Donnerstag, 4. März 2021

Ein "Tanz-Vergnügen" - ?

Mit Ballett-Tänzerinnen ...
Über den "lüsternen Kernpunkt" dieser nachfolgenden Geschichte, da haben wir uns damals schon in Frankreich "amüsiert" - und das "hellhörig gestimmt" mit Jacques Brel. -
Ja, und "dem zur Folge", habe ich diese "Begebenheiten" nun erneut derartig "zutage treten lassen wollen" - in Frankfurt, der hessischen Stadt am Main - :
Dort, am offenen Fenster einer Erdgeschoß-Wohnung vorbei-schlendernd, wurde ich zum "Ohrenzeugen" einer laut- und ausdrucksstark vom Stapel gelassenen Mann-und-Frau-Zwistigkeit.  - Denn, offenbar einen Verdacht schöpfend, hörte man eine weibliche Stimme nun anhaltend Fragen stellen. - Dieser Konflikt endete jedoch bald darauf bemerkenswert jovial. - 
Wie es die nachfolgenden Zeilen rückblickend zum Ausdruck zu geben versuchen:
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Nach sturmerprobten Ehejahren, lagen sie sich in den Haaren.
Er wollte schnell noch außer Haus, mit einem großen Blumenstrauß.
Was nun die Gattin zweifeln läßt, d'rum hält sie ihn am Ärmel fest:   
"Du liebst ein anderes Mädchen! Ist sie aus unserem Städtchen?"
Der Gatte wollte endlich Ruh' - und gab dann kurz und bündig zu:
"Die Kleine wäre wirklich nett, sie tanze oftmals im Ballett ...
Manch einer lebe hier im Ort, der lustvoll ein Verhältnis dort
mit Tänzerinnen habe."  -
"Er sei ein finsterer Knabe!" gab sie dem Gatten zu verstehen.
"Sie wolle diese Dame sehen!"
Schon drohten dem verwirrten Gatten, die Lebensabschnittspartner-Schatten.
Denn bald saß man im Opernhaus - das sah nach Mißvergnügen aus ...
Und aus der ersten Reihe dann, schaut sie die Tänzerinnen an:
"Die da, mit dem gelben Hut?"
"Beglückt den Doktor Wohlgemuht."
"Und die Blonde, mit dem Schleier?"
"Betört den Apotheker Meyer."
"Und jene, mit der großen Nase?"
"Verwöhnt den Architekten Hase."
"Die Kleine, mit dem süßen Kinn?"
"Sie gibt sich mir des öfteren hin."
Die Ehefrau verharrt nun schweigend -
schiebt, sich zum Gatten 'rüberneigend,
bewegt die Hand in seine Weste.
Sagt dann, mit einer trauten Geste
schon ihren Kopf auf seinem Schoß:
"Die UNSERE ist makellos!"
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"Omnia vincit amor - die Liebe überwindet alles", murmelte dereinst schon der römische Dichter Vergil, als er - umringt von den Musen Klio und Melpomene -, wieder einmal selbstquälerisch in seine Eklogen vertieft war. -
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Montag, 1. März 2021

Liebe Leser - "nachfolgend angesprochen als Wein-Genießer":

Nun ja, wie wir's ja eigentlich alle wissen:
Wein gibt es nicht nur zu all diesen religiösen Festivitäten - und anderen bedeutsamen Geselligkeiten.
Eine abendliche Mahlzeit - so ganz ohne Wein? -
In einer Art von "Erweiterung dessen", da sei hier noch erwähnt:
Der griechische Lyriker Alkaios von Lesbos, er gab es dereinst einmal so hintergründig zu spüren: "In vino veritas!" im Wein liegt Wahrheit ...
Auch das: Selbst einem Herzinfarkt wird da auch oftmals eine vorbeugende Wirkung zugesprochen. -
Der englische Weinkenner Hugh Johnson, der hat es einst mit diesen Worten fast märchenhaft manifestiert: "Weintrinker sehen gut aus, sind intelligent, sexy - und auch gesund!" -
"Schmunzelnd darüber, hätte der Schriftsteller Nikos Kazantzakis dereinst vermutlich ein wenig Einspruch laut werden lassen - und wohl von einer Art "Zwangsvorstellung" gesprochen. -
Wie oder was auch immer: 
Zum Thema "WEIN", da sei es mir erlaubt, hier nachfolgend einiges zum Ausdruck zu geben. -
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In diesem Sinne: Zum Wohl!
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Samstag, 27. Februar 2021

Ja: "Wo aber der WEIN fehlt -

da stirbt auch der Sinn des Lebens". Das hat er dereinst "zu spüren gegeben", der griechische Philosoph EPIKUR. 
Und: 
"Vergeblich klopft, wer ohne Wein, dann an der Musen Pforte", so hat es damals der griechische Philosoph ARISTOTELES zum Ausdruck gebracht. 
 Hm? - 
Hinsichtlich dessen - nachdenklich gestimmt ... 
Da soll der Wein "mir köstlich munden", ich werde das sogleich "bekunden". 
Nachfolgend hier - 
zum Thema "WEIN", zu Ihnen jetzt - 
von mir daheim:
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Der WEIN - und die "nachweisliche Erkenntnis einer regionalen Beschaffenheit" ...

