Samstag, 22. August 2020

In GRIECHENLAND: Ein redselig gestimmtes Miteinander ...

Einstmals auf Hydra, dieser so eigengeprägten Insel - unweit von Athen. - (Autofrei!) 
An einem Tisch im Schatten der Mauer einer Taverne, saßen wir Wein trinkend beisammen, der Mikis Theodorakis und ich - der filoß Didier. 
"Da wir ja beide immerhin schon einige Jahrzehnte hin und wieder auch im zwielichtigen Gefunkel dieser manchmal gewöhnungsbedürftigen Welt zugegen sind", merkte ich´s hochtrabend an ... 
"Nitzsche, so wortgewaltig präsent?" horchte Mikis nun auf. Um dann schmunzelnd hinzuzufügen; "Wenn ja, dann redet der nun aber nur noch sehr weltflüchtig und dazu auch mutterseelenallein im Finstern - so oder so jetzt unter der Erde". - 
"Wohl wahr. Der Hipokrates hat es dereinst ja so manifestiert: Ars longa, vita brevis - die Kunst ist lang, das Leben kurz", das gab ich zu bedenken. - 
"Also demnach: Carpe diem - nütze den Tag, wie das ja schon Horaz dereinst betont zu spüren gegeben hat", pflichtete Mikis bedeutsam bei. - 
"Ja, das ist wohl alltäglich beachtenswert", stimmte ich lebensbejahend zu. "Der Herr von Goethe hat´s einmal sehr poetisch zum Ausdruck gebracht: Wie von unsichtbaren Geistern gepeitscht, gehen die Sonnenpferde der Zeit mit unseres Schicksals leichtem Wagen durch, und uns bleibt nichts, als mutig und gefaßt die Zügel festzuhalten. Wohin es nun geht, wer kann das wissen?" - 
"Ich schon, Didier, denn ich mache jetzt auf dieser traumhaften Insel noch weinselig einen peripato (Spaziergang) ... 
"Ach Mikis, da kommt mir jetzt ein altes griechisches Sprichwort in den Sinn: Griechen schweben, bleiben aber mit den Füssen auf der Erde". - 
Wahrhaftig, da geleitete uns diese gewichtige Wortprägung "Sophrosyne" dort auf eine Ebene eines "disziplinierten" Geistes, nebst der animierenden Eigenschaft, nun wieder einmal der inneren Gesetzmäßigkeit seines ICH´s zu begegnen.  
Auf Hydra, dieser griechischen Insel, hockten wir damals wortreich beieinander. - 
 Unser Sprachgebrauch: fr./ gr./ dt./ lat./).
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Damals! - Als Nachtrag ist da nun betrauernd zu vermerken: Leider ist er, der Mikis Theodorakis inzwischen verstorben- und somit nicht mehr derartig geistreich "zugegen" ...
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