jacques Chere.
-
***




Mittwoch, 17. März 2021

GRIECHENLAND - eine "Traum-Landschaft". Und ein Paradies für die "Zeit des Lebens" ...

Allseits beglückend - trotz dieser derzeitigen "Corona-Krise".
Als ein Reisender im einstigen "Bannkreis der Wiege unseres Abendlandes". -
Nun ja:
Einmal abgesehen von der Begegnung mit dem griechischen Festland, gibt es dort etwa 1400 Inseln, von denen 166 dieser Eilande nun schon seit Urzeiten "bevölkert" sind. -
Der griechische Schriftsteller Nikos Kazantzakis ("Alexis Sorbas" u.a.) hat's hinsichtlich dessen einmal so formuliert:
"Welch andere Freude auf Erden kann besser im Einklang mit dem Körper und der Seele stehen, als Griechenland zu bereisen". -
Der Zauber der griechischen Landschaften ...
Und Friedrich Hölderlin, der deutsche Dichter, er gab seine diesbezügliche Gemütsstimmung seinerzeit einmal doch sehr inbrünstig zum Ausdruck: 
"Ich liebe dieses Griechenland überall. Es trägt die Farbe meines Herzens!"
Ach ja ...
Herzlich willkommen - kalóß órißeß/orißate!
Und mit einem oftmals beseelenden - heimatlichen Empfindungsvermögen, da sei's mir hier nun erlaubt, so mancherlei über dieses beglückende Elysium zu erzählen:
Ja, nicht "ohne" - darüber hinaus - hier eine kritisierende Stellungnahme zur vorab hin und wieder überschatteten "Jetztzeit" entsprechend verdeutlichen zu müssen. -
"Das sei nun wohl diesbezüglich (leider) vonnöten - zudem auch eingedenk unserer humanitären Bürgerbewegung "Spitha" (der Funke)!" Gab Mikis Theodorakis, in Anbetracht dessen, noch zu bedenken. - 
Trotz allem: Kaló taxidhi! (Gute Reise!) - In GRIECHENLAND ... 
Noch etwas sei hier fast konkretisiert:
Denn der Herr von Goethe hat's einstmals schwärmerisch mit diesen Worten bekundet: "Unter allen Völkern haben die Griechen den Traum des Lebens am schönsten geträumt!"
"Ja, das einzige Paradies in Europa" so benannte es einst ein weltbekannter Schriftsteller. "Dort füllt sich mein Herz wieder zunehmend mit Licht - und öffnet sich hernach dann oftmals wie eine Blume".
Wie kann man´s noch inbrünstiger zum Ausdruck geben ...
Und appetitanregend sei da noch hinzugefügt:
In Griechenland gibt es viele vorzügliche Weine - "Jassas". -
Und die griechische "Kochkunst" offenbart sich in all der Zubereitung köstlicher Speisen doch oftmals als eine der besten auf diesem Erdenrund. - Nun ja, dort, wo man sie noch "derart" erleben darf. - Wohl nicht in der "dem Tourismus zur Liebe" als ausreichend "vereinfachten" Darbietung all dessen. -
Nein (óchi), nichts spricht dagegen ... Jedoch: Wenn Sie als Griechenland-Reisende "wirklichkeitsnah" zu speisen gedenken, dann ist's durchaus empfehlenswert, wie griechisch auch gang und gäbe, in der Küche mit dem Koch darüber erwartungsgemäß diesbezüglich zu "verhandeln"...
Denn auch dort ist man zumeist "sprachgewandt" zugegen. -
kali órexi! meint: Guten Appetit! -
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Da sei nun - als durchaus erwägenswert - für Sie noch unaufdringlich hinzugefügt:
Ulrike, die mir Angetraute und ich, wir haben bisher, so innerhalb von 30 Jahren nun viele der griechischen Inseln bereist. - 
Das allerdings stets so eigensinnig in einem Abseits all dieser touristisch organisierten Infrastrukturen. -
Wie das? Problemlos: Einen sogenannten "Nur-Flug" nach Griechenland buchen (auch Insel direkt), dort ein Auto mieten und ein annehmbares Quartier suchen ...
Auf "die Art und Weise" dort zu reisen, da wird Ihnen dann alles sehr viel "aufschlussreicher" in einer Erinnerung bleiben. -
"ISLOMANIA" - die Verzauberung der Seele durch die griechische Inselwelt", so benannte es einmal ein Freund des Schriftstellers Lawrence Durrell. - *
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Montag, 15. März 2021

Sollte man diese Politiker fortan nur noch nach sinnvoll erbrachten Leistungen honorieren?