Wahrhaftig erlebt - diese "absolute Suche danach":
Denn das hatte ich im September 1972 zu spüren bekommen, so "zutreffend" in Südfrankreich. -
Damals, unterwegs auf einer Landstrasse in Richtung Aix-en-Provence, um später von dort nach Paris zu fahren. -
Das Ende der Ortschaft Roquebrussane war soeben erreicht, als ich ihn rechtsseitig stehend winken sah, einen bäuerlich wirkenden alten Mann. Bereitwillig hielt ich darum an - und öffnete die Beifahrertür des Fahrzeugs. 
Im Rückspiegel sah ich ihn schlurfend herannahen. Bald darauf hatte er das Auto erreicht - und bat mich darum, mitfahren zu dürfen.
Er müsse wieder einmal nach Aix-en-Provence, um dort sein allmonatlich eintreffendes Rentengeld abzuholen, gab er mir zu verstehen. - 
Zunehmend füllte sich die Fahrgastzelle mit einem köstlichen Knoblauch-Odeur, als mein Fahrgast nun damit begonnen hatte, mir einige Etappen aus seinen Lebenserinnerungen zu erzählen. -
Bis hin zu dem Augenblick, da ein uniformierter, gebieterisch ausgestreckter Arm uns autoritär zum Anhalten zwang: "Ausweis und Fahrzeugpapiere, bitte!" fuhr er mich an, der hochnäsig herabblickende Flic. "Haben Sie Alkohol getrunken? Wenn ja, dann hauchen Sie mich jetzt einmal nachfühlbar an", erweiterte er sein unglücklicherweise von Rechts wegen beglaubigtes Anliegen. - "Nique sa mère", (zumTeufel mit ihm!) murmelte ich mißgestimmt, mich angsterfüllt daran erinnernd, daß noch vor einigen Stunden, im nächtlichen Beisammensein mit Freunden einige Flaschen Rotwein geleert worden waren. Dann tat ich jedoch wie geheißen. -
Hm? - Ohne ein Wort der gesetzmäßig zu erwartenden Entrüstung zu bezeugen, richtete er sich intensiv nachschnüffelnd auf, machte dann zackig kehrt, um gleich darauf dem im Polizeiauto sitzenden Kollegen über die gerade vollstreckten Nachforschungen Bericht zu erstatten: "Non, pas de probleme! Irrécusable un Cote du Rhone", hörte ich ihn deutlich verkünden, da ich noch immer, ängstlich aufhorchend, bei geöffnetem Fenster die Ohren spitzte. - Ja, und nach seinem Erlebnisbericht schwenkte er seltsamerweise stillvergnügt anmutend um, und näherte sich wohlwollend grinsend wieder dem Objekt seiner vorab so entschlossen in Angriff genommenen Spekulation, dem vermutlich alkololisierten Fahrer des Automobils: "Monsieur, es ist alles in Ordnung, dann weiterhin gute Fahrt!" gab er, mir freundlich zunickend, unbegreiflicherweise zu verstehen. -
Nur das fast wiehernde Gelächter des alten Mannes übertonte das sonore Brummen des alten "Jaguar"-Motors, als ich den Wagen erneut gestartet hatte, um eiligst davonzufahren.
"Das darf doch nicht wahr sein! Was war das denn soeben?" ließ ich kopfschüttelnd verlauten.
"Und was hat der uniformierte Staatsdiener damit gemeint, als er seinem Kollegen unter anderem noch: Einwandfrei Cote-du-Rhone! zugeraunt hat?" - Der Alte lehnte sich schmunzelnd zurück und legte dann los: "Oui, da ging es schlicht und ergreifend um Ihre alles spezifizierende Weinfahne, Monsieur!" - "Ja, das hab' ich an sich auch begriffen." - "Sie haben bisher noch gar nichts begriffen, das sehe ich Ihnen doch an!" prustete er daraufhin los. -
"Nein, nicht? Dann erklären Sie's mir doch 'mal etwas  genauer." -
"Das will ich gern tun, also: Wir sind hier ja bisher noch immer in einem Rhone-arrondissement ..." -
"Ja-ja, das ist mir inzwischen durchaus vertraut, mein Guter", unterbrach ich ihn lauernd. -
"Oui, inmitten einer der größten und sicherlich auch ertragreichsten Weinanbaugebiete! Es gibt aber in Frankreich noch andere Winzerbereiche - und zwischen ihnen tobt schon seit Jahrhunderten ein unversöhnlicher Wettstreit", klärte er mich gestenreich auf. -
"Schon möglich", brummte ich unwirsch. "Aber was - zum Teufel! - hat das mit mir und dieser ungewöhnlich verlaufenen Polizeivisitation zu tun?" -
"Oui, sehr viel, Monsieur! Dieser Beamte hat bei Ihnen anscheinend zufriedenstellend einen vorab erlebten Cote-du-Rhone-Genuß gerochen. Wie gesagt, wir sind hier im Rhone-distrikt! Hätte er etwas anderes erschnüffelt, wie, mon dieu! so beispielsweise einen dieser Burgunder-Rotweine oder einen Bordeaux, dann wären Sie sicher fatal in Schwierigkeiten geraten! - Oui, und noch schlimmer wäre es da wohl für Sie verlaufen, wenn dieser heimatverbundene Beamte dann fassungslos einen Rotwein aus dem Elsaß hätte erschnuppern müssen. Mon dieu! Dann hätte ich nicht in Ihrer Haut stecken wollen", betonte er seine unheilschwangere Verdeutlichung. -
"Adieu! Portez-vous bien! - Vielleicht war dieses bedeutungsvolle Erlebnis ja auch eine lehrreiche Begegnung." rief er mir noch beachtenswert zu, als wir uns in Aix-en-Provence voneinander verabschiedeten ...
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So weinselig und wonnetrunken ergriffen:

