Donnerstag, 18. November 2021

Die rätselhafte WELT der BERGE ...

Und dort so "schicksalhaft inmitten":
Geschehen - im Bündnis einer zuvor schon ja langjährig bestehenden "Bergsteiger Liebes-Verbundenheit":
"Auf geht's - es ruft der Berg!"
Derartig ermuntern wollend, hatte der Tiroler Bergsteiger Luis Trenker den Gustl Munzinger oftmals begeistern wollen - in St. Ulrich, im schönen Südtirol ...
„Das mag ja schon sein. - Nur hab ich da bisher von ihm (dem Berg) noch keine gute Antwort bekommen!“ winkte der Gustl so anzweifelnd ab.
Eine gefühlsmäßig aufsteigende "Endzeit-Stimmung", die sich damals folgendermaßen ergeben hat:
„Ach Wilma, 
einst geliebte Frau, ich spüre es nun ganz genau, daß ich dich verlassen muß.
Drum lass Dir sagen: Jetzt ist Schluß!“.
„Ja, in den vergangenen Jahren, da sollte es sich offenbaren,
daß die Weiten der Ardennen, so einiges bewirken können.
Späterhin, noch in der Eifel, kamen dann erneut die Zweifel.
Bald darauf, hoch auf dem Brocken, warst du nur damit zu locken,
daß wir auf dem Kahlen Asten, zugunsten einer Eintracht fasten.
Dann mußten es die Alpen sein, doch auch dort fiel uns nix ein.
Der Aufenthalt in den Abruzzen, geriet für beide nicht zum Nutzen.
Weil, so hattest du gelesen, nur im Ostteil der Vogesen
Harmonie zu finden sei!
Ein Irrtum. - Es war Ende Mai, noch unten am Mount Everest;
dort stellten wir dann beide fest, daß auf uns, in den Karpaten,
wohl nur Geröll und Schotter warten ...
Stimmt, die Wochen in der Rhön, die waren ansatzweise schön.
Doch schon im Juli, in den Anden, kam all die Zuversicht abhanden.
Und ich verspürte intensiv, daß mit uns nun nichts mehr lief.
Sich mehrend - und das nicht zu knapp, ging‘s mit dem Gefühl bergab.
Da bleibt mir letztlich, gottseidank, 
wohl nur die Liebe zum Mont Blanc ...“
Herzbewegende, deutlich machende Worte des Gustl Munzinger, formuliert wenige Tage nach dem Abbruch der langjährigen Lebensgemeinschaft mit der einstmals als "Dorfschönheit" charakterisierten Wilma S. -
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Nun denn - Gustl, das solltest du bedenken:
„Tempora si fuerint nubila, solus eris - wenn die Zeiten für dich trüb werden, wirst du allein sein.“
So führt uns bereits vor Christi Geburt der römische Dichter Ovid, in seinen einst Trista genannten Klageliedern, solch ein schicksalhaftes Geschehen recht unverblümt vor möglicherweise schon leicht tränenverschleierte Augen.
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