Eigentlich "Ja" ...
Obwohl dann einige dieser "zwielichtigen Strategen als arbeitslos ihr Dasein zu fristen hätten". -
Nein - weder jetzt noch später:
Denn das wurde in einer sogleich eingeleiteten Sitzung im Bundestag sofort vehement abgelehnt! 
Mit der folgenden, lauthals (im hinteren "Abseits") geäußerten Begründung: "Man könne uns allen, den Damen und Herren dieser doch alltäglich so gewichtigen Entscheidungen wohl kaum zumuten, zukünftig hernach ein Dasein in recht ärmlichen Verhältnissen fristen zu müssen!"
Apropos: diese ach so "ärmlichen Gegebenheiten"...
Die Mehrheit von uns, die wir in dieser Bundesrepublik als sogenannte "Normalbürger" existieren, wir haben diese zutage getretene "Anfrage" jedoch sofort gutgeheißen. Das auch in Anbetracht dessen: 
Wenn man so 20.000 bis 30.000 Euro als eine Monats-"Gage" einsackt - und hernach - ohne zuvor dafür etwas eingezahlt zu haben - ein Rentendasein zeitlebens gesichert sein wird, dann ist das nur noch so kopfschüttelnd beachtenswert. -
Da ist es wohl ratsam:
Ein Zuruf an all diese sattsam agierenden Politiker: Der griechische Philosoph PLATON hat es schon damals sehr deutlich zum Ausdruck gebracht: Die Aufgabe des Staates sei wohl auch die, den Bürgern optimale Voraussetzungen für ein lebensbejahendes Dasein zu schaffen. -
Ein offenbar unzumutbares Ansinnen. -
Denn:
Zumeist wandern all diese Regierungsvertreter wohl oftmals in einer Traumwolke ihrer Handlungen, deren Sinn ihnen aber irgendwie entgeht, so hat es der Schriftsteller Lawrence Durrell seinerzeit zutreffend zum Ausdruck gebracht.
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Freitag, 12. März 2021

Nicht nur gefallsüchtig - und trickreich verlogen, nein - zudem auch noch raffgierig zugegen:

Derzeit, in all diesen politischen Machenschaften ...
Vorab sei beachtenswert erwähnt, daß - wohlmeinend und vordem auch verheißungsvoll - bereits einige Jahrhunderte vor Christi Geburt die alten Griechen über eine Gemeinschaftsgestaltung mit sich zu Rate gingen, die auf eine Durchsetzung von Vorstellungen zur Ordnung sozialer Gemeinwesen und der Verwirklichung von Zielen und Werten gerichtet sein sollte: Eine sich bald darauf in Szene setzende Staatskunst - poesielos bezeichnet als POLITIK. -
Unsegen, Last und Bevormundung nahmen seitdem ihren Verlauf ...
Gleichermaßen wohl auch im Monat November des Jahres 1836, als der österreichische Popularphilosoph Ernst Freiherr von Feuchtersleben in einem Essay - darin auch Goethe betreffend - mit diesen Worten seine damaligen Recherchen zum Abschluß brachte: Und sein Auftreten als Dichter fiel in eine Zeit der Aufregung und der Krise in Deutschland! -
Diese gesetzfreudig amtierenden Regierungsstrategen - Optimisten sprechen da anscheinend unaufgeklärt von "Volksvertretern" -, waren wie immer eifrig bemüht, all die verdrießlichen Folgeerscheinungen für die gegängelte bürgerliche Gesellschaft schlechterdings aufrechtzuerhalten. -
Besorgniserregend ist's, daß, nahezu 240 Jahre nach diesem von Herrn von Feuchtersleben erwähnten Goethe-Zeitraum, vieles sich hierzulande nicht unbedingt eines Besseren offenbart. Das von (unnötig vielen) Politikern nur noch als ein populistisch gestaltetes Trugbild "Staat". -
In all diesem dissonanten Geschehen erinnern wir uns an Goethes inhaltsgeladene Tragödie "Faust"; deren Urfassung bereits im Jahr 1771 zur ersten literarischen Thematisierung gediehen war. - Nicht so ganz auszuschließen ist es, daß Goethe, würde er Zeitzeuge solch einer politischen Insuffizienz sein können, mit etwa den folgenden Zeilen seine Verdrossenheit annähernd so in Worte gefaßt hätte:
Habe nun ach! Heuchelei, Arglist und Tücke,
zugleich auch Korruptsein durchaus studiert
mit heißem Bemühen.
So zeig' ich mich grinsend und schlitzohrig smart
stets listig, in Wortbruch und Lüge vernarrt.
Mann nennt mich Minister und Doktor auch,
das kommt mir zugute, ist stets in Gebrauch.
Durchtrieben, trickreich und ausgekocht,
habe ich's bisher noch immer vermocht,
zur Wahlzeit das Volk für mich zu bewegen -
und nichtssagend labernd auf's Kreuz zu legen.
Bin weitaus gescheiter, als all diese Laffen,
die pseudo-gelehrt aus dem Maßanzug gaffen.
Bisher kannte ich weder Skrupel noch Zweifel,
gefürchtet waren nicht einmal Hölle nebst Teufel ...
Nur hat sich's da zunehmend konkretisiert,
daß meine Reputation schon an Geltung verliert.
So beeinträchtigt es leider auch das Vergnügen,
das einstmals entflammt beim Kitzel betrügen.
Da entschädigt auch kein Bestechungsgeld,
wenn seelisch mein Dasein ins Schattenreich fällt.
Respektlos läßt mich der Mob draußen wissen:
Ich werde mich deutlicher äußern müssen.
Als phrasenhaft wurde ich neulich beschrieben!
Was soll das? - Der Pöbel muß mich nicht lieben.
Mein Lebensziel werde ich trotzdem erreichen;
mich hält niemand auf, ich werde nicht weichen!
Zudem mag das Wahlvolk trostbringend schnallen:
Man kann ja letztendlich nicht jedem gefallen ...
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Und in einer Erweiterung dessen, da sei noch "vervollständigt":
Denn der Schriftsteller und Freigeist Andreas Altmann, ein unverblümt entmystifizierender Zeitgenosse, er beschrieb einst so zutreffend: "Politiker, die Medien und auch die Religionen, sie alle bemühen sich tagtäglich um das Einschläfern unserer Vernunft."
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Ach ja: Ein weiser Mann hat einmal deutlich anschaulich machend gesagt:
"Politikern treuherzig Vertrauen zu schenken, das sei wohl letztendlich damit vergleichbar, als würde man den Würger von Boston zuversichtlich um eine Halsmassage ersuchen."
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Das sollte nun doch etwas nachdenklich stimmen.
Auch jetzt wo: "das" wieder eimal deutlich geworden ist:
"Ich bin, wenn es ausreichend ist sich daran zu laben,
für vieles dann gerne auch sofort zu haben!"
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Montag, 8. März 2021

Ein beunruhigendes Reisen - in vormals noch unbekannte Länder - ?


Hier nun in das "sagenhafte" Riesengebirge:
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Geographisch betrachtet: In das polnisch-tschechoslowakische Grenzgebiet.
Und prähistorisch benannt nach einem einstmals dort heimischen, angeblich jedoch ausgestorbenen Geschlecht sehr großer und massiger Gestalten - in vorwiegend männlicher, jedoch hin und wieder auch sichtbar gewordener weiblicher Beschaffenheit. 
Im Hintergrund des oben verdeutlichten Geschehens, da präsentiert sich die 1600 Meter hohe, als "Schneekoppe" benannte Gebirgslandschaft. -
So viel "entfaltend" vorab ...
Die in der veranschaulichten Szenerie von der männlichen Person so leichthin und unerschrocken in Abrede gestellten Teufel, sie sind wohl im dortigen Moor tatsächlich nicht mehr präsent, wie es vor kurzem der in Worpswede lebende 96-jährige Ethnologe Horst-Eberhardt W. auf unsere diesbezügliche Anfrage glaubhaft versichert hat. - Der letzte Vertreter dieser "Verderbtheit" oder auch "Verkörperung des Bösen" sei ein harmloser und friedfertiger Sonderling gewesen - und bereits 1945, noch kurz vor Beendigung der Flächenbombardements im "Zweiten Weltkrieg", durch eine offenbar fehlgeleitete Bombe der diese ländliche Region anhaltend überfliegenden britischen Kampfflugzeuge, am Rande des Teufelsmoores todbringend verletzt - und dort bis zur Unkenntlichkeit zuschanden gekommen. Schon bald darauf jedoch von einem in dieser Gemarkung lustwandelnden Worpsweder Maler erschrocken haltmachend aufgefunden worden ... 
Da sei als Schlußfolgerung nun doch noch weitherzig hinzugefügt: 
"De mortuis nil nisi bene" - (Über die Toten nur Gutes), rief, in einer zeitgemäß vergleichbaren Situation, dereinst so gutgesinnt der griechische Denker Diogenes Laertius.
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Donnerstag, 4. März 2021

