Samstag, 2. Februar 2019

Mein Kater - "betrunken" - ?

Unglaublich?
Nein, anscheinend doch! Denn als ich eines Nachmittags auf der Terrasse meines Häuschens, auf der griechischen Insel Lesbos saß - und dort zum erstaunten Augenzeugen der folgenden Begebenheit geworden bin, war's dann sicht- und spürbar zutage getreten ...
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Vorab:
Da hockte er gespannt im Garten,
auf Mäuse-fang wohl dort zu warten.
Ja aber - eine Vermutung:
Die hatten sich im Rausch verloren,
vom Fallobst, das schon stark gegoren.
Das ähnelte schon Saufereien, 
benommen hockte man im Freien.
Weil dort die Mäuse, stockbesoffen
sich wohl vom Tageslicht erhoffen,
daß nun gezielt die Sonnenstrahlen, 
solch bisher unbekannte Qualen
zumindest etwas unterdrücken ... 
D'rum scheint mein Kater jetzt zu hoffen, 
daß all die Mäuse, sturzbesoffen,
ihm bald das Mittagsmahl bereichern ...
Später dann:
Doch leider wogen in den Schleichern 
pro Maus noch drei bis vier Promille! -
Bedingt durch diese Überfülle, 
die Kater "Emil" nicht bewußt,
geschah, was bald auch folgen mußt' ...
Nachdem er bis zum Platzen satt, 
sich folgendes ergeben hat:
Trunken sah man ihn nun schwanken -
und taumelnd durch den Garten wanken.
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Dereinst - anno dazumal:
"Vestigia terrent ...  - Die Spuren (der von dir getöteten Tiere!) schrecken mich", hatte schon dereinst der römische Dichter Horaz seinen struppigen Kater Lorenzo wutentbrannt angeschnauzt, als er wieder einmal im Flur seines Landhauses in Rom, frühmorgens noch barfüßig so unvorhersehbar in den halb verspeisten, sich ekelerregend darbietenden Kadaver einer Maus hineingeraten war.
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