Dienstag, 14. März 2017

Tja: "Durst sei (angeblich) schlimmer als Heimweh" ...

Das wird tatsächlich oftmals so volksmundig behauptet. -
Hm?
Als Mensch mit einer feinfühligen und somit empfindsam reagierenden Sensibilität, da sollten Sie von der nun folgenden Schilderung jedoch nur mit einer gewissen Duldsamkeit Notiz nehmen ...
Nein?
Nun denn:  
In einer Zeitspanne, als ich noch eifrig bemüht war auf den sogenannten Kleinkunstbühnen bei der geneigten Zuhörerschaft Erheiterung aufkommen zu lassen, da war eines Abends im Publikum auch ein ehemaliger Schulkamerad anwesend. - Von meiner Mutter hatte ich irgendwann einmal erfahren: "Besagter Jugendgefährte sei seit vielen Jahren als Medikus im Fachgebiet Urologie berufstätig."-
Ach ja, einige Ärzte - das war mir einstmals zu Ohren gekommen -, schätzen den derben, etwas rauhbeinigen Humor besonders ...
Nach meinem Bühnenauftritt saßen wir dann noch redselig beisammen - und seiner wohl eindeutigen Diagnose gemäß, daß ich ja unüberhörbar als "Komiker" zu gewärtigen sein durfte, wurde von ihm noch die folgende Erzählung zum besten gegeben:
"Vorab ist's doch erwähnenswert, dass ein tagelang anhaltender DURST zwangsläufig zu einer Bewusstlosigkeit und hernach auch zum Tod führen kann", ließ er mich fachkundig wissen.
Um dann sogleich beispielgebend vom Stapel zu lassen: "Paul und Rüdiger, zwei Freunde, sie wandern seit Tagen durch eine sich schier endlos darbietende Wüstenlandschaft. Unbarmherzig brennt eine gleißende Sonne vom Himmel. - Am vierten Tag ihrer selbstgewählten Leidenslust sind sie dann restlos erschöpft, nun völlig am Ende ihres Leistungsvermögens angelangt. Zu all dem Übel hat auch die offenbar menschenverachtend glühende Sonne jetzt grausam den letzten Tropfen Trinkwasser restlos verdunsten lassen ...
Was bald darauf dürstend, aus staubtrockener Kehle röchelnd dahin gehend entgleiste, daß der Rüdiger seinen Weggefährten mit pelziger Zunge nun kniefällig anflehte: "Paul, lieber Freund! Wir sind jetzt total auf dem trocknen - und Durst ist wohl schlimmer als Heimweh, mein Lieber!
Darum sei jetzt lebensnotwendig hilfsbereit - und laß es mich sofort wissen:
In welchem Knie hast du seit langem Wasser?" * - ! -
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Als eine Art "Bitte um Vergebung" für diese so unkultiviert zum Ausdruck gegebene Erzählung, da sollte eigentlich die nachfolgende Begebenheit doch abmildernd behilflich sein:
* Wasser, nebst Feuer, Luft und Erde, der Ursprung alles Seins, wie es bereits 560 Jahre vor Christi ja immerhin schon der griechische Philosoph Thales von Milet vehement deutlich zu machen suchte. -
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