Dienstag, 26. Januar 2021

Dieser "Schauspieler" HARALD JUNHKE ...

Ein "theatralisches" Erlebnis im März 1989: 
Mit dem oft so "eigengesetzlichen Darsteller" - damals - in Berlin:
Nach einer Ausstellungseröffnung waren wir dann - Ulrike, der Rolf und ich - noch in einer oftmals von vielen "Prominenten" besuchten Bar in der Kantstraße "neugierig" zugegen. - 
Folglich war es ja vermutlich doch schon vorherbestimmt, daß dort auch an diesem Abend einige "bedeutungsvoll gewordene Personen" zugegen sein würden. - 
Wahrhaftig: 
Nebeneinander auf den Barhockern an der Theke sitzend, präsentierten sich dort in einem redseligen Miteinander die Schauspieler Harald Juhnke und der Claus Jürgen Wussow. - 
Für uns nun sichtbar vertieft in "das zu Ende bringen einer vermeintlichen Unbeholfenheit" ...
Trotz der inzwischen verblichenen Mimen, möchte ich das damals miterlebte Ereignis hier noch einmal dichterisch frei zur Sprache bringen:
Der C. J. Wussow beobachtet, inzwischen schon leicht beunruhigt, wie sich der Harald Juhnke ergebnislos abmüht, die im Glas mit dem Alkohol liegende Olive hervorzuholen. - 
Wohl hilfreich gesonnen, spricht er ihn daraufhin - schmunzelnd - kameradschaftlich an:
"Wir sitzen hier, in dieser Runde, 
wohl schon seit einer guten Stunde.
Du mit dem Cocktail, ich beim Klaren.
Da sehe ich nun Dein Gebaren, 
die Olive aufzupicken!
Und das scheint ständig zu mißglücken? -
Darf ich da 'mal behilflich sein? 
Du stichst das Ding ja kurz und klein!"
Und ohne zu zögern, rupft er dem derart bemüht dasitzenden Juhnke den Zahnstocher aus der Hand und pickt nun das Hölzchen schwungvoll gezielt in die Olive hinein:
"Gib acht, mein Freund! 
So macht man das, und grapscht das Früchtchen aus dem Glas!"
Das fügt er, selbstsicher auf die Sprünge helfend, dann noch hinzu.
Juhnke, der ihm bisher amüsiert dabei zugeschaut hatte, war dann jedoch um keine diesbezügliche Antwort verlegen. - 
Im gewohnheitsmäßigen "Berliner-Sprachgebrauch", ließ er nun auflachend vom Stapel:
"Na watt'n Witz, nun kann det jeder! - 
So zieh ick och so'n Gag vom Leder! - 
Keen Wunder, Mann, det looft nun sachte, 
weil ick det Ding schon müde machte!" -
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"Zweifelsfrei - und wohl auch sehr stichhaltig!" bekundete der in Hörweite sitzende Schriftsteller Cees Noteboom noch unverzüglich diese durchaus beeindruckende Folgerichtigkeit.
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Hernach ...
"Felix qui potuit rerum cognoscere causas" - (Glücklich, wenn es gelang, den Grund der Dinge zu erkennen), "bezeugte" das dann mein Freund, der Maler Rolf Fässer, den Dichter Vergil damit so zutreffend laut werden lassend. - 
Damals, im noch einstigen Zentrum der Weltmetropole Berlin.
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