Donnerstag, 15. Juli 2021

Ja, es gab eine Zeit, da hat man sich noch erwartungsvoll in BÜCHER "vertieft":

Um neu- und wißbegierig "darin stundenlang zu verbleiben" ...
Somit vorab - als einleitend - die Darlegung das "Buch an sich":
Ja, denn erst im 4. Jahrhundert nach Christi ist es so aufsehenerregend gelungen, beschriebene oder bedruckte (sauteure) Pergament-Blätter - sie ließen sich falten, um sie dann (mühsam) in Lagen zusammenzulegen und hernach kunstvoll zu binden -, zu einem (gegebenenfalls bisher noch immer) unterhaltsamen und oftmals auch lehrreichen Ganzen gestalten - man nannte es schlicht und ergreifen sollend ein: "Buch" ...
Diese seinerzeit sensationell unterhaltsame Neubildung, sie hatte jedoch zur Folge, daß man seitdem ununterbrochen bemüht sein mußte, für diese noch ungewohnten Druckwerke umtriebig Kunden zu ködern - äh - des Lesens kundige Abnehmer zu finden ...
-
Der geistvolle Satiriker Georg Christoph Lichtenberg, er hat, im September 1779, einmal für einen Göttinger Buchhändler einen durchaus erfolgversprechenden Werbetext verfasst, mit dem folgenden Wortlaut:
Wer zwei paar Hosen sein eigen nennt, der mache nun neugierig werdend eine davon zu Geld! - Um sich dann unverweilt Bücher beschaffen zu können. -
Ein BUCH: Von Heranwachsenden, also der jungen Generation hin und wieder im "Bücherschrank" des Großvaters entdeckt - manchmal auch neugierig zur Hand genommen, um es dann gleich darauf kopfschüttelnd als vermutlichen "Dekorationsgegenstand" - oder altertümlichen "Krimskrams" wieder in den altmodischen Schrank zu verfrachten.
Ja, und -
entschwunden ist nun wohl die Welt der einstmals "schöngeistig erlebten Buch-Intelligenz" - für all diese lese-freudigen Büchernarren.
Das Ende einer oftmals erlebten "literarischen Ergriffenheit" - ?
Ach nein, ich muß nun wohl doch die "Jetztzeit" in einen sich verändernden Augenschein nehmen!
Denn meine Titel-Zeile: "Als man sich noch Bücher "vertieft hat", sie ist ja offenbar derzeit nicht mehr so ganz "korrekt" ...
Und  das nun in Anbetracht dessen:
Die von den stets hilfsbereit "zur Feder greifenden Ghostwritern" eilfertig beschriebenen Lebensbeichten von all diesen geistesarmen Eintags-Berühmtheiten, die geraten ja gegenwärtig zunehmend in einen Verkaufs-Erfolg! 
Weltweit so prahlerisch stets hemmungslos als "Bestseller-Literatur" betitelt,
Das ist eine "derzeitige Gegebenheit" ...
-
*

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen