Dienstag, 2. Februar 2016

Eine schicksalhafte Tragödie:

Ja, und möglicherweise sogar mitfühlend, kann man hier und heute einen Einblick gewinnen in die wahrlich ergreifende Geschichte eines blutjungen Fischotters.
"Lutra lutra", so die einstmals beurkundet gewählte lateinische Benennung dieser pelzigen Meeres- und Süßwasserbewohner ...
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Tja, und das nun folgende Geschehen sei rückblickend auch als eine Hommage an den Zeichner und Schriftsteller Wilhelm Busch - und zugleich fachübergreifend den seinerzeit, vermittels Fernsehgerät, als erheiternd zu erlebenden Heinz Ehrhard anschaulich gemacht ...
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Nicht teilnahmslos möcht' ich - mitnichten!
Von einem Drama hier berichten:
Seit kurzem lebt ein kleiner Otter, 
im Schilf der Weser - ohne Motter!
Die Otterin, einst sehr geschickt, 
war jüngst im Uferschlamm erstickt.
Der Otter-Vater, voller Grauen, 
ist in die Nordsee abgehauen.
Des kleinen Otters älteren Bruder, 
ihn tötete ein Lastkahnruder.
So auch die allerliebste Schwester, 
sie traf ein Böller, an Silvester.
Im letzten Jahr, vor Bremerhaven, 
war Otters Opa sanft entschlafen.
Behauptet hat ein Liebespaar, 
das an dem Fluß zugange war:
Inzwischen bringe Tante Otter, 
dem Jüngsten täglich Fisch als Fotter.
Gottlob hat's sich hernach ergeben, 
der Otter ist vergnügt am Leben!
Sein Haarkleid wirkt zwar leicht verlottert, 
obwohl er Tag für Tag bemottert.
Denn auch zwei Bremer Zoologen, 
sind ihm seit langem sehr gewogen.
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Das, mutmaßlich eingedenk der bereits einstmals als aufopferungsvoll zu begutachtenden Maxime:
Nulli parvus est census - Qui Magnus est animus!
(Keiner ist gering geschätzt, der großherzig ist!)
Wohl wahr ...
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1 Kommentar:

  1. Sehr schön,möchte mehr von diesen literarischen Feinheiten!!!!!!!

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