Sonntag, 20. Februar 2022

Zwei Schauspieler - "geschwätzig beisammen" ...

Damals, in einer "Prominenten-Bar" in der Kant-Strasse - in Berlin:
Nebeneinander auf den Barhockern an der Theke sitzend, präsentierten sich dort in einem redseligen Miteinander die Schauspieler Harald Juhnke und der Claus Jürgen Wussow. - 
Hör- und sichtbar vertieft in "das zu Ende bringen einer vermeintlichen Unbeholfenheit". -
In folgendem Verlauf dessen:
Der C. J. Wussow beobachtet beunruhigt, wie sich der Harald Juhnke ergebnislos abmüht, eine im Glas mit dem Alkohol liegende Olive hervorzuholen. - 
Hilfreich gesonnen, spricht er ihn daraufhin kameradschaftlich an:
    "Wir sitzen hier, in dieser Runde, 
     wohl schon seit einer guten Stunde.
     Du mit dem Cocktail, ich beim Klaren.
     Da sehe ich nun Dein Gebaren, 
     die Olive aufzupicken!
     Und das scheint ständig zu mißglücken? -
     Darf ich da 'mal behilflich sein? 
     Du stichst das Ding ja kurz und klein!"
Und ohne zu zögern, rupft er dem derart bemüht dasitzenden Juhnke den Zahnstocher aus der Hand und pickt nun das Hölzchen schwungvoll gezielt in die Olive hinein:
    "Gib acht, mein Freund! 
     So macht man das, und grapscht das Früchtchen aus dem Glas!"
Juhnke, der ihm bisher amüsiert dabei zugeschaut hatte, war dann jedoch um keine diesbezügliche Antwort verlegen. - 
Im gewohnheitsmäßigen "Berliner-Sprachgebrauch", ließ er nun auflachend vom Stapel:
    "Na watt'n Witz, nun kann det jeder! - 
     So zieh ick och so'n Gag vom Leder! - 
     Keen Wunder, Mann, det looft nun sachte, 
     weil ick det Ding schon müde machte!" -
"Zweifelsfrei - und sehr stichhaltig!" bekundete der in Hörweite sitzende Schriftsteller Cees Noteboom noch diese durchaus beeindruckende Folgerichtigkeit. Um dann noch gewichtig hinzuzufügen:
"Felix qui potuit rerum cognoscere causas" 
Glücklich, wenn es gelang, den Grund der Dinge zu erkennen, -
Damals, im Zentrum der Weltmetropole Berlin.
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***

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