Mittwoch, 2. Februar 2022

Mein Kater - so beschwipst und beduselt":

Als Katze - unglaublich?
Nein, anscheinend nicht! Denn als ich eines Nachmittags auf der Terrasse meines Häuschens, auf der griechischen Insel Lesbos saß - und dort zum erstaunten Augenzeugen der folgenden Begebenheit geworden bin, war's dann sicht- und spürbar zutage getreten ...
       Da hockte er gespannt im Garten,
       auf Mäuse-fang wohl dort zu warten.
Jedoch dann ...
       Die Mäuse:
       Vom Fallobst, das schon stark gegoren,
       war´n sie zutiefst "im Rausch verloren".
       So ahnungslos, nun "stockbesoffen"
       war man da sichtbar "tief betroffen".
       Vielleicht vermögen Sonnenstrahlen, 
       solch bisher unbekannte Qualen -
       zumindest etwas abzudämpfen. 
       Ein Wunsch, "dagegen anzukämpfen" ...
Zugleich:
       Mein Kater "staunt" - und scheint zu hoffen, 
       daß all die Mäuse, sturzbesoffen,
       ihm bald das Mittagsmahl bereichern ...
       Doch leider wogen in den Schleichern 
       pro Maus noch drei bis vier Promille! -
       Bedingt durch diese "Überfülle", 
       die ja dem Kater "nicht bewußt",
       geschah, was bald auch folgen mußt' ...
       Nachdem er bis zum Platzen satt, 
       sich folgendes ergeben hat:
       Trunken sah man ihn nun schwanken -
       und taumelnd durch den Garten wanken.
       -
Und das - dereinst - anno dazumal:
"Vestigia terrent ...  - Die Spuren (der von dir getöteten Tiere!) schrecken mich", hatte schon dereinst der römische Dichter Horaz seinen struppigen Kater Lorenzo wutentbrannt angeschnauzt, als er wieder einmal im Flur seines Landhauses in Rom, frühmorgens noch barfüßig so unvorhersehbar in den halb verspeisten, sich ekelerregend darbietenden Kadaver einer Maus hineingeraten war.
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