Nun ja, wohl hinsichtlich dessen ...
"Bonum vinum laetificat cor hominis" - meint:
"Guter Wein erfreut des Menschen Herz", das hat schon vorzeiten, so durchaus verheißungsvoll, der Herr von Goethe recht zutreffend zu spüren gegeben. -
Vorab sei's geschichtlich begründet:
Immerhin, schon 3500 Jahre vor Christie war sie bereits den alten Ägyptern bekannt, die Weinrebe ...
Und wurde, nachdem sie der mit nackten Füßen zermanschenden Aktivität einiger Kelterknechte zur Trennung des Saftes von Hülsen und Kernen ausgeliefert worden war, inklusive all der sonstigen Produktionsprozesse, als ein jetzt mundgerecht geschaffenes Erzeugnis nicht selten mit der Würdigung  "Göttertrank" oftmals unglaublich schwatzhaft umschmeichelt.
Das nun auch heutzutage. Als da, 'mal beispielsweise, zu lesen sein kann:
Pure Frucht, die sich im Abgang (ist in diesem Fall als "abwärts gleitend" zu verstehen.) zunehmend blumiger verdichtet und ausbalanciert all die Sinne verzaubert. - (alle?)
Da erzeugt eine sich nun mit monumentaler Kraft entfaltende, samtweiche Opulenz (meint: "Volumen", auch "Üppigkeit", wohl nicht lümmelhaft "Korpulenz" oder "Leibesfülle".) dann im Gaumen einen spannungsgeladenen, köstlichen Akkord von Harmonie und Raffinesse (Nun, das könnte ja auch als "Strategie" oder als "Taktik" verstanden werden.) - Und eine dermaßen deliziös und erlesen erschaffene Pikanterie ("Anzüglichkeit"?), sie offenbart dann in einer vollmundig ausgereiften Vollendung verlockend den Hochgenuß herausragender Weine.
Ein einleitend noch herb-würzig wahrzunehmender Anflug von Verschlossenheit (= vermutlich die Prüderie des Weines!), vollendet sich prickelnd baldigst zu einem nur noch als göttlich zu preisenden Gaumen-Verführungszauber!
Ambrosia (ist ja ursprünglich als Terminus für "Götterspeise" oder gegebenenfalls auch für das "Salböl der Unsterblichen" geprägt worden.) kriecht (!) süffig berauschend, exquisit aromatisch in jede Falte des Mundes. (Diesbezüglich ist da offenbar leider nur der innere Bereich des Mäulchens vom Glück begünstigt? Oder läßt sich darüber hinaus auch die im Alter äußerlich etwas schrumpliger werdende Hautbeschaffenheit gleichfalls ein wenig manipulieren?) -
Wie auch immer: Nach einer langdauernden Reife späterhin genial ausbalanciert, entfaltet sich im Gaumen himmlisch erhebend (!) eine superbe Fülle von Tiefe und Frische. -
Da sei ein ergriffenes "AMEN" hinzugefügt ...
Ach ja, uns allen, die wir nun dermaßen mundwässernd in Kenntnis gesetzt worden sind, ist zweifellos fest umrissen zu Bewußtsein gekommen, was da unglaublich schwelgerisch zu einem unvergeßlichen Gaumenerlebnis ins bisher eventuell ja leicht abgeschmackt vonstatten gegangene Erdendasein gerufen werden kann.
Voilà! - 
Einem dermaßen als Beglückung beweihräucherten Produkt, dem kann man wohl irgendwann nicht mehr mit Abneigung begegnen. - Dessen wurde ich mir, aufschlußreich auf den Geschmack kommend wohl auch bewußt, als ich dereinst, noch jung an Jahren, für Wochen und Monate in Frankreich heimisch sein durfte. -
Hernach: 
Oui - und von all den dort tagtäglich sich stets so anheischig machenden Trunkenheitsstimmung-Ermunterungen durchaus beeinflusst, bekam ich alsbald auch die (In Deutschland, nicht in Frankreich und auch nicht in Griechenland!) des öfteren wohlmeinend ausgesprochenen Ermahnungen zu hören: "Willst du den Rest deiner Erdentage nur noch trunken torkelnd umherstolpern? Anstatt aufrecht schreitend ..."
"Wohl oftmals offenbart sich Zwang, im aufrecht dargebotenen Gang", summte ich anfangs gern halblaut, etwas gereizt dagegen halten wollend. - 
Das war `mal dereinst, jedoch nicht von Dauer. 
Ein Dasein ohne Wein - ?
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Donnerstag, 25. Februar 2021

Eine beunruhigende Nachricht "von OBEN":

"Als diesbezüglich hinweisend übermittelt" -
aus der "Himmelreich-Literatur-Wolken-Sphäre" ... 
Von Robert und Jacques - (Gernhardt und Brel):
"Nun ja, alter Freund und Gefährte - "einstmals" ... 
Es sieht derzeit ja nicht "gut aus",  da "UNTEN".
Diese inzwischen lang-anhaltende "Corona-Krise"! - 
Sie scheint nun, im bisher seit Jahrzehnten aufrechterhaltenen demokratischen "Dasein", alsbald politisch so einiges "zur Folge geraten lassen" ... 
Da könnten dann diese wohl "notgedrungen" als "Bevölkerungsschutz" benannten, so inhaltsschwere Beeinträchtigungen alsbald in eine Art "Diktatur" hinein-geraten! Bei Euch, da "UNTEN" ... 
Wie denn auch immer - trotz allem: Laß es Dir noch "eine Weile gut gehen". - 
Der Robert winkt gerade schmunzelnd ab - und sagt beschwichtigend: 
"Ihn wird das vermutlich wohl nicht mehr "belästigen". Aber wir, hier im "Abseits all dessen", wir  sollten den "alten Knaben" da "UNTEN" jetzt nicht noch dermaßen beunruhigen!" -
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"Lasciate ogni speranza" - (laßt alle Hoffnung fahren),  murmelte ich - im Nachhinein betroffen und fassungslos ... 
Im Alter, mit solch einer Zukunft?  - Das "beunruhigt" dann doch ...
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Eine Frau "Rostock" brachte es neulich mit diesen Worten zum Ausdruck: 
"Man fühlt sich an die Zeit erinnert, bevor Hitler an die Macht kam". -
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Ein Nachtrag zur "Jetztzeit":
Und da lassen wir den Wolfgang Nietzsche einmal zu Wort kommen:
"In ´ner Demokratie gibt es ja vieles, was es nach menschlichem Dafürhalten eigentlich gar nicht geben dürfte: Die hintergründigen Interessen der politischen Parteien. - Die abseitigen Programme einiger Fernseh-Sender. - Die als "Bestseller-Literatur" bezeichneten Buch-Schmonzetten. - 
Und allzuviel mehr ...
Das könnte sich ja irgendwann doch dergestalt auswirken, daß man frühzeitig erkennen kann, wann man die Koffer zu packen hat". -
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Ich "eigentlich" nicht - denn wohin - dann?
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Mittwoch, 24. Februar 2021

So nachdenklich gestimmt "beisammen" - mit Mikis Theodorakis ...

