Samstag, 28. November 2020

"Tja: "Wie wenn da einer - der in Nöte ..."

So sei's hier einmal "zweckdienlich" betitelt. - 
Auch im Angedenken an Robert Gernhardt:
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Zurückblickend auf ein bedeutsames "Miteinander", erinnere ich mich jetzt daran, daß wir einmal über Dein lyrisch zum Ausdruck gebrachtes Geschehen "Wie wenn da einer, und er hielte ..." gesprochen haben. - 
Damals hast Du's bejaht, daß dieses "beinahe betroffen machende" Poem auch für Dich wohl weiterhin von Belang sein wird ...
Und schon bald darauf durfte ich miterleben, daß ein als Poeta laureatus zu charakterisierender Mann der Feder, an einem als Dichterlesung publik gemachten Abend, einleitend mit dieser gereimten Gefühls-Betontheit dann wortgewandt Gestalt anzunehmen begann. -
Mir hat's gefallen - und das wie immer ... Und Du hast es hernach geschehen lassen, daß ich diese ergreifende, so formvollendet zu spüren gegebene Verserzählung strukturell ausgeliehen habe. -
Ja, Robert. - So auch in Szene gesetzt, als ein sichtbar verzweifelter Mann zu nacht-schlafender Zeit rüttelnd und trommelnd vor meiner Haustür stand und penetrant einen Einlass begehrte. - 
"Er sei nun am Ende!" ließ er mich weinerlich wissen ... 
"Trotz all der im Laufe kunstverschworen erlebter Jahre zuteil gewordenen Lasurfarben-Weisheit, sei jedoch bisher größtenteils alles (wasserlöslich) daneben-gegangen!" fügte er aufstöhnend hinzu - der da so trübsinnig dastehende Aquarellist. - 
Hernach - der resignierende Maler hatte bereits mein Haus verlassen -, saß ich noch nachdenklich gestimmt in meiner Bücher-Stube ... 
Der anregende Inhalt einer Flasche Wein, der ließ mich dann doch noch "diesbezüglich" zur Feder greifen. -
Und - ach Robert, ich konnte wieder einmal nicht umhin, dieses bereits ausreichend belobigte Sprachkunstwerk nun inhaltlich eigengeprägt, jedoch sinnvoll und zweckentsprechend erneut so vielsagend zum Ausdruck zu bringen. Und das folgendermaßen:
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Wie wenn da einer, der in Nöte,
verzweifelt ruft nach Muse Käthe,
die sich seiner - nur verschwommen,
des öfteren 'mal angenommen -
sie möge bitte nicht mehr maulen,
und ihm somit das Sein vergraulen!
Wär' dieser nicht dem Typ vergleichbar,
für den ab jetzt als unausweichbar
die Schaffenslust ins Abseits schlittert;
die Existenz enorm verbittert?
Er bald dem Suff anheimgegeben -
vornehmlich nun dem Saft der Reben.
Er gleichwohl noch nach Käthe sucht
und dabei stumm den Tag verflucht,
an dem er dieser Erde Licht ...
Nein? Nicht vergleichbar? - Na, dann nicht! -
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Jetzt der Original-Text, dereinst von Robert - derart formuliert:
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