Mittwoch, 13. April 2022

Vater und Sohn - im bedenklichen "Wortwechsel":

In Bezug auf die "guten Manieren" ...
Derart so "betont zum Ausdruck gegeben" - damals auf einem Fluß in Oudekerk, dem holländischen Städtchen an der Amstel. -
Nun ja:
"Homo sum: humani nil a me alienum puto - Ich bin ein Mensch: nichts Menschliches ist mir fremd", hat er einstmals lebensklug ausgerufen, der römische Dichter Publius Terentius, genannt Terenz ...
Wohl zutreffend in der nachfolgenden Begebenheit:
Da waren wir wieder einmal mit der Motoryacht Popeye auf den holländischen Wasserstraßen unterwegs - und in der bereits oben erwähnten Ortschaft Oudekerk abends vor Anker gegangen. - Neben uns hatte ein deutsches Ehepaar mit einem Mietboot festgemacht. 
Als dort der etwa 10-jährige Sohn mit seinem Vater die Bootsleinen befestigte, stolperte der Knabe plötzlich über das straff gespannte Seil, fiel auf die Knie - und gab mit einem lauthals gerufenen "SCHEISSE!" sein schmerzhaftes Leiden zum Ausdruck. - 
Der am Uferrand stehende Vater blickte erstarrt nach oben - und mit einem drohend erhobenen Zeigefinger wurde der Filius mit den folgenden Worten sogleich zur Besinnung gebracht: 
"He! Jetzt hör' mir 'mal gut zu: Man sagt nie und nimmer Scheiße! 
Beherzige das! Kapiert?" - 
"Ja - nee, warum?" stöhnte der Knabe schmerzbewegt auf. - 
"Warum? Fragst Du da! Weil dann die bisher nun doch schon angereicherte Bildung wohl deutlich vernehmbar im Arsch ist, Du taube Nuss!" wurde dort "klarmachend" verdeutlicht. -
Eine Brise kräuselte das Wasser des Flusses und die Sonne näherte sich immer näher dem Horizont ...
"Da offenbart sich die Ausdruckskraft aus der Tiefe der väterlichen Empfindungen", murmelte Ulrike; während ich schmunzelnd zwei Gläser mit einem französischen Rotwein füllte. -
-
***

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen