Mittwoch, 6. Mai 2020

Ein Beisammensein mit Sir Peter Ustinov ...

Dem Zufall sei Dank!
Damals in Zürich, für mich eine bedeutungsvolle Begebenheit. -
Vorab schaulustig gemeinsam in der Kunsthalle zugegen, bei einer Besichtigung der Plastiken des Künstlers Alberto Giacometti, saßen wir hernach dann noch im hauseigenen "Miro-Garten" angeregt plaudernd beisammen ...
Und als ein Überblick dessen, da sei hier nun so einiges komprimiert zum Ausdruck gegeben:
Unter anderem sprachen wir auch über meine derzeitigen beruflichen Aktivitäten - und Sir Peter gab mir sogleich schelmisch dreinblickend zu spüren:
"Ja, wo man nicht lacht, da laß dich niemals nieder! Denn das Dasein zeigt sich dort zumeist recht bieder." 
Nun, dessen war ich mir durchaus bewußt, damals bühnenaktiv, und als Glossenschreiber, der hin und wieder Lesungen in Szene gesetzt hatte. 
"Hm, da hüte man sich vor der bedauerlicherweise sich ja oftmals in Rufweite vergegenwärtigenden Mittelmäßigkeit!" wurde es mir als beachtenswert nahegelegt. - "Eine zufriedenstellende Erkenntnis wird es irgendwann sein, daß man sich nur einem kleinen Kreis von Lesern verständlich machen kann", ließ er mich abgeklärt wissen. 
Um dann noch lachend hinzuzufügen:"Aber zum Glück gibt es ja immer noch neugierige Leser, wie es der Schweizer Verleger Daniel Keel vor kurzem hoffnungsvoll zur Sprache gebracht hat, als wir im Restaurant Kronenhalle über anspruchsvolle Literatur diskutierten". -
Ja, all das ließ er mich sachkundig wissen, der Autor, Regisseur und Schauspieler Peter Ustinov. Bevor wir uns spätnachmittags, im August 1984 in Zürich voneinander verabschiedet hatten.
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Sir Peter Ustinov, wahrlich ein beeindruckender Weltbürger, der mir noch immer als "so rundum geistreich und lebenserfahren" wohl stets in Erinnerung bleiben wird. 
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