Samstag, 26. September 2020

Gemeinsam nachdenklich gestimmt - und so bedeutsam nach "innen gerichtet" ...

Spürbar geworden, als wir am Strand einer griechischen Insel in ein redseliges "Miteinander" vertieft  waren. - Im Bannkreis dieser einstigen Wiege des Abendlandes .

Der Mikis Theodorakis und ich, als Didier Vaselis. -

Und als wir uns hier, in diesem Elysium, nun abermals in den inneren Dimensionen unserer Leiblichkeit so geruhsam selbst begegneten, war diese Einkehr doch wahrlich beachtenswert:

"Carpe diem - genieße den Tag", gab Mikis schmunzelnd zu spüren. -

"Wohl wahr", erwiderte ich zustimmend. "Denn in der Schlagzeile seiner Ode "An Leukone" regt der römische Dichter dazu an, die knappe Lebenszeit zu genießen". -

"Wörtlich genommen hieß es da: "Pflücke den Tag", merkte Mikis an. -

"Ja-ja: "Carpe diem, Guam minimum Credula postero": Genieße den Tag, und vertraue möglichst wenig dem folgenden, so heißt es da inhalts- und lebensgewichtig", bezeugte ich's zutreffend. "Ach ja, einer meiner bereits dahin-gegangenen Geistes-Gefährten in Deutschland, der Robert Gernhardt, er hat's mit den folgenden Worten damals deutlich gemacht: "Dein Hiersein ist ein Fenster, an dem du kurz erscheinst. Dies Fenster nur geöffnet ist, im Zeitraum einer Lebensfrist, die deinem Dasein zugedacht, dann wird es wieder zugemacht, und alles war dereinst ..." -

"Unser Hiersein auf Erden", nickte mir Mikis zu; um dann noch eindringlich hinzuzufügen: "Non exigum temporis habemus, sed multum perdidimus - meint: Nicht wenig Zeit haben wir, aber viel vergeuden wir.- Denn morgen ist das Heute bereits schon ein Gestern! - Das sollten auch wir beherzigen, Didier", fügte er als beachtenswert hinzu. -

Zudem ein Nachtrag:

Im sogenannten "Lebensherbst" angelangt, hockten wir dort Wein trinkend, so offenherzig fabulierend am Strand ... Damals, in Griechenland - auch in den Bereichen der "Islomania", der stillschweigenden Übereinstimmung. - Leider weilt ER nun nicht mehr auf Erden, der Mikis Theodorakis. - chárika pu ße ghórißa - schön dich gekannt zu haben. -

 * Theodorakis hatte ein "erweitertes" Sprachvermögen: gr. - dt. - frz. - lat. ...

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