Ein "wollüstig gestimmtes Tanz-Vergnügen" - :

Und das mit einigen der Ballett-Tänzerinnen ...
Vorab sei "diesbezüglich" erwähnt:
Über den "lüsternen Kernpunkt" dieser nachfolgenden Geschichte, da haben wir uns damals schon in Frankreich des öfteren "amüsiert" - und das "neugierig gestimmt" mit Jacques Brel - gemeinsam in Paris. -
Ja, und hernach habe ich dann zufällig diese "lustvolle Art von Begebenheiten" nun erneut als derartig "zutage treten lassend" zu hören bekommen - in Frankfurt, der hessischen Stadt am Main - :
Dort, am offenen Fenster einer Erdgeschoß-Wohnung vorbei-schlendernd, wurde ich zum "Ohrenzeugen" einer laut- und ausdrucksstark vom Stapel gelassenen Mann-und-Frau-Zwistigkeit.  - Denn, offenbar einen Verdacht schöpfend, hörte man eine weibliche Stimme nun anhaltend Fragen stellen. - Dieser Konflikt endete jedoch bald darauf bemerkenswert jovial. - 
Wie es die nachfolgenden Zeilen rückblickend zum Ausdruck zu geben versuchen:
-
Nach sturmerprobten Ehejahren, lagen sie sich in den Haaren.
Er wollte schnell noch außer Haus, mit einem großen Blumenstrauß.
Was nun die Gattin zweifeln läßt, d'rum hält sie ihn am Ärmel fest:   
"Du liebst ein anderes Mädchen! Ist sie aus unserem Städtchen?"
Der Gatte wollte endlich Ruh' - und gab dann kurz und bündig zu:
"Die Kleine wäre wirklich nett, sie tanze oftmals im Ballett ...
Manch einer lebe hier im Ort, der lustvoll ein Verhältnis dort
mit Tänzerinnen habe."  -
"Er sei ein finsterer Knabe!" gab sie dem Gatten zu verstehen.
"Sie wolle diese Dame sehen!"
Schon drohten dem verwirrten Gatten, die Lebensabschnittspartner-Schatten.
Denn bald saß man im Opernhaus - das sah nach Mißvergnügen aus ...
Und aus der ersten Reihe dann, schaut sie die Tänzerinnen an:
"Die da, mit dem gelben Hut?"
"Beglückt den Doktor Wohlgemuht."
"Und die Blonde, mit dem Schleier?"
"Betört den Apotheker Meyer."
"Und jene, mit der großen Nase?"
"Verwöhnt den Architekten Hase."
"Die Kleine, mit dem süßen Kinn?"
"Sie gibt sich mir des öfteren hin."
Die Ehefrau verharrt nun schweigend -
schiebt, sich zum Gatten 'rüberneigend,
bewegt die Hand in seine Weste.
Sagt dann, mit einer trauten Geste
schon ihren Kopf auf seinem Schoß:
"Die UNSERE ist makellos!"
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"Omnia vincit amor - die Liebe überwindet alles", murmelte dereinst schon der römische Dichter Vergil, als er - umringt von den Musen Klio und Melpomene -, wieder einmal selbstquälerisch in seine Eklogen vertieft war. -
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Montag, 1. März 2021

Liebe Leser - hier nachfolgend ahnungsvoll angesprochen als "Wein-Genießer":

Nun ja, wie wir's ja eigentlich alle wissen:
Wein gibt es nicht nur zu all diesen religiösen Festivitäten - und anderen bedeutsamen Geselligkeiten.
Eine abendliche Mahlzeit - so ganz ohne Wein? -
In einer Art von "Erweiterung dessen", da sei hier noch erwähnt:
Der griechische Lyriker Alkaios von Lesbos, er gab es dereinst einmal so hintergründig zu spüren: "In vino veritas!" im Wein liegt Wahrheit ...
Auch das: Selbst einem Herzinfarkt wird da auch oftmals eine vorbeugende Wirkung zugesprochen. -
Der englische Weinkenner Hugh Johnson, der hat es einst mit diesen Worten fast märchenhaft manifestiert: "Weintrinker sehen gut aus, sind intelligent, sexy - und auch gesund!" -
"Schmunzelnd darüber, hätte der Schriftsteller Nikos Kazantzakis dereinst vermutlich ein wenig Einspruch laut werden lassen - und wohl von einer Art "Zwangsvorstellung" gesprochen. -
Wie oder was auch immer: 
Zum Thema "WEIN", da sei es mir erlaubt, hier nachfolgend einiges zum Ausdruck zu geben. -
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In diesem Sinne: Zum Wohl!
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