Damals, bevor die "Corona-Krise" auch "solches zunichte gemacht hätte".  
Da waren wir, am Strand einer griechischen Insel bald darauf so redselig gestimmt in einem "Miteinander".
In der Nähe von Athen. - 
Theodorakis lebte "letztendlich zumeist" in Athen.
Derzeit in Griechenland, diesem einstmals als "Wiege des Abendlandes" benannten Kontinent. -
Oftmals als "nachfühlbar" noch immer "zugegen" ... 
Und als wir uns hier, in diesem Elysium, nun abermals in den inneren Dimensionen unserer Leiblichkeit so geruhsam selbst begegneten, war diese Einkehr doch wahrlich beachtenswert: 
"Carpe diem - genieße den Tag", gab Mikis schmunzelnd zu spüren. 
"Wohl wahr", erwiderte ich zustimmend. "Denn in der Schlagzeile seiner Ode "An Leukone", da regt der römische Dichter ja dazu an, diese doch knappe Lebenszeit zu genießen". 
"Wörtlich genommen hieß es da: "Pflücke den Tag", merkte nun Mikis an. -
"Eine poetisch besagte "Huldigung dessen". - Carpe diem, Guam minimum Credula postero: Genieße den Tag, und vertraue möglichst wenig dem folgenden! So war das ja derzeit inhalts- und lebensgewichtig zum Ausdruck gegeben", bezeugte ich's zutreffend. 
"Ach ja, einer meiner bereits dahin-gegangenen Geistes-Gefährten in Deutschland, der Robert Gernhardt, er hat's mit den folgenden Worten damals deutlich gemacht: "Dein Hiersein ist ein Fenster, an dem du kurz erscheinst. Dies Fenster nur geöffnet ist, im Zeitraum einer Lebensfrist, 
die deinem Dasein zugedacht, dann wird es wieder zugemacht -
und alles war dereinst ..." 
"Unser Hiersein auf Erden", nickte mir Mikis zu; um dann noch eindringlich hinzuzufügen: "Non exigum temporis habemus, sed multum perdidimus - meint: Nicht wenig Zeit haben wir, aber viel vergeuden wir. - 
Denn morgen ist das Heute bereits schon ein Gestern! - 
Das sollten auch wir beherzigen, Didier", fügte er als beachtenswert hinzu. -
Dazu noch ein Nachtrag: 
Im sogenannten "Lebensherbst" angelangt, hockten wir dort Wein trinkend, so offenherzig fabulierend am Strand ... 
All das bleibt für mich "als unvergessen" in der Erinnerung. -
Denn leider weilt ER nun nicht mehr auf Erden, der Mikis Theodorakis. - 
chárika pu ße ghórißa - schön dich gekannt zu haben. -
Ein Hinweis:
Theodorakis "verfügte über ein erweitertes Sprachvermögen": gr. dt. frz. lat. ...
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Sonntag, 21. Februar 2021

Damals, diese "letztendliche" Reaktion einer älteren Dame ...

"Hörbar" als eine "Oma Courage": 
"Dergestalt" miterlebt als "Zaungast" im Garten eines Cafés, im Berliner Stadtteil Charlottenburg. -
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Dort sitzen zwei Männer im gesprächigen Miteinander an einem der Tische. 
Dem derzeitigen Vernehmen nach sind beide als Feuilletonisten in einem Zeitschriften-Verlag berufsaktiv. -
Der eine von ihnen macht sich gleichzeitig so beiläufig oftmals bisher noch rätselhafte Notizen ...
"Was schreibst Du denn da so selbstquälerisch auf?" fragt der ältere Kollege dann neugierig nach.
"Ach ja, bejammernswertes - für eine Kurzgeschichte!"
"Interessant! - Darf man denn jetzt da einmal mitfühlend 'reinhören?"
"Das sei Dir erlaubt", wurde ihm kollegial zugestanden. - "Also: Vor Deinem geistigen Auge Gestalt annehmend, versucht da ein verhärmt zutage tretendes weibliches Wesen, auf einem klapprigen Planwagen sitzend, mit zwei freudlos dreinblickenden Kindern an ihrer Seite, antreibend auf eine abgemagerte Schindmähre einzuwirken."
"Aha! - Da entflieht sie gebeutelt, ich ahne es schon: Die Mutter Courage, nebst Tochter und Sohn!" deklamierte der Ältere ad hoc ironisch drauflos.
"Genau! - Brechts Mutter Courage und ihre Kinder. - Was spricht für Dich abwertend dagegen?" wurde erwartungsvoll hinterfragt.
"Mein Gott! - Das ist doch bisher schon unzählige Male so melodramatisch überbetont beschrieben worden", bekam er's mißbilligend zu spüren, der aufstrebende Neuling im reizvollen Fachbereich Feuilleton.
"Wohl wahr!" wurde bejaht. "Aber hast Du denn jetzt einen besseren Vorschlag zum Thema: Courage, Beherztheit und den Mut der Verzweiflung anzubieten?" forschte der Jüngere aufmerksam nach.
"Ja, das hab' ich!" wurde bekräftigt. - "Und all das dafür zutreffende geschah erst vor kurzem. Denn ich saß ja schon hier im Garten, als Du noch nicht hier anwesend warst. - Nichts ahnend, wurde ich dann zum Augen- und Ohrenzeugen der nun folgenden Begebenheit: 
Die alte Dame, dort an dem Tisch, sie war vorhin sichtbar bemüht, sich mit zitterigen Händen aus einem Kännchen eine Tasse Kaffee einzuschenken. - 
Als am Nachbartisch drei junge Burschen - inzwischen sind die jetzt auf und davon - freizügig und zunehmend vulgär, sich in ein schamlos geführtes Palaver hineinsteigerten! - 
Lauthals wurde dort über ein uneheliches Zurweltkommen - und späterhin auch noch Spott treibend darüber schwadroniert, wie man (angeblich) bis jetzt doch so ein vaterloses Heranwachsen immerhin trotz allem ganz cool und easy gemeistert habe."
"O Gott! Mir steht nun mitfühlend vor Augen, wie solch ein abartiges Benehmen die alte Dame sicherlich geschockt haben muß", mutmaßte der junge Kollege hinsichtlich der vorab so unverfroren laut gewordenen Heimsuchung durch das anstoßerregende Geschwafel dieser - seiner Meinung nach - "unvergorenen Spottgeburten".
"Nein-nein, anscheinend hat all das Geplapper die alte Frau kaum berührt!" ließ ihn der Ältere - mit einem Fingerzeig auf die ja noch anwesende alte Dame - abwinkend wissen. 
"Wie bitte? - Das ist nicht Dein Ernst?" wurde erstaunt hinterfragt.
"Aber ja doch!" bekam er's bestätigt. "Gleichgültig erscheinend, schaute die alte Lady kurz hoch - und hat dann am Nebentisch leidenschaftslos angefragt: "He! - Kann mir wohl einer von Euch elenden Bastarden jetzt doch 'mal  freundlicherweise den Zucker herüberreichen?"
"Zugegeben, das war und ist ja wirklich eine eindrucksvolle Begebenheit!"
"Ja, und auch noch deiner geschriebenen Erzählung entsprechend!" wurde betont. - "Darum schreib das jetzt auf, dann hast Du eine durchaus erfolgversprechende Story zur Hand. -
Ach ja, als einen geistreichen Touch solltest Du abschließend noch ein Horaz und später auch Kant zugeschriebenes Zitat so geistvoll hinzufügen."
"Mit Vergnügen! - Dann gib das 'mal lehrreich kund."
"Supere aude - wage es weise zu sein", wurde ihm anempfohlen - 
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Liebe "derzeitige" Leser, 
"verbleiben" Sie bitte noch einen "Augenblick" mit mir in Berlin, nachfolgend, bei einer "theatralisch dargebotenen Besonderheit":
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Samstag, 20. Februar 2021

