Dienstag, 16. Februar 2021

"DURST ist schlimmer als HEIMWEH" ...

Das wird ja so volksmundig oftmals behauptet. -
Wenn "dem so ist" - oder gegebenenfalls tatsächlich "zugegen sein kann", dann ist die nachfolgende Begebenheit ja doch erwähnenswert. -
Trotz allem:
Ich bin mir auch dessen bewußt, daß die Kundgabe dieses einstigen Geschehens eventuell als "greulich und abartig zur Kenntnis genommen werden könnte". 
Und als Mensch mit einer feinfühligen und somit empfindsam reagierenden Sensibilität, da sollten Sie von dieser Schilderung jedoch nur mit einer gewissen Duldsamkeit Notiz nehmen. -
Wie denn auch immer ...
Trotz allem möchte ich - nachfolgend - von dieser dementsprechenden Begebenheit berichten:
In einer Zeitspanne, als ich noch eifrig bemüht war, auf den sogenannten Kleinkunstbühnen bei der geneigten Zuhörerschaft Erheiterung aufkommen zu lassen, da war eines Abends im Publikum auch ein ehemaliger Schulkamerad anwesend. - 
Von meiner Mutter hatte ich irgendwann einmal erfahren: 
"Besagter Jugendgefährte sei seit vielen Jahren als Medikus im Fachgebiet Urologie berufstätig."-
Ach ja, und einige Ärzte - das war mir einstmals zu Ohren gekommen -, schätzen den derben, wohl etwas rauhbeinigen Humor besonders ...
Nach meinem Bühnenauftritt saßen wir dann noch redselig beisammen - und seiner wohl eindeutigen Diagnose gemäß, daß ich ja unüberhörbar als "Komiker" zu gewärtigen sein durfte, wurde von ihm noch die folgende Erzählung zum besten gegeben:
"Ja, mein Lieber, da ist es vorab doch erwähnenswert, dass ein tagelang anhaltender DURST zwangsläufig zu einer Bewusstlosigkeit und hernach auch zum Tod führen kann", ließ er mich fachkundig wissen.
Um dann sogleich beispielgebend vom Stapel zu lassen: 
"Da wanderten neulich zwei Freunde, der Paul und Rüdiger, seit Tagen durch eine sich schier endlos darbietende Wüstenlandschaft. Unbarmherzig drangsalierend brannte dort eine gleißende Sonne vom Himmel. - Am vierten Tag ihrer selbstgewählten Leidenslust waren sie dann restlos erschöpft, nun völlig am Ende ihres Leistungsvermögens angelangt. 
Und zu all dem Übel hatte auch noch die offenbar menschenverachtend glühende Sonne grausam den letzten Tropfen Trinkwasser restlos verdunsten lassen ...
Was bald darauf dürstend, aus staubtrockener Kehle röchelnd dahin-gehend entgleiste, daß der Rüdiger seinen Weggefährten mit einer pelzigen Zunge nun kniefällig anflehte: "Ach ja, Paul, lieber Freund! Wir sind jetzt gnadenlos ausgetrocknet - und Durst ist wohl schlimmer als Heimweh, mein Lieber!
Darum sei jetzt bitte doch derart lebensnotwendig hilfsbereit - und laß es mich Durst- gequält wissen:
In welchem Knie hast du seit langem Wasser?" * - ! -
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Als eine Art "Bitte um Vergebung" für diese so unkultiviert zum Ausdruck gegebene Erzählung, da sollte eigentlich die nachfolgende Begebenheit doch abmildernd behilflich sein:
* Wasser, nebst Feuer, Luft und Erde, der Ursprung alles Seins, wie es bereits 560 Jahre vor Christi ja immerhin schon der griechische Philosoph Thales von Milet vehement deutlich zu machen suchte. 
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