Dienstag, 29. Dezember 2020

Nicht selten sind es "dumm-dreiste Sprüche" ...

Und "derartig sich offenbarend" -  kann man es hier nachfolgend zur Kenntnis nehmen:
Tja, und auch, was da dereinst namhaft gewordene Geistesgrößen bisweilen zur Sprache gebracht haben sollen. -
Hernach dann so bedeutungsvoll als "Anekdoten" charakterisiert, sei nun einiges, auch hinsichtlich dessen zum Ausdruck gegeben:
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   Wagner lauthals in Bayreuth:
   "Die Götterdämmerung droht erneut!"
   Balzac verfälscht zu Baudelaire:
   "Le Fleurs du mal est un malheur!"
   Einst Sokrates zu Epikur:
   "Der Mensch ist wider die Natur!"
   Schliemann, als er bei den Griechen:
   "Ich kann den Ouzo nicht mehr riechen!"
   Adorno tadelnd zu Ernst Jünger:
   "Deinen Blumen fehlt der Dünger!"
   Nietzsche zu formellen Pflichten:
   "Darauf kann ich recht gut verzichten!"
   Tucholsky über die Krämerseelen:
   "Der Mief mag sie zu Tode quälen!"
   Goethe aufmerksam zu Schiller:
   "Euch läuft die Tinte aus dem Füller!"
   George Sand aufseufzend zu Flaubert:
   "Wenn nur dein Mundgeruch nicht wär'!"
   Euklid im Kreis der Philosophen:
   "Ihr nervt mich jetzt, d'rum geh' ich schwofen!"
   Kleist dereinst zu Hölderlin:
   "Ihr solltet vor mir niederknien!"
   Hölderlin darauf zu Kleist.
   "Er ist mir heut ein wenig dreist!"
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Etwas blumiger geprägt, jedoch auf dem zuvor vollmundig beschrittenen trivialen, wie wohl auch im rundum Geistlosen durchaus harmonisierenden Redseligkeits-Flachland, da sei noch schalkhaft hinzugefügt:
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   Hindemith zum Löwenmaul:
   "Sag Du zu mir, ich heiße Paul!"
   Tolstoi zu seinen Gladiolen:
   "Soll ich jetzt 'mal die Bienchen holen?"
   Kant besorgt zum Seidelbast:
   "Ist Dir der Blumentopf verhaßt?"
   Helene Weigel zu Bert Brecht:
   "Dein Rittersporn steht gar nicht schlecht!"
   Freud erbost zur Gerbera:
   "Jetzt wird geblüht! - Ist euch das klar?"
   Ringelnatz zum Sauerampfer:
  "Hier siehst Du niemals einen Dampfer!"
  Hemingway - im Komposthaufen:
   "Hab' mich wohl nachts im Suff verlaufen!"
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Ach ja, all das sei nun freundlicherweise analog der einstmals geäußerten Bekundung des geistreichen römischen Poeten Horaz zu begutachten, der einmal gesagt hat: "Aut prodesse volunt aut delectare poetae! - entweder verfolgen die Dichter einen nützlichen Zweck, oder sie wollen bloß unterhalten!"
"Letzteres" war da recht eigennützig gedacht ...
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