"HAMLET" - diese "anschaulich gemachte" Tragödie von William Shakespeare ...

Damals, eine "Aufführung" in Berlin: Im Theater "Am Halleschen Ufer". - 
Dort wurde ich an einem Nachmittag - noch ahnungslos dessen - zum Augen- und Ohren-Zeugen einer amüsanten, so originell "eigenwillig" in Szene gestalteten Begebenheit, bevor die ursprüngliche abendliche "Darbietung" hernach dann all das wohlgeformte "Drum und Dran" zu einem konkret theatralischen Ausdruck gestalten sollte. -
Der "Hamlet" - noch immer ein "erfolgreiches Bühnen-Geschehen". 
Und ich durfte da ergötzlich miterleben, wie man sprachlich dort all das einmal recht übermütig gelungen so eigenwillig in Szene zu setzten vermag. - 
Das bleibt für mich "unvergessen" - denn:
Zwei Schauspieler agierten dort sprachgewandt seelenvergnügt kapriziös auf der Bühne; der eine als Dänenprinz "Hamlet" und der andere als dessen Freund "Horatio". - 
Wohl nach dem Motto: "Varietas delectat - Abwechslung ergötzt!"
Was dabei dann so übermütig "zum Ausdruck geraten ist", das möchte ich hier noch einmal rückblickend anschaulich machen:
"Oh, seid gegrüßt, mein Prinz! - Ihr schaut recht trübe drein. - Was ist Euch heuer denn so unerfreulich widerfahren?"
"Arglistiges, Horatio! - Die Luft zieht schneidend scharf durch unsere Berliner Gassen. Und gleichfalls ist's, wie es mir scheint, outdors now empfindlich kalt geworden."
"By God, ist's schikanierend das allein, was Euch nun hier so sauertöpfisch aufmarschieren läßt, mein werter Prinz?"
"Nicht nur, Horatio! Wie ekel schal und unersprießlich, scheint mir das ganze Treiben dieser depravierten Welt! Gleich einem arg verwahrlost' Garten; in welchem binnen kurzem üppig wuchernd Unkraut wird wohl zügellos gen Himmel treiben ... Fuck of, drum laß er mich nicht länger diesbezüglich spintisieren!"
"Fürwahr, mein Prinz! - Denkbar ist's, daß Ihr da halbwegs richtigliegen könntet. - Was mich jedoch in hohem Maß befremdet, das prunkt so unvereinbar deplaciert an Eurem Arm!"
"Aha! - Was gilt es da nun uneinsichtig stur an mir zu tadeln? - So leg er ohne Zwang jetzt unverzüglich  los, gleich frank und frei heraus damit!"
"Ach, letztendlich eigentlich wohl nur das eine: So solltet Ihr jetzt schlechterdings nicht angestiefelt kommen, da solch ein Kaschmirkinder-Machwerk ja zu Williams Zeiten nie gesehen ward. Drum legt nun erst einmal die prahlerische Rolex ab. - Denn das, was prunkgesüchtig Ihr so eitel da zur Schau stellt, ist zeitbezogen hier gewiß als übermütig zu gewahren, gnädger Herr!"
"Halt ein, Horatio! Und laß Dir unumstößlich sagen: Zweifel an der Sonne Klarheit, zweifel an der Sterne Licht. Zweifel häufig an der Wahrheit, jedoch an meiner Rolex nicht! - Drum sei's nun stracks als unabänderlich, auch hier in diesem Rampenlicht besiegelt."
"Sorry, but I dont like this bracelet-watch ... Erfüllt der Geltungsdrang Euch gänzlich? - Mein Prinz, das ängstigt mich!"
"Oha, da blickt er folglich unverzüglich finster ins Spektakel! - Wohlan, dann nehme er nun possenhaft zur Kenntnis: Dies Kleinod ist mir lieb und teuer - und sein Genörgel stößt bei mir auf taube Ohren - my dear Horatio!"
"Okay, mein Fürst, let me conclude: Mit oder ohne? Das ist de facto zu erfragen. - Ob edler die Gestalt, wenn nackt der Arm sich zeiget, ohne diesen wohl als neureich zu gewahrenden Zeitbestimmer? - Nur scheint's, daß dies für Euch so ganz und gar undenkbar? - Yes, I don't like this, so wird's wohl baldigst unvereinbar prompt zu einer Last, mein edler Prinz."
"Fürwahr? - Dann schenk er mir nun flugs Gehör: Die güldene Uhr, sie war dereinst des Yoricks treuer Stundenweiser; jahraus, jahrein, als vormals er ein Günstling war bei Hofe! - And now sei außerdem hier noch per Ratio beschworen: Es gibt gar wohl mehr Ding' im Himmel und auf Erden, als all die wunderliche Schulweisheit sich's so uneinsichtig selbstbesessen oftmals gern erträumt - my stupid friend Horatio! -

(Ach ja, für all die "Nichtkundigen": Eine ROLEX ist eine kostspielige Armbanduhr. Man besitzt sie vermutlich nicht nur, um die derzeitige Uhrzeit in Augenschein zu nehmen.) -
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Einstmals, in Berlin, im Theater Am Halleschen Ufer. -
Als Autor sei's mir erlaubt noch hinzuzufügen: 
Es ist ja wohl immer wieder vielversprechend: " in sich das zarte Wirken der Sprache zu vernehmen". 
So hat es der Philosoph NOVALIS zutreffend einmal zum Ausdruck gegeben. - 
Wohl wahr!
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Freitag, 19. Februar 2021

Nun ja - "es war einmal" ...

So muß man es wohl "zwangsläufig" benennen.
Zurück-blickend - mich betreffend - 
und das in vielen Jahrzehnten so "Erlebnis-reiche Reisen in Europa".
Nun aber, 
nicht nur "bedingt durch die alles beeinträchtigende Zeit der CORONA-Krise".
Nein, auch "alters-bezüglich" ergeben sich da "Einschränkungen". -
Was - dem zur Folge - 
derzeit in mir des öfteren eine Art von "Darstellungskraft" veranschaulichen läßt, in welcher "das geistige Verbleiben in den Erinnerungen" erneut ein angenehmes "Zugegensein" in Szene setzt. - Außerdem ist das "Lesen und Schreiben" ja noch ein "Pläsier". -
Die "Ataraxie", eine beglückende "Seelenruhe", wie es der griechische Philosoph EPIKUR dereinst benannt hat, sie mag mir nun noch "zeitlich gegeben sein". -
Wie - oder was dann? - auch immer ...
Nach einem "rundum in Augenschein genommenen Hiersein auf Erden", da sei es mir erlaubt, hier noch über einige dieser "erlebten Begebenheiten" nachfolgend zu erzählen. -
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Mittwoch, 17. Februar 2021

Es war ein "eindrucksvolles Beisammensein" mit PETER USTINOV ...

Damals in Zürich: 
Für mich eine bedeutungsvolle Begebenheit - mit Sir Peter Ustinov. -
Dem Zufall sei Dank!
Gemeinsam "schaulustig" - waren wir uns dort in der Kunsthalle begegnet, bei einer intensiven Besichtigung der Plastiken von Alberto Giacometti. - 
Hernach saßen wir dann noch im hauseigenen "Miro-Garten" angeregt plaudernd beisammen ...
Und als ein Überblick dessen, da sei hier nun so einiges "davon" komprimiert zum Ausdruck gegeben:
Unter anderem sprachen wir auch über meine derzeitigen beruflichen Aktivitäten - und Sir Peter gab mir sogleich schelmisch dreinblickend zu spüren:
"Ja, wo man nicht lacht, da laß dich niemals nieder! Denn das Dasein zeigt sich dort zumeist recht bieder." 
Nun, dessen war ich mir durchaus bewußt, damals bühnenaktiv, und als Glossenschreiber, der hin und wieder Lesungen in Szene gesetzt hatte. 
"Hm, da hüte man sich vor der bedauerlicherweise sich ja oftmals in Rufweite vergegenwärtigenden Mittelmäßigkeit!" wurde es mir als beachtenswert nahegelegt. - "Eine zufriedenstellende Erkenntnis wird es irgendwann sein, daß man sich nur einem kleinen Kreis von Lesern verständlich machen kann", ließ er mich abgeklärt wissen. 
Um dann noch lachend hinzuzufügen:"Aber zum Glück gibt es ja immer noch neugierige Leser, wie es der Schweizer Verleger Daniel Keel vor kurzem hoffnungsvoll zur Sprache gebracht hat, als wir im Restaurant Kronenhalle über anspruchsvolle Literatur diskutierten". -
Ja, all das ließ er mich sachkundig wissen, der Autor, Regisseur und Schauspieler Peter Ustinov. Bevor wir uns spätnachmittags, im August 1984 in Zürich voneinander verabschiedet hatten.
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Sir Peter Ustinov, wahrlich ein beeindruckender Weltbürger, der mir noch immer als "so rundum geistreich und lebenserfahren" wohl stets in Erinnerung bleiben wird. 
(Leider ist ER - im Alter von 83 Jahren verstorben.)
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Dienstag, 16. Februar 2021

"DURST ist schlimmer als HEIMWEH" ...

