Montag, 20. Februar 2017

Ja, Griechenland - infolgedessen ...

Und das nun - so ganz und gar humorlos ergriffen - 'mal charakteristisch und informativ vor Augen geführt:
Da hat's sich schon 2008 offenbart, daß alljährlich nur die 750 Millionen an Schmiergeldern (Fakelaki) die griechische Bevölkerung noch in die Lage versetzen, weiterhin ein einigermaßen menschenwürdiges Dasein führen zu dürfen.
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"Schließ Griechenland ins Herz, und du bekommst einen Infarkt", so hat der griechische Philosoph Nikos Dimous eine einstmals bekundete Stellungnahme des Dionysios Solomos beunruhigend aktualisiert.  
Und schon sind wir, nun gemeinsam mit dem als "halbgriechisch" verlebendigten Ersatzphilosophen Didier Vaselis, wieder einmal im derzeitigen Athener Theaterspektakel der schauspielernden Politikstrategen neugierig zugegen: 
Im orakelhaft schillernden Hintergrund zeigt sich dort, den "gesunden Menschenverstand" versinnbildlichen wollend, die allen Griechen vertraute Schattenspielerfigur "Hadziavatis"; zutreffend mit einer überdimensional aufleuchtenden Spruchblase: "Arm und leidend, aber immer auf seinen Vorteil bedacht", so kann man es, nachdenklich gestimmt, deutlich entziffern.
Da präsentierte sich schon damals die alte, zumeist korrupte griechische Politiker-Clique, mit einem schlitzohrig und fintenreich auf Vertrauen hoffenden Regierungschef Antonis Samaras  ...
"Das just dieser Wendehals das Zeug zum Helden hat, der die zerrissene Nation dazu bringt, sich aus dem Selbstmitleid zu befreien, ist nicht recht ersichtlich", textete derzeit, aufhorchen lassend, der griechische Journalist Georg Anastasiadis in einer diesbezüglichen Kolumne eine bedeutsam zutage tretende Lebensgestaltung .
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Nun hat sich ja alles "verändert", in den griechischen Theater-Kulissen. - Neubelebt, vermittels extremistisch agierender Regierungsstrategen.
Alexis Tsipras domestiziert dort momentan - bisher noch ein wenig gewöhnungsbedürftig - (méßa apó polithrópos - mit Hilfe von List und Verschlagenheit) das Sagen. Und selbstverständlich mit dem Anreiz einer urgriechischen Motivation: "Wir dürfen auf keinen Fall panisch werden, denn wer Angst bekommt, der verliert das Spiel!" -
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Ja, eine unerfreuliche Bedeutsamkeit ...
Hingegen! - !
Als Griechenland-Kenner sei noch gewichtig hinzugefügt:
i eládha ine poli oréa chóra - Griechenland ist ein sehr schönes Land -
trotz allem.
Und es gibt sie ja dort noch immer:
"Filotimo - der Stolz und die damit zumeist oftmals einhergehende stets liebenswürdige griechische Seele" - !
Dessen bin ich mir doch zeitlebens bewußt - mit einem heimatlichen Empfindungsvermögen.
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