Das wird ja so volksmundig oftmals behauptet. -
Wenn "dem so ist" - oder gegebenenfalls tatsächlich "zugegen sein kann", dann ist die nachfolgende Begebenheit ja doch erwähnenswert. -
Trotz allem:
Ich bin mir auch dessen bewußt, daß die Kundgabe dieses einstigen Geschehens eventuell als "greulich und abartig zur Kenntnis genommen werden könnte". 
Und als Mensch mit einer feinfühligen und somit empfindsam reagierenden Sensibilität, da sollten Sie von dieser Schilderung jedoch nur mit einer gewissen Duldsamkeit Notiz nehmen. -
Wie denn auch immer ...
Trotz allem möchte ich - nachfolgend - von dieser dementsprechenden Begebenheit berichten:
In einer Zeitspanne, als ich noch eifrig bemüht war, auf den sogenannten Kleinkunstbühnen bei der geneigten Zuhörerschaft Erheiterung aufkommen zu lassen, da war eines Abends im Publikum auch ein ehemaliger Schulkamerad anwesend. - 
Von meiner Mutter hatte ich irgendwann einmal erfahren: 
"Besagter Jugendgefährte sei seit vielen Jahren als Medikus im Fachgebiet Urologie berufstätig."-
Ach ja, und einige Ärzte - das war mir einstmals zu Ohren gekommen -, schätzen den derben, wohl etwas rauhbeinigen Humor besonders ...
Nach meinem Bühnenauftritt saßen wir dann noch redselig beisammen - und seiner wohl eindeutigen Diagnose gemäß, daß ich ja unüberhörbar als "Komiker" zu gewärtigen sein durfte, wurde von ihm noch die folgende Erzählung zum besten gegeben:
"Ja, mein Lieber, da ist es vorab doch erwähnenswert, dass ein tagelang anhaltender DURST zwangsläufig zu einer Bewusstlosigkeit und hernach auch zum Tod führen kann", ließ er mich fachkundig wissen.
Um dann sogleich beispielgebend vom Stapel zu lassen: 
"Da wanderten neulich zwei Freunde, der Paul und Rüdiger, seit Tagen durch eine sich schier endlos darbietende Wüstenlandschaft. Unbarmherzig drangsalierend brannte dort eine gleißende Sonne vom Himmel. - Am vierten Tag ihrer selbstgewählten Leidenslust waren sie dann restlos erschöpft, nun völlig am Ende ihres Leistungsvermögens angelangt. 
Und zu all dem Übel hatte auch noch die offenbar menschenverachtend glühende Sonne grausam den letzten Tropfen Trinkwasser restlos verdunsten lassen ...
Was bald darauf dürstend, aus staubtrockener Kehle röchelnd dahin-gehend entgleiste, daß der Rüdiger seinen Weggefährten mit einer pelzigen Zunge nun kniefällig anflehte: "Ach ja, Paul, lieber Freund! Wir sind jetzt gnadenlos ausgetrocknet - und Durst ist wohl schlimmer als Heimweh, mein Lieber!
Darum sei jetzt bitte doch derart lebensnotwendig hilfsbereit - und laß es mich Durst- gequält wissen:
In welchem Knie hast du seit langem Wasser?" * - ! -
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Als eine Art "Bitte um Vergebung" für diese so unkultiviert zum Ausdruck gegebene Erzählung, da sollte eigentlich die nachfolgende Begebenheit doch abmildernd behilflich sein:
* Wasser, nebst Feuer, Luft und Erde, der Ursprung alles Seins, wie es bereits 560 Jahre vor Christi ja immerhin schon der griechische Philosoph Thales von Milet vehement deutlich zu machen suchte. 
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***

Montag, 15. Februar 2021

Es sei ein "aufmunternder Hinblick dessen" ...

Diese "noch verbleibenden Erdentage" jetzt spürbar zu erleben - 
und all diesen derzeitigen Bedrängnissen nun zu entfliehen. -
Das sollte doch eigentlich möglich sein ...
So nachdenklich gestimmt ergriffen, 
da steht mir im Verlauf dieser "Besinnlichkeit" ein "beglückendes Traumbild"
 harmonisierend sogleich wirklichkeitsnah dann auch vor Augen.
Und das "rundum beseligend" folgendermaßen:
Nachmittage an einer südlichen Meeresküste. 
"Mein Geist gibt sich den Wogen hin - und schmiegt sich
dem Rhythmus des Meeres an." So hat's schon dereinst der griechische 
Schriftsteller Kazantzakis ergreifend zu spüren gegeben. -
Und die hüllenlos inaktiven Füße ruhen entspannt im warmen Sand. 
Auf einem hölzernen, kunstlosen Tisch schimmert - fast goldfarben -
die Fülle einer aromatischen Flasche Weißwein.  
Nun ja, so daseinsfreudig verweilen zu dürfen,
"das wird dann zum Prachtvollsten, was die Welt zu geben hat,"
derart - fast schon paradiesisch - so hat's der
 französische Schriftsteller Albert Camus dereinst bekundet.
*
Eine Erkenntnis dessen ...
Ja, da wird es nun wieder einmal so spürbar akzentuiert:
Mein wahrscheinlich mediterran geartetes Lebensethos verweilt wohl doch zeitlebens recht untalentiert im leistungs- und karrierebetonten Arbeitsethos einer derart ambitionierten Lebensgestaltung.
*
Wohlan, schon keimt da - aufs neue - ein "gnothi seauton". *
* "Erkenne dich selbst"
-
Zur Folge hatte all das jedoch bald darauf eine Art tadelnden Nachtrag:
"ti krama!" (Wie schade!)
Fast schon betroffen machend, ruft sie's mir - inzwischen aus "himmlischen Sphären" - damals auf der Insel Lesbos zu, die griechische Lyrikerin Sappho:
"Um nach dem Tod ruhmlos umherzuirren -
als Schatten im Schwarm nichtiger Toten?"
Ach ...
"Ultra posse nemo obligatur", so habe ich's damals abweisend bekundet.
(Über das Können hinaus ist niemand verpflichtet.)
óchi ... (nein)
-
Erwähnt sei in diesem "Gefühlstiefen-Zusammenhang" die in Griechenland 
oftmals und gerne in Anspruch genommeneWortprägung "sophrosyne".
Was meint:
"In all den Bereichen der Selbstbeherrschung und auch Gelassenheit 
nun doch einmal seinem inneren ICH zu begegnen".
"Was ja gegebenenfalls hilfreich verdeutlichend sein kann", 
gab derzeit Mikis Theodorakis noch zu bedenken. -
-
*

Sonntag, 14. Februar 2021

Wohl "nahezu schon märchenhaft" - was da "sicht- und hörbar" zutage getreten war:

Oder als "fabelhaft" zu gewahren ...

-
Wie auch immer -
jedoch so ausdrucksvoll "leibhaftig zugegen". -
Hm?
Hinsichtlich dessen - sei jetzt noch veranschaulicht:
Ich wohne nun seit sehr vielen Jahren in einer ländlichen, 
treuherzig gestimmten Abgeschiedenheit.
   Immerhin ist man dort dann manchmal auch als ein  Zeitzeuge  
 so gegenwartsnah in einer Art "Hörweite".
Und unvermutet zugegen in dieser lateinischen Wortprägung
"fabula delectat":
Die Fabel will unterhalten -
und unterhaltsam zum Ausdruck bringen,
dass Tiere durchaus menschliche Eigenschaften besitzen -
und somit auch dementsprechend zu handeln verstehen."
Das haben ja schon namhaft gewordene Poeten
informativ und beachtenswert oftmals zu spüren gegeben.
Es wird da wohl doch "Wahres daran sein" ...
-
Aber wer von uns wird das letztendlich bezweifeln?
-
Nun ja. Einige doch ...
Die "Wissenschaftler" sprechen "hingegen" vom:
"Zuschreiben menschlicher Eigenschaften gegenüber Tieren".
Benannten diese "nicht alltäglichen Begebenheiten" hochtrabend 
lateinisch als "Antropomorphismus" - und sind "dem" wohl
zeitlebens "verneinend zugegen". - 
-
Andererseits:
"Experto eredite!" so hat es Vergil schon dereinst betont -
was meint: "Glaubt dem, der es selbst erfuhr!"
-
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Montag, 8. Februar 2021

Ja, es hatte dann vermutlich wohl doch diese "fluchtartige Reise nach ITALIEN" zur Folge ...

Dereinst - den Johann-Wolfgang von Goethe betreffend.
Und das offenbar - um dem "damaligen Dasein zu entfliehen":
Denn als ER damals, im Jahr 177 von Herzog Karl August von Sachsen-Weimar, in diese "Hochburg des deutschen Geisteslebens" berufen worden war, da lernte er dort, im Jahr 1788 das recht "einfältig in Erscheinung" tretende Fräulein Christiane Vulpius kennen ...
Und 1806 vollzog man den Akt einer ehelichen Bindung. -
Mit den folgenden Zeilen möchte ich nun - so annähernd wirklichkeitsnah -  zurückblicken in diese wohl "demotivierende Verbundenheit": 
-
Der Herr von Goethe ...
Da sollte es dereinst im Garten,
wo Tisch und Stühlchen seiner harrten,
recht formvollendet wohl gelingen,
die Dichtkunst zu Papier zu bringen.
Behenden Schritt's dort angekommen,
so hatte er sich's vorgenommen,
nunmehr, wenn auch in groben Zügen,
heut' seinem Urfaust zu genügen.
Fürwahr, so gänzlich ungezwungen,
war ihm bald Reim auf Reim gelungen.
In dieser kunstverschworenen Stille,
gereifte auch sogleich der Wille,
die jüngst erdachten Textgewalten,
nun einmal lauthals zu gestalten.
Man sollte solch ein Drängen loben ...
Doch leider zeigt sich barsch von oben
fensterfüllend, voll Verdruß,
dort wütend Fräulein Vulpius:
"Sie wolle Schönheitsschlaf gestalten,
er solle jetzt die Schnauze halten!"  -
Schon war, in wenigen Sekunden,
Erhabenheit hinwegentschwunden.
Arg verstimmt, doch durchaus weise,
ging Goethe auf Italien-Reise ...
-
Soviel, kurz und bündig, zu den damaligen "Gegebenheiten". -
-
Zuvor war jedoch der folgende Dialog bedeutsam zutage getreten:
"Hält Er sein Tun für klug und weise? - Schon wieder die Italien-Reise!" soll dem Vernehmen nach der Herzog Karl August erstaunt hinterfragt haben, als man Seite an Seite im Schloßgarten wandelte.
"Ja, dem kalten Norden flugs entweichen! - Das soll mir als Erläuterung reichen." murmelte der Johann Wolfgang - und war sich der Unstimmigkeit seiner Aussage durchaus bewußt.
"Nein-nein, mein lieber Meister Goethe. - Ihn plagen sicher andere Nöte! - Nur heißt's, da bin ich mir im klaren: Vor allem das Gesicht zu wahren!" gab ihm der Fürst nachsichtig schmunzelnd zu verstehen. -
Für einen kurzen Augenblick war nun erst einmal Schweigen eingekehrt ...
Bis daß der Johann Wolfgang aufgebracht zu spüren gegeben haben soll:
"Kann ich zur Zweisamkeit noch sagen: Verweile doch - es war sehr schön?
Dann wird sie mich in Fesseln schlagen! - 
Drum will ich lieber vorab geh'n ..."
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"Ach ja, wohltuend hinein, in ein harmonisches Zusammentreffen von Kunst und Leben!" so ließ er's daseinsfreudig verlauten, als er bald darauf in Rom angekommen war - und dort, in einem deutsch-römischen Künstlerkreis, lauthals bekundet haben soll: "Es sei wohl jetzt doch an der Zeit, nun endlich vom Literaten zum Maler zu gedeihen." - ***
"Speriamo di no!" (Hoffentlich nicht!) - das sei daraufhin (gerüchtweise) damals des öfteren im deutsch-römischen Künstlerkreis zu hören gewesen ...
Dereinst, im Außenbereich einer Osteria am Piazza del Popolo.
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***  So war's gewesen, denn am 29. Oktober 1786 reiste der siebenunddreißigjährige Geheimrat Johann Wolfgang von Goethe (derzeit wohl als hoffnungsvoller Maler) für viele Monate nach